Simulation: Digitaler Zwilling als Engineering-Dienstleistung

Maschinen und Anlagen zukunftssicher und optimal auf Anwendungen auszulegen, erfordert Zeit, Erfahrung, und es ist ein intensiver Engineering-Prozess. Um die Entwicklungszeit zu verkürzen und die Maschine möglichst schnell funktionssicher auf den Markt zu bringen, werden beim Automatierungsspezialisten Baumüller Softwaretools für Simulationen wie zum Beispiel MapleSim und Matlab/Simulink als Engineering-Dienstleistung angeboten.

Auf der SPS IPC Drives 2017 in Halle 1 an Stand 560 zeigt Baumüller am Beispiel einer Automatisierungslösung für Servopressen wie durch Modellbildung und Simulation die optimalen Antriebs- und Automatisierungskomponenten für verschiedene Maschinen ausgelegt und simuliert werden. Dies ist durch die Erstellung eines digitalen Zwillings möglich, der das zu erwartende Maschinenverhalten schon im Entwicklungsstadium abbildet, obwohl die Maschine real (noch) nicht vorhanden ist. Damit verringert sich neben der Entwicklungszeit auch der Aufwand für die Inbetriebnahme deutlich. Softwarefunktionalitäten und Regler-Algorithmen können schon frühzeitig an der virtuellen Maschine getestet werden. Damit werden konstruktive und systematische Fehler früh erkannt und bereinigt.

Baumüller unterstützt Maschinenbauer auch in der modellbasierten Auslegung des elektrischen Antriebsstranges. Die Daten dieser Modelle werden dem Hersteller in der Projektierungsphase für die neue Maschine zur Verfügung gestellt. Die durch die Simulation gewonnenen Modelle helfen dem Maschinenhersteller während der Konstruktionsphase einer neuen Maschine. Die Modellbildung und die Simulation führen zu einer schnelleren Time-to-Market sowie einer höheren Effizienz und Qualität. Baumüller bietet ebenfalls Engineering-Dienstleistung für Simulationen an und realisiert bei Bedarf für seine Kunden z.B. für Pressen die komplette Maschinenauslegung basierend auf den Modelldaten der geplanten Maschine. Baumüller ist damit in allen Phasen der Umsetzung ein kompetenter Partner für den Maschinenbauer.

Simulierte Anwendungsoptimierung

Nach Fertigstellung der Maschine kann das Modell auch zur Optimierung des Produktionsprozesses verwendet werden. Dabei können die Experten das Zusammenspiel verschiedener Maschinenkomponenten simulieren und Verbesserungspotentiale erkennen. Der Kunde profitiert neben signifikant verkürzten Entwicklungszeiten auch von einer schnelleren und einfacheren Inbetriebnahme.

Alles in allem ermöglicht die Modellbildung und Simulation dem Maschinenbauer einen effizienteren und qualitativ verbesserten Entwicklungsprozess.

Bild: 3D- Simulation des auf der SPS IPC Drives 2017 ausgestellten mechanischen Modells einer Servopresse und die dazugehörigen Simulationsergebnisse. 

 

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