25.07.2010 – Kategorie: Fertigung & Prototyping, Hardware & IT, Marketing

Siemens PLM Software präsentiert erste Cloud-basierte Qualitätsmanagement-Lösung

Tecnomatix Quality Software auf der Windows Azure-Plattform ist eine von mehreren gemeinsamen Projekten mit Microsoft mit dem Ziel, den PLM-Kundennutzen durch Cloud Computing zu erhöhen.

Siemens PLM Software und Microsoft haben zusammen die industrieweit erste Cloud-basierte Qualitätsmanagementlösung entwickelt. Die Anwendung nutzt Microsofts Windows Azure Cloud-Plattform, um die Siemens PLM Software Dimensional Planning and Validation (DPV)-Applikation auszuführen. Dabei zeigt sich: Über Cloud Computing können Qualitätsmanagement-Applikationen umgesetzt werden, die kosteneffizient sind und eine Skalierung "nach Bedarf" ermöglichen.

DPV ist ein wichtiger Bestandteil der Tecnomatix Software Suite für digitale Fertigungslösungen. Es handelt sich um das erste PLM-basierte "closed loop"-System, das das Sammeln, das Management, die Analyse und das Reporting von Qualitätsmanagementinformationen in direktem Austausch mit Produktionsdaten ermöglicht. Tecnomatix DPV nutzt dafür die PLM-Software Teamcenter. Mit der Lösung können Anwender reale Produktionsinformationen nutzen und mit Echtzeit-Produktionsdaten koppeln. Das erfolgt über die gleiche Oberfläche, mit der auch Produkte, Prozesse und Produktionsdaten selbst verwaltet werden.

Einige Firmen benötigen keine komplette PLM-Infrastruktur, etwa kleinere Niederlassungen oder Zulieferer. Auch sie können jedoch von der Qualitätsmanagement-Technologie profitieren. Im Rahmen der Partnerschaft können Siemens PLM Software und Microsoft gemeinsam eine Umgebung schaffen, in der Tecnomatix DPV und Teamcenter über Windows Azure in der Cloud laufen, und sie können auf die relationale Datenbank SQL AzureT zugreifen.

Das ermöglicht ihnen, Szenarien zu entwickeln und zu testen, bei denen die Vorteile der PLM-basierten Qualitätsmanagement-Lösung zum Zug kommen, ohne dass es dafür eines unternehmenseigenen IT-Systems bedarf. Sind die Ergebnisse erst validiert, steigen die Verfügbarkeit von PLM-Qualitätslösungen und die Einsatzmöglichkeiten in einer "On-Demand"-Umgebung beachtlich.

"Unternehmen können ihre Kosten für eine eigene Infrastruktur und den Support erheblich senken, wenn sie auf Windows AzureT und die Möglichkeiten von Cloud Computing setzen", sagt Sanjay Ravi, Managing Director, Worldwide High Tech & Electronics Industry bei Microsoft. "Wir sind stolz auf unsere gemeinsame Arbeit mit Siemens PLM Software auf diesem Gebiet. Wir freuen uns auf weitere Schritte, mit denen Cloud Computing sicher und einfach in die PLM-Welt übertragen werden kann."

PLM in der Cloud

Zusätzlich zum neuen DPV-Azure-Projekt arbeitet die Firma auch auf anderen Gebieten eng mit Microsoft zusammen, um das Thema Cloud Computing voranzubringen. So wurde zum Beispiel auf der Siemens PLM Connection User Conference am 28. Juni ein Cloud-Szenario auf der Windows Azure-Plattform für die Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung und den automatischen Austausch über 3D-Produktinformationen gezeigt. Dabei wurde mit dem Standard JT-Datenformat und PLM XML gearbeitet. Der Austausch fand zwischen einem OEM-Hersteller und seinen Lieferanten statt.

"Wir glauben an die Möglichkeiten und das Potenzial von Cloud Computing. Wenn ein solches System richtig eingesetzt wird, kann es bedeutende Auswirkungen für die PLM-Industrie haben", sagt Chuck Grindstaff, Executive Vice President of Products and Chief Technology Officer bei Siemens PLM Software.

Mehr unter www.siemens.com/plm  und www.siemens.com/industryautomation


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