Simulation: MSC Apex jetzt in Version Cheetah

MSC Software, Anbieter von Simulationslösungen und -dienstleistungen, hat eine neue Version von MSC Apex Cheetah vorgestellt. MSC Apex ist eine erst 2014 eingeführte rechnergestützte Plattform für die Entwicklung von Simulationsanalysen (Computer Aided Engineering - CAE). Die neue Version bringt neue Features für die Modellierung und Berechnung.

MSC gibt den Versionen von MSC Apex keine Versionnummern, sondern Namen (ähnlich wie Android). Laut Unternehmen sind das symbolische Namen aus der Spitze der Nahrungskette (englisch: apex predator). In der kurzen Historie des Programms ist dies nun nach „Arctic Wolf“ und „Black Marlin“ „Cheetah“. Was ist neu an Cheetah – zu deutsch Gepard?

Geometriebereinigung und Vernetzung

Laut einer aktuellen Umfrage unter führenden Fertigungsunternehmen verbringen 55 Prozent der Ingenieure mehr als 40 Prozent ihrer Zeit mit der Geometriebereinigung und Vernetzung. MSC Apex Modeler bietet Funktionen, die diesen CAD-to-Mesh-Prozess verbessern sollen. Im neuen Cheetah-Release kommt ein Werkzeug für die Geometrieprüfung hinzu, das Fehler in der importierten CAD-Geometrie findet. Das automatische Verbinden von Mittelflächen ist noch robuster und das Menü für das Geometrie-Defeaturing wurde überarbeitet, so dass der Anwender mehr Möglichkeiten bei der Auswahl der Features hat, die entfernt werden sollen. Die Netzqualität kann angezeigt und automatisch oder interaktiv nach benutzerdefinierten Kriterien verbessert werden. Während die vorherige Version, Black Marlin, bereits eine hohe Benutzerfreundlichkeit böte, bringe die neue Version noch mehr Produktivität und Schnelligkeit.

Solver-validierte Modellierung

67 Prozent der Ingenieure benötigen zwei bis vier Solverläufe, um eine konvergente Lösung zu erhalten. MSC Apex Cheetah verbessere den Simulationsablauf durch ein Tool, das das Modell vor der Berechnung prüft. Dieses Tool nutzt integrierte Solver-Methoden zur Prüfung der Elementqualität,  Material- und Wandstärkenzuweisung, der Teileverbindungen und korrekten Definitionen für Belastungen und Randbedingungen. Das Tool ist in das MSC Apex-Framework integriert und aktualisiert sich automatisch, wenn der Anwender das Modell ändert. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Modelle, die innerhalb der Anwendung erstellt werden, immer Solver-konform und ausführbar sind.

Darstellung von Baugruppen

Die neue Version soll auch den Simulationsablauf großer Baugruppen durch die Einführung von Baugruppendarstellungen und sogenannten „glued contact“ verbessern. Durch das Konzept der Baugruppendarstellungen kann der Anwender mehrere konfigurierte Baugruppen verwalten, um große, komplexe Baugruppen schrittweise zu definieren, zu prüfen und zu analysieren. Cheetah erlaubt den Import von Nastran Input Files (bdfs) und die Anwender können Netze, die zu keiner Geometrie gehören, im Modell verwenden.

Generative lineare Strukturanalyse

Anwender können nun Szenarien, Belastungen und Randbedingungen für linear statische und Eigenfrequenzberechungen definieren, analysieren und „postprozessen“. MSC Apex Structures kombiniert die Technologie der ‚Computational Parts and Assemblies‘ mit einem generativen Framework, das interaktive und inkrementelle Analysen ermöglicht. Mit Computational Parts and Assemblies ist die Software eine echte partbasierte Lösung, bei der jedes Teil vorab berechnet und unabhängig gespeichert werden kann. Dieser Ansatz ist besonders effizient, wenn er mit dem Apex-Framework kombiniert wird, da die Solver-Ausführung nur Teile neu berechnet, die seit der letzten Solver-Ausführung geändert wurden. Diese neue Solver-Architektur ist besonders für Vergleichsstudien sehr effizient.

„Cheetah ist eine Meilensteinversion für MSC Apex. Nun ist erstmals der Solver für eine interaktive und inkrementelle Strukturanalyse integriert“, sagte Hugues Jeancolas, Produktmanager MSC Apex. „Die Modellierung, Validierung, Berechnung und Bewertung von Designs war noch nie so effizient und einfach. MSC Apex hilft den Anwendern, die Zeit, die normalerweise zum Erstellen und Validieren von Modellen benötigt wird, zu verringern, da diese Aufgabe keinen Wertgewinn für den Design-Prozess darstellt. Dies ermöglicht es unseren Anwendern, sich auf die Lieferung von nicht nur akzeptablen, sondern optimalen Designs zu konzentrieren - und das in einer Umgebung, die Spaß macht.“

 

  • Neu integriert ist Apex Structures. Structures erweitert den Modeler zu einer vollständig integrierten und generativen Lösung für die Strukturanalyse.
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