01.07.2010 – Kategorie: Hardware & IT, Management, Sonstiges, Technik, eCommerce

„Smart Watts – Smart Wheels 2010″

Sichere Versorgung – mobile Zukunft: Partner für intelligenten Strom und Elektromobilität trafen sich in Aachen

Smarte Netze und intelligente Elektromobilität fordern die Vordenker heraus wie kaum ein anderer Technologieverbund. Energieversorger, Stadtwerke, Geräte- und Automobilhersteller sowie die Forschung trafen sich in Aachen zum zweiten Kongress für intelligente Stromnetze. Neu war die Einbindung der mobilen Zukunft. Der Kongress "Smart Watts – Smart Wheels 2010" wurde am 29. Juni von Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp eröffnet.

Mit der Einführung intelligenter Zähler im Januar 2010 begann im Energiemarkt ein Strukturwandel hin zur Digitalisierung und zu mehr Wettbewerb. Wie mit der "intelligenten Kilowattstunde" und moderner Elektromobilität Akteure und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Steuerung, Kostensenkung und Erhöhung der Versorgungssicherheit vernetzt werden können, wurde engagiert diskutiert.

180 Teilnehmer informierten sich in zwei parallelen Sessions über die Zukunft des deutschen Energiesystems und die Integration intelligenter Elektromobilität. Vorträge zu gesetzlichen Rahmenbedingungen, aktuellen Marktentwicklungen, neuen Trends in der Batterietechnologie und der Wertschöpfungsarchitektur der Elektromobilität zeigten die Dynamik eines schnell wachsenden Marktes. Geleitet von den Aachener "Smart Watts"- und "Smart Wheels" -Projektführern utilicount und FEV Motorentechnik und moderiert von Volker Stich vom Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen bot sich eine brilliante interdisziplinäre Plattform.

Wirtschaftsministerium und Volkswagen bestätigen Mehrwert

"Das E-Energy Programm der Bundesregierung erhöht den Mehrwert für neue Innovationsfelder", so Andreas Goerdeler vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). So schafft die Integration der Elektromobilität neue Energiedienstleistungen nicht nur für Energieversorger. Die Position der Automobilwirtschaft zur Elektromobilität erläuterte Wolfgang Steiger, Volkswagen AG. "Ziel einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung muss neben der Effizienzsteigerung der Fahrzeuge und insbesondere der Antriebssysteme die Erschließung neuer Primärenergien für die Mobilität und die Optimierung des Gesamtsystems sein."

Smart Watts – -Energieverbund im Haus

Die Ziele des Programms "Smart Watts" erläuterte André Quadt von der utilicount GmbH & Co. KG. "Mit Smart Watts, der intelligenten Kilowattstunde, wird mehr Versorgungssicherheit, Effizienz und Klimaverträglichkeit erreicht." Grundlage hierfür ist die digitale Vernetzung des Stromversorgungs-systems. "Der EEBus spielt als elektrische Infrastruktur im Haus der Zukunft eine wichtige Rolle", so Bernhard Dörstel, Busch-Jaeger Elektro GmbH. "Nur mit dieser Infrastruktur können die ganz verschiedenen Gewerke und Anwendungen im Haus energetisch miteinander verbunden werden."

Smart Wheels – Herausforderung für Stadtwerke und Batteriehersteller

Welche Herausforderungen Elektromobilität an die Infrastruktur von Stadtwerken stellt, legte Christian Becker, Stadtwerke Aachen AG (STAWAG), dar. Diese liegen besonders in der Bereitstellung der notwendigen Netzinfrastruktur, der Netzintegration durch Entwicklung und Bereitstellung einer bedarfsorientierten Ladestruktur sowie in der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Über neue Trends in der Batterietechnologie referierte Dirk Uwe Sauer vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen. Für ihn steht fest: "Es ist nicht die Frage, ob Elektroautos kommen, sondern nur wann es wie viele geben wird."

Fazit der abschließenden Podiumsdiskussion, an der Peter Asmuth, STAWAG, Wolfgang Steiger, VW AG, Michael Lucke, Allgäuer Überland Werk und Rainer Stock vom Verband kommunaler Unternehmen teilnahmen: "Die Integration der Elektromobilität in das Internet der Energie stellt nicht nur Energieversorger vor große Herausforderungen. Diese zu meistern lohnt sich, denn erst mit der Integration der Elektrofahrzeuge in das intelligente Netz lässt die Elektromobilität ihr volles Potenzial entfalten." Diskussionsleiter Volker Stich resümiert: "Smarte Netze und intelligente Elektromobilität sind in Zukunft notwendig um eine sichere, effiziente und klimaverträgliche Vernetzung und eine umweltfreundliche Mobilität zu gewährleisten."

Weitere Informationen zu Smart Watts unter: www.smartwatts.de

 


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