Industrielle Automatisierung  Smarte Antriebstechnik als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit

Von Lisa Sterner 4 min Lesedauer

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Komplexität, Kostendruck und Fachkräftemangel stellen Maschinenbau und Produktion vor neue Herausforderungen. Gefragt sind intelligente Lösungen, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Flexibilität gleichermaßen erhöhen. Mit smarter Antriebstechnik und durchgängigen Engineering-Tools zeigt Lenze, wie sich moderne Maschinenkonzepte zukunftssicher realisieren lassen.

Das Motor Drive System IE5/IE6 mit i650 motec erreicht die Wirkungsgradklassen IE5 und IE6 und ist somit einfach in der Handhabung wie ein Asynchronmotor.(Bild:  Lenze)
Das Motor Drive System IE5/IE6 mit i650 motec erreicht die Wirkungsgradklassen IE5 und IE6 und ist somit einfach in der Handhabung wie ein Asynchronmotor.
(Bild: Lenze)

Die Anforderungen an Maschinenbauer und Betreiber steigen: Sie müssen komplexe Systeme beherrschen, Ressourcen schonen und sich schnell an wechselnde Marktbedingungen und einen stetig wachsenden Fachkräftemangel anpassen. Als Lösungsanbieter für Motion Control unterstützt Lenze Unternehmen mit intelligenten Antriebssystemen und Engineering-Tools, um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.

Smarte Antriebstechnik als Basis

Was bedeutet „smart“ in der Antriebstechnik? Es ist die intelligente Verbindung von Hardware, Software und Engineering-Tools, die den gesamten Lebenszyklus einer Maschine optimiert. Smarte Antriebstechnik ermöglicht die Integration von Sensorik, Steuerung und Kommunikation direkt im Antrieb. Für Maschinenbauer und Betreiber bedeutet das: höhere Produktivität, geringerer Energieverbrauch und maximale Transparenz über den Zustand der Maschine. Die Kombination aus leistungsfähigen Motoren, flexiblen Umrichtern und digitalen Tools schafft die Grundlage für zukunftssichere und skalierbare Automatisierungslösungen.

Motor Drive System IE5/IE6 mit i650 motec

Der innovative Frequenzumrichter i650 motec kann wand- und motormontiert werden.(Bild:  Lenze)
Der innovative Frequenzumrichter i650 motec kann wand- und motormontiert werden.
(Bild: Lenze)

Ein Paradebeispiel, wenn es um die Kombination von Motor, Getriebe und Umrichter geht, ist das neue Motor Drive System IE5/IE6 von Lenze, das in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit neue Maßstäbe setzt. Das innovative System erreicht die Wirkungsgradklassen IE5 und IE6 und ist so einfach in der Handhabung wie ein Asynchronmotor. Es besteht aus Motor m550 oder m650, Getriebe g500 in Kombination mit den Umrichtern i550 oder i650 motec, arbeitet sensorlos und liefert auch in dynamischen Applikationen volle Performance. Das Motor Drive System IE5/IE6 ist vielseitig einsetzbar – von Intralogistik über Verpackungstechnik bis zu anspruchsvollen Förderanwendungen. Die Kombination aus Energieeffizienz, einfacher Inbetriebnahme und modularer Erweiterbarkeit macht es zur idealen Lösung für moderne Maschinenkonzepte.

Die Vorteile? Dank eines Überlastmoments von 300 Prozent kann der Motor direkt aus dem Stillstand auf Volllast beschleunigen – das sorgt für maximale Dynamik und Leistung. Gleichzeitig werden die Motorverluste um mehr als 60 Prozent reduziert, was nicht nur die Energiekosten deutlich senkt, sondern auch den CO2-Fußabdruck um mehr als zehn Prozent verringert.  Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil ergibt sich aus den reduzierten Hardwarekosten: Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen lassen sich Einsparungen von bis zu 50 Prozent erzielen. Die einfache Integration wird durch das kompakte Design und den sensorlosen Betrieb zusätzlich unterstützt. Das minimiert den Installationsaufwand und reduziert potenzielle Fehlerquellen.

Modularität und Interoperabilität

Der dezentrale Frequenzumrichter i650 motec ermöglicht autarke Maschinenmodule mit integrierter Intelligenz.(Bild:  Lenze)
Der dezentrale Frequenzumrichter i650 motec ermöglicht autarke Maschinenmodule mit integrierter Intelligenz.
(Bild: Lenze)

Modularität ist entscheidend für die Flexibilität heutiger Produktionssysteme. Maschinen werden mechanisch und softwareseitig modular aufgebaut, sodass Varianten und Anpassungen schnell umgesetzt werden können. Lenze setzt auf offene Schnittstellen wie EtherCAT, Profinet und OPC UA, die eine einfache Integration in bestehende Systemlandschaften ermöglichen. Typische Anwendungen sind modulare Verpackungslinien, automatisierte Lager und flexible Produktionszellen. Die Unterstützung offener Marktstandards und die durchgängige Datenverfügbarkeit vom Antrieb bis in die Cloud schaffen Transparenz und eröffnen neue Potenziale für digitale Services und vorausschauende Wartung.

Zentrale und dezentrale Bewegungssteuerung

Das hybride Steuerungskonzept vereint zentrale und dezentrale Bewegungssteuerung. Während zentrale Steuerungen komplexe Abläufe koordinieren, ermöglichen dezentrale Lösungen wie der i650 motec autarke Maschinenmodule mit integrierter Intelligenz. Die Vorteile sind:

  • Skalierbarkeit: Maschinenmodule können unabhängig geplant und betrieben sowie Produktionslinien einfach erweitert werden.
  • Flexibilität: Kombination aus zentraler und dezentraler Steuerung ermöglicht die optimale Anpassung an unterschiedliche Produktionsanforderungen.
  • Wiederverwendbare Software-Bausteine: Entwickler müssen die Funktionsbausteine nur einmal lernen und pflegen, egal, wo sie eingesetzt werden.

Im Vergleich zu rein zentralen oder dezentralen Lösungen bietet das hybride Konzept einen echten Mehrwert für die Skalierbarkeit und Performance moderner Maschinen.

Engineering mit Easy System Designer

Digitale Tools wie der Easy System Designer spielen eine zentrale Rolle bei der Planung und Auslegung smarter Antriebssysteme. Sie reduzieren die Komplexität im Engineering, ermöglichen Simulationen und unterstützen die virtuelle Inbetriebnahme. Bereits in der Planungsphase zeigt der System Designer transparent auf, wie viel Strom und Energiekosten später eingespart werden können. Das erleichtert die Auswahl der optimalen Komponenten und sorgt für einen reibungslosen Projektverlauf – von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme.

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Die Zukunftstrends sind klar: Digitalisierung, KI und nachhaltige Lösungen prägen die Industrie von morgen – und Automatisierung ist der Schlüssel dazu. Doch echte Intelligenz in der Produktion entsteht nicht erst auf der Steuerungsebene oder in der Cloud, sondern beginnt ganz konkret im Antrieb. Smarte Antriebstechnik bildet die Basis für effiziente, skalierbare und nachhaltige Automatisierungslösungen und schafft so die Voraussetzungen für eine schnelle Anpassung an dynamische Marktanforderungen. Wer heute in smarte Automatisierung investiert, sollte deshalb bei der Antriebstechnik beginnen – denn hier entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit jeder Maschine. Lenze steht als Partner für smarte Antriebstechnik an der Seite seiner Kunden und bietet innovative Produkte und Services für den Maschinenbau von morgen.   

Lisa Sterner arbeitet im Bereich Corporate Communications bei Lenze.