Technische Kunststoffe unterstützen autonomes Fahren

Wenn sich vom 16. bis 20. Oktober die Türen der 26. Fakuma in Friedrichshafen öffnen, ist BASF in Halle B4 am Stand 4306 mit neuen Entwicklungen aus einem umfangreichen Portfolio vertreten. Auf der internationalen Fachmesse für Kunststoffverarbeitung erläutern BASF-Experten aktuelle Markttrends rund um das Automobil, Lifestyle und industrielle Entwicklung. Hier die Neuheiten für die Automobilindustrie.

Die Entwicklung des Spezial-Polyamids Ultramid Deep Gloss schreitet weiter voran. Nach der erfolgreichen Markteinführung und dem Gewinn des German Innovation Awards wird es jetzt bunt. „Um die individuellen Wünsche unserer Kunden zu erfüllen, können wir Ultramid Deep Gloss nun auch in verschiedenen Farben anbieten. Neben Kontrastfarben folgen wir auch aktuellen Farbtrends. Dies eröffnet vielfältige Möglichkeiten bei der Gestaltung des Automobilinnenraums“, so Xaver Hopfenspirger, Projektleiter für Ultramid Deep Gloss bei BASF. Das exzellente Eigenschaftsprofil bleibt selbstverständlich weiter bestehen: Widerstandsfähigkeit gegen Verkratzen, hohe chemische und gute UV-Beständigkeit. Der hohe Glanzgrad bildet zudem Strukturen detailgetreu ab und ermöglicht ein kontrastreiches Licht- und Schattenspiel – ohne zusätzliches Lackieren.

Hochleistungsmaterialien für das autonome Fahren

Die Chemie liefert einen entscheidenden Beitrag, um das autonome Fahren komfortabel und sicher zu machen. Sensoren im Automobil sind wichtige Helfer für den Fahrer und unverzichtbarer Bestandteil bei der Entwicklung des autonomen Fahrens. Seien es Radar-, Lidar-, IR- oder Ultraschallsensoren, sie unterstützen nicht nur als Fahrspurassistent, sondern auch als Kollisionswarner, Abstandsregler oder bei der Notbremsfunktion, einer Grundvoraussetzung, um in Zukunft die komplette automatische Steuerung des Automobils zu ermöglichen. Mit einer breiten Produktpalette, wie dem hydrolysebeständigen Polybutylenterephthalat (PBT) Ultradur HR und dem Polyamid (PA) Ultramid EQ für sensible elektronische Anwendungen, trägt BASF bereits heute zu einer Vielzahl von Sensortechnologien bei und liefert einen wertvollen Beitrag zur Verwirklichung des autonomen Fahrens.

Technische Kunststoffe und Polyurethane erhöhen den Fahrkomfort

Die Automobilhersteller sind stetig daran interessiert, die ungefederten Massen des Fahrwerks zu reduzieren sowie die Übertragung von störenden Unebenheiten an den Fahrgast zu eliminieren. Gewichtsersparnis, Fahrkomfort, NVH-Lösungen (NVH: Noise, Vibration, Harshness) – die Anforderungspalette an Fahrwerksbauteile ist weit gefächert. Um Automobilherstellern eine optimale Kombination aus Leichtbau, angenehmer Akustik und Schwingungsdämpfung zu ermöglichen, bietet BASF NVH-Lösungen aus dem mikrozelligen Polyurethan-Elastomer Cellasto sowie dem hochglasfaserverstärkten Polyamid Ultramid und dem thermoplastischen Polyurethan Elastollan an. Daraus ergeben sich leistungsfähige Werkstoffkombinationen für Dämpferlager, Federauflagen und weitere Fahrwerkskomponenten.

E-Mobilität mit Elastollan

Die guten mechanischen Eigenschaften von Elastollan sowie seine hohe Beständigkeit gegen Fette und Öle machen das thermoplastische Polyurethan (TPU) von BASF zum idealen Partner im Bereich E-Mobilität. Gleich mehrere Polyetherpolyol-basierte Elastollan-Typen der 1100-Reihe und 1100 FHF/FR-Reihen eignen sich durch ihre Flexibilität und UV-Beständigkeit vor allem für die Anwendung in Ummantelungen bei Ladekabeln (Zertifizierung nach ISO 6722 – Klasse C und Klasse D), sei es für das mobile Laden aus dem Kofferraum heraus oder an der Ladestation. Zusätzlich profitieren die Kunden bei diesen nicht halogenbasierten flammgeschützten Elastollan-Typen vom exzellenten Verarbeitungsverhalten bei stabil hoher Qualität.

Optimierte Konnektoren für den Einsatz in der Automobilindustrie

BASF baut das Portfolio an technischen Kunststoffen aus und geht weiter mit im Trend der Miniaturisierung bei elektronischen Bauteilen im Automobil: Die neue Ultradur-Type B4340ZG3 ist mit ihren verbesserten mechanischen Eigenschaften und erhöhter Schlagzähigkeit deutlich steifer und widerstandsfähiger gegenüber von außen einwirkenden Belastungen bei gleichbleibend exzellenter Fließfähigkeit.

In Anwendungen wie Kabelbäumen sind robuste und bruchsichere Steckverbinder erforderlich, um einen arbeits- und kostenintensiven Austausch von defekten Einzelteilen zu vermeiden. Ultradur B4340ZG3 besitzt außerdem besondere elektrische Eigenschaften. Der CTI (Comparative Tracking Index, Kriechstromfestigkeit, IEC 60112) liegt bei 600 Volt und erlaubt dadurch minimale Abstände zwischen den Leiterbahnen in Steckverbindern. Ultradur B4340ZG3 ist ab sofort in schwarz und ungefärbt in kommerziellen Mengen erhältlich und kann bemustert werden.

Glasklare Entscheidung für Elastollan

Mit seinen herausragenden optischen Eigenschaften und der außergewöhnlichen mechanischen Belastbarkeit punktet das aliphatische Elastollan-Portfolio der Produktreihen L 700 und L 1200. Wenn es wie beim PKW-Steinschlagschutz oder Erosionsschutz für Windkraftanlagen darauf ankommt, empfindliche Oberflächen vor Schäden zu bewahren, empfiehlt sich der Einsatz von Folien aus Elastollan. Darüber hinaus überzeugen diese Materialien mit einer Kombination aus glasklarer Transparenz, langfristiger UV-Beständigkeit und starker Mechanik auch in anderen anspruchsvollen Anwendungen, wie zum Beispiel TPU-Laminatfolien in Hochsicherheitsglas für Fahrzeuge und Gebäude.

BASF auf der Fakuma: Halle B4 am Stand 4306 

Bild: BASF zeigt ein umfangreiches Produktportfolio auf der Fakuma 2018.

 

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