Studie zeigt: PLM entwickelt sich in der Automobilindustrie zur Schlüsselstrategie im Engineering

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Die gemeinsame Studie „Benefits of PLM 2009“ von ITM der Ruhr-Universität Bochum und IBM zeigt das Nutzenpotenzial von PLM in der Automobilindustrie

Die Studie "Benefits of PLM 2009", die vom Lehrstuhl für Maschinenbauinformatik (ITM) der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit IBM zum dritten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre durchgeführt wurde, gibt Aufschluss über Nutzen und Perspektiven von Product-Lifecycle-Management-Lösungen (PLM) in der Automobilindustrie.

In Folge der Wirtschaftskrise, so belegt die Studie, kommt es in der Automobilindustrie zu Sparmaßnahmen, Insourcing und Kurzarbeit, was bei 88 Prozent der befragten Unternehmen dazu führt, dass PLM-Investitionen gestreckt oder gestoppt werden. Es zeigt sich aber dennoch, dass 60 Prozent aller Unternehmen ihre Engineering-Prozesse gerade jetzt, während der Wirtschaftskrise optimieren und dabei PLM als eine Schlüsselstrategie ansehen.

Der Lehrstuhl für Maschinenbauinformatik (ITM) der Universität Bochum hat gemeinsam mit der Beratungssparte der IBM zum dritten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre im Frühjahr und Sommer 2009 die Studie "Benefits of PLM" durchgeführt, um den PLM-Anwendungsstand, den erreichten PLM-Nutzen sowie Best-Practice-PLM-Einführungsstrategien in der Automobilindustrie zu ermitteln. Befragt wurden hierzu 60 Experten aus 25 weltweit agierenden Unternehmen der Automobilindustrie – sowohl Hersteller als auch Zulieferer unterschiedlicher Größe.

"Im Rahmen der Studie haben wir festgestellt, dass bedingt durch die Wirtschaftskrise etwa 88 Prozent der befragten Unternehmen die PLM-Investitionen kurzfristig gestreckt oder gestoppt haben", sagt Professor Dr.-Ing. Michael Abramovici, Leiter des Lehrstuhls für Maschinenbauinformatik an der Ruhr-Universität Bochum. "Dennoch restrukturieren 60 Prozent aller Unternehmen während der Krise ihre Produkt-entwicklungsprozesse und betrachten dabei PLM langfristig als eine Schlüsselstrategie im Engineering."

Während PDM/PLM noch vor zehn Jahren fast ausschließlich als Software zur Datenverwaltung in der Produktentwicklung gesehen wurde, wird PLM heute bei 58 Prozent der befragten Unternehmen als ganzheitlicher Management-Ansatz, bestehend aus einem Gesamtkonzept, einer Strategie, optimierten Engineering-Prozessen, Methoden und IT-Werkzeugen im Engineering betrachtet.

Der PLM-Reifegrad hat sich in den letzten fünf Jahren bei den meisten Automobilfirmen signifikant verbessert. Über 64 Prozent der befragten Unternehmen gehören heute zur Gruppe der PLM-Fortgeschrittenen mit einem überdurchschnittlichen PLM-Anwendungs- und Integrationsgrad. Dabei durchdringt PLM außer der Produktentwicklung alle Phasen des Produktlebenszyklus. So umfassen zum Beispiel heute PLM-Lösungen etwa 44 Prozent der Produktionsmitarbeiter im Vergleich zu 19 Prozent im Jahre 2004. Im Service stieg die Anzahl der PLM-Nutzer noch drastischer, von 3 Prozent vor fünf Jahren auf heute 34 Prozent in 2009.

"PLM hat sich zu einer Schlüsselstrategie im Engineering etabliert, denn grundlegende PLM-Methoden und -Funktionen werden heute in der Automobilindustrie flächendeckend eingesetzt", sagt Alexander Scheidt, Leiter des Automobilbereiches bei IBM Global Business Services. "Eine Entwicklung, die sich in Zukunft noch verstärken wird."

Nachdem die M-CAD und ERP-Integration weitgehend umgesetzt wurde, liegt der heutige Fokus auf der Datenintegration aller weiteren datenerzeugenden Systeme (zum Beispiel E-CAD, Software Entwicklungs-Umgebungen). Die Studie bestätigt erneut, dass PLM nicht nur die Voraussetzung für erfolgreiche und effiziente Engineering-Prozesse ist, sondern auch einen enormen messbaren Nutzen bringt. So konnten zum Beispiel alle befragten Unternehmen durch PLM die Produktentwicklungszeiten um 17 Prozent verkürzen und die Anzahl der Änderungen um 11 Prozent reduzieren.

Die Fortgeschrittenen PLM-Anwender konnten die PLM-Nutzenpotenziale viel stärker ausschöpfen als die anderen Unternehmen. Wie stark der Einfluss von PLM auf die Innovation ist, macht ein Vergleich zwischen den PLM-Champions und PLM-Nachzüglern deutlich: So machen PLM-Champions 53 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten, die in den vergangenen drei Jahren auf den Markt kamen, bei den PLM-Nachzüglern sind es nur 28 Prozent. Auch in Zukunft wird PLM nach Meinung der Experten Innovationstreiber für die Automobilindustrie sein.

Insgesamt planen die Unternehmen bis 2012 umfassende Organisationsvorhaben im Umfeld von PLM, denn es besteht noch ein großer Handlungsbedarf bei der Harmonisierung der Daten, Prozesse und Dokumente. Etwa die Hälfte der PLM-Fortgeschrittenen führt ein Prozess-Reengineering noch vor der Einführung von PLM-Maßnahmen durch. Mit PLM sollen auch die Prozesse des komplexen Anforderungsmanagements effizienter gesteuert werden, die vom Kundenauftrag über die Entwicklung bis zur Fertigung reichen.

Projekte für das Anforderungsmanagement sind derzeit bei 29 Prozent der PLM-Fortgeschrittenen und bei 13 Prozent der PLM-Nachzügler geplant – bei beiden Gruppen soll sich dieser Wert bis 2012 verdoppeln. "Mit unserer Studie können wir die Einflüsse des PLM-Reifegrades auf messbare Erfolgsfaktoren eines Unternehmens transparent aufzeigen", sagt Professor Dr.-Ing. Michael Abramovici. "Es liegt an den Unternehmen, die Ergebnisse der Studie für ihre individuellen Bedürfnisse richtig zu interpretieren und die Weichen für eine zukunftsträchtige PLM-Strategie zu stellen – gerade jetzt in der Krise."

Weitere Informationen zum ITM Bochum finden Sie unter: www.itm.rub.de

Um mehr über IBM und PLM-Lösungen unter: www.ibm.com oder www.ibm.com/solutions/plm

 

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