Technologietransfer: Raumfahrt-Ideen-Wettbewerb für alle

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Der Ideenwettbewerb „Innospace Masters“ richtet sich bei der Suche nach neuen Verfahren und Methoden von Branchen außerhalb der Raumfahrt an klein- und mittelständische Unternehmen (KMU), Forschungseinrichtungen, Universitäten, aber auch Startups.
Mit dem Ideen-Wettbewerb suchen Airbus, ESA und DLR neue Analyseverfahren zur Systementwicklung von Satelliten.

Der Ideenwettbewerb „Innospace Masters“ richtet sich bei der Suche nach neuen Verfahren und Methoden von Branchen außerhalb der Raumfahrt an klein- und mittelständische Unternehmen (KMU), Forschungseinrichtungen, Universitäten, aber auch Startups.

Die Ideen sollen bei der Entwicklung, Fertigung und Erprobung neuer Satellitengenerationen helfen und deren Produktintegrität steigern. Die Partner im Wettbewerb, das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Airbus Defence and Space sowie die beiden deutschen ESA Business Incubation Centres (ESA BIC Bavaria und ESA BIC Darmstadt), vergeben Preise in drei Kategorien, die unterschiedliche Reife- und Innovationsgrade der Ideen und Vorhaben voraussetzen.

Satelliten sind im Weltraum harten Bedingungen ausgesetzt. Solare und kosmische Strahlung, hohe Temperaturunterschiede im All und Vibrationen der Rakete mit Spitzenbeschleunigungen von 10 bis 30 g bereits beim Start zerren an allen Systemkomponenten eines Satelliten. Allerdings können Satelliten nicht einfach mal in die Werkstatt geschoben werden, wenn wichtige Hard- und Softwarekomponenten ausfallen. Um Millionenverluste abzuwenden kommt der Produktintegrität höchste Priorität in der Raumfahrtindustrie zu.

„Der Innospace Masters ist eine hervorragende Möglichkeit für Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Nicht-Raumfahrtbranchen erstmalig ihre Innovationen gegenüber der Raumfahrtbranche zu präsentieren“ erklärte Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR Raumfahrtmanagements.

„Neue Methoden und Verfahren im Systementwicklungs-, Fertigungs- und Erprobungsprozess aus Forschung und Industrie, wie beispielsweise der Luftfahrt-, Automobil-, Energie- oder Chemieindustrie können für uns einen hohen Mehrwert für die Auslegung und Erprobung zukünftiger Satellitensysteme darstellen“ erläuterte Dr. Ulrich Kübler, Director Business Innovation, Intelligence & Future Trends bei Airbus Defence and Space.

Beispielprojekt

Als Beispiel für Technologie-Transfer in die Raumfahrt („spin-in“)nennen die Partner ein vom Institut für Raumfahrtsysteme (IRAS) der TU Braunschweig und der Sarel Consult GmbH initiierten Projekt. Dabei sollen im kommenden Jahr Methoden der Zuverlässigkeitsanalyse, wie sie jetzt in der Luftfahrtindustrie im Rahmen der Entwicklung von Verkehrsflugzeugen eingesetzt werden, auf die unbemannte Raumfahrt adaptiert werden. Ziel ist, durch effiziente Methoden und Analyseverfahren im System-Entwicklungsprozess mit möglichst geringem Testaufwand eine hohe Zuverlässigkeit über die gesamte Missionsdauer sicherzustellen. Die zu entwickelnden Verfahren basieren auf den Erfahrungen der Luftfahrtindustrie. Die Definition und Verifikation von Zuverlässigkeitsanforderungen auf System- und Subsystemebene sind in der Luftfahrtindustrie etabliert. Im Rahmen dieses Technologietransfers werden etablierte Methoden an die speziellen Erfordernisse der Raumfahrt angepasst und weiterentwickelt.

Wer in anderen Branchen arbeitet und an neuen Methoden und Verfahren mit Potential für die nächsten Satellitengenerationen tüftelt, kann sich um Unterstützung von den Partnern des Innospace Masters bewerben. Gewinner erhalten neben Unterstützung in Marketing- und Kommunikation, Zugang zu weltweiten Netzwerkkontakten und technologische sowie wirtschaftliche Unterstützung, um die Umsetzung des Vorhabens zu fördern. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 31. Januar 2016 – weitere Infos gibt es auf der Website des Wettbewerbes.

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