TBM Consulting Group: 2. Produktivitätsstudie

Deutsche Unternehmen setzen zunehmend auf Technologie als Mittel zur Produktivitätsförderung. Widerstand gegen Veränderungen wird als wichtigstes Produktivitätshemmnis gesehen. Die TBM Consulting Group gibt die Ergebnisse einer Erhebung bekannt, die im ersten Quartal 2004 unter Führungskräften mittelgroßer bis großer Produktionsunternehmen in den USA, Großbritannien, Deutschland, Mexiko und Brasilien durchgeführt wurde. Weltweit nahmen mehr als 1100 Unternehmen an der Befragung teil. In Deutschland wurde die Studie gemeinsam mit der Fachzeitschrift Produktion organisiert.

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass im Jahre 2004 mehr als die Hälfte der Hersteller in den fünf Ländern ihren Technologieeinsatz gegenüber 2003 verstärken wird (USA: 58,1 %; Großbritannien: 62,3 %; Deutschland: 58,2 %; Mexiko: 72,6 %; Brasilien: 53,3 %). Durchschnittlich 50,2 % der befragten Hersteller propagieren technologische Verbesserungen als wichtigstes Mittel zur Produktivitätssteigerung.

Dies hat nach Angaben der befragten Unternehmen entscheidende Bedeutung für Soft- und Hardwareunternehmen, und zwar speziell für jene Firmen, die auf die Bereiche Computer, Datenerfassungs-Geräte, ERP sowie Automation spezialisiert sind.

Mehr Ausbildung der Mitarbeiter

Hersteller in allen Regionen verwiesen in der aktuellen Studie außerdem auf verstärkte Bemühungen zur Ausbildung der Mitarbeiter und zur Erweiterung ihrer Fähigkeiten (USA: 62,2 %; Großbritannien: 54,4 %; Deutschland: 49,1 %; Mexiko: 69,4 %; Brasilien: 80 %).

„Insgesamt macht die Studie deutlich, dass Hersteller in sämtlichen hochindustrialisierten Ländern verstärkt auf technologiefreundlicheMaßnahmen zur Produktivitätssteigerung setzen“, erläutert Bill Schwartz, Senior Partner bei TBM und Managing Director des LeanSigma Institute von TBM. „Der verstärkte Trend zum Technologieeinsatz und zur Schulung der Mitarbeiter lässt den Schluss zu, dass die Produktionsindustrie um die Notwendigkeit fortlaufender Verbesserungen und Innovationen weiß.“

Trend: Schlanke Produktion

Auf die Frage nach dem gegenwärtig angewandten Produktivitäts- und Qualitätsverbesserungs-Programm wurden die Schlanke Produktion (USA: 71,2 %; Großbritannien: 71,2 %; Deutschland: 38,2 %; Mexiko: 62,7 %; Brasilien: 64,3 %) sowie die ISO-Zertifizierung (USA: 48 %; Großbritannien: 71,2 %; Deutschland: 64,7 %; Mexiko: 62,7 %; Brasilien: 64,3 %) am häufigsten genannt.

„Diese Studie verdeutlicht, inwiefern sich deutsche Unternehmen mit der internationalen Produktivität messen. Wir fanden wieder heraus, dass hierzulande das meistgenutzte Mittel zur Produktivitätssteigerung das Investment in neue Produkte und Prozesse war. Dies unterscheidet sich eindeutig zu den Umfrageergebnissen weltweit. In diesen Ländern investieren Unternehmen mehr in Methoden, die das Humankapital in den Vordergrund stellen, wie beispielsweise Kaizen und Lean“, erklärt Mike Herr, Managing Director of European Operations bei der TBM Consulting Group.

„Die zukünftigen Herausforderungen liegen also darin, die Kapitalbasis in Deutschland besser einzusetzen und sicher zu gehen, zukünftige Kapitalinvestitionen viel produktiver zu gestalten. Das fördert gleichzeitig die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse.“ (to)

Weitere Infos: www.tbmcg.com


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