25.10.2021 – Kategorie: Konstruktion & Engineering

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So verkürzt die digitale Fertigungssimulation die Markteinführungszeit von Neuprodukten

Quelle: Andrey Armyagov/Shutterstock

Eine hochentwickelte digitale Fertigungssoftware, die reale Fertigungsumgebungen simuliert, kann die Markteinführungszeit für eine New Product Introduction (NPI) sicherstellen oder im besten Fall sogar verkürzen.

Von Stefan Schmid

Mit einer digitale Fertigungssoftware lassen sich lange Verzögerungszeiten, verspätete Änderungsaufträge, Kostenabweichungen und Probleme mit der Herstellbarkeit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg verhindern.

Anwendung frühzeitiger Kalkulationen und Design-to-Cost-Methoden

Die Freigabe eines neuen Produktdesigns ist nur die erste von vielen komplizierten Kollaborationen zwischen Ihrem gesamten PLM-Team. Um die Dinge voranzutreiben, ist eine frühzeitige Fertigungssimulation vonnöten, um Szenario-Analysen durchzuführen, potenzielle Probleme bei der Herstellbarkeit aufzuzeigen und unnötige Kosten zu vermeiden (auch bekannt als Design-to-Cost-Praktiken), um Rückgaben zu reduzieren und den NPI-Prozess voranzutreiben.

Automatische Kostenberechnung in einem frühen Stadium

Stellen Sie sich einen Prozess vor, bei dem die Technologie die Extraktion von Geometriedaten einsetzt, um den Konstrukteuren bereits in einem frühen Stadium des Konzeptentwicklungsprozesses eine automatische Kostenberechnung zu ermöglichen. Geometriedaten-Extrahierung in Verbindung mit einer leistungsstarken Fertigungssimulation, die eine genaue Analyse der realen Fertigungsbedingungen liefert, kann frühzeitig eingreifen, um kostspielige Fehler zu vermeiden und fertigungsgerecht zu konstruieren.

Schnelle Bewertung von Fertigungsoptionen durch Fertigungssimulation

Wenn diese Fertigungssimulation mit einer umfangreichen regionalen beziehungsweise globalen Datenbibliothek zur Beschaffung von Produktkomponenten gekoppelt ist, ermöglicht sie eine schnelle Bewertung von Fertigungsoptionen – sowohl intern im eigenen Unternehmen als auch bei den Zulieferern.

Eine hochentwickelte digitale Fertigungssoftware kann bei frühzeitiger Anwendung Markteinführungszeiten drastisch verkürzen.
Bild: Zapp2Photo/Shutterstock

Zwingend erforderlich dabei ist die zentrale Datenbankarchitektur für eine bessere Kollaboration der Teams aus Entwicklung, Fertigung und Beschaffung, die sich somit auf dem stets aktuellen Projektstand befinden. Ohne ein zentralisiertes System, das mit modernster Technologie ausgestattet ist, wird der gesamte Produktentwicklungsprozess intransparent, die Arbeitsabläufe können gestört oder sogar unterbrochen werden – wertvolle Entwicklungszeit geht verloren.

Bereitstellung von Echtzeit-Updates für Ihr gesamtes Unternehmen

Bei der Einführung eines neuen Produkts werden die Kostenziele oft auf die verschiedenen Funktionseinheiten aufgeteilt. In der Regel mangelt es an Transparenz zwischen den Abteilungen und an Kostenabweichungen zwischen diesen. Wird entschieden, von interner auf externe Produktion umzustellen, dann wirkt sich das auf die Gesamtkostenbelastung Ihres Produkts aus. Die ursprüngliche Kostenprognose des Konstrukteurs ist dann sofort überholt.

Die Lösung: digitale Fertigungssimulationssoftware

Der beste Weg, um abweichende Kosten auszugleichen, ist der Einsatz digitaler Fertigungssimulationssoftware. Anhand Ihres vorhandenen CAD-Modells können Sie schnell neue Kostenberechnungen und eine Fertigungssimulation erstellen, um für neue Projekte Kostentransparenz in Echtzeit zu schaffen. Die neueste Lösung von aPriori – Cost Insight Generate – verbindet global agierende Teams in Echtzeit-Automatisierung:

  1. Der Ingenieur konstruiert die Komponenten im CAD, prüft die Dateien im Product-Lifecycle-Management-System (PLM).
  2. Das PLM-System prüft automatisch die Herstellbarkeit der Teile.
  3. Cost Insight Generate wird in das PLM-System integriert und liefert relevante Kosteninformationen, wie Feedback zu den Produktkosten, Herstellbarkeitsbewertung und Berichte, die zurück in Ihr PLM gespeichert werden.
  4. Der Ingenieur wird über die neueste Herstellbarkeitsbewertung und die Kosten informiert.
  5. Direkt über das System kann der Ingenieur die Anleitungen überprüfen, um Aktualisierungen an der Konstruktion vorzunehmen oder bei Bedarf Unterstützung zu erhalten.

Automatisieren Sie Produktionsoptimierungen mit Design for Manufacturability (DFM)

Die Bewertung der Herstellbarkeit eines Produkts ist eine komplizierte Matrix aus einzelnen Fertigungsmöglichkeiten, Maschinenoptimierungen, Werkzeugauswahl und Beschaffung.  Automatisierung wird zunehmend zu einem Key-Faktor für die Herstellung eines erfolgreichen Produkts. Durch den Einsatz neuester DFM-Technologien und digitaler Fabriken werden Herausforderungen bei der Herstellung transparent. Durch die frühzeitige Erkennung von Hindernissen in der Entwurfsphase können Sie längere Produktionszeiten einplanen oder alternative Entwurfstechniken eruieren, um kompliziert zu fertigende Komponenten auszuschließen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Autor: Stefan Schmid ist Direktor Customer Relationships bei aPriori.


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