Immer rasantere Filmaufnahmen, immer höher aufgelöste Bilder – mit dem digitalen Fortschritt in Studios von Produktionsfirmen und TV-Sendern steigen die Anforderungen an Qualität und Sicherheit der Ausrüstung. Egripment, Hersteller von Kamera-, Schienen- und Kransystemen, setzt bei der Bremstechnik auf hydraulische Sicherheitsstoßdämpfer von ACE.
Kräne, Dollys und Schienensysteme verfügen jetzt über Sicherheitsstoßdämpfer anstelle von Gummipuffern in den Endpositionen der Schienen.
(Bild: Egripment)
Solider Support an jedem Set“ lautet das Qualitätsversprechen von Egripment, einem weltweit tätigen Unternehmen, das auf die technische Ausrüstung von Film- und TV-Teams sowie auf entsprechende Dienstleistungen spezialisiert ist. Die Mischung aus Hightech und Services untermauern die niederländischen Experten durch eine lebenslange Garantie auf ihre Kamerawagen, Schienen- und Kransysteme.
So verwundert es nicht, dass Lösungen von Egripment bei TV-Shows und -Events sowohl an Außensets als auch in Studios zu finden sind. Das Unternehmen liefert zum Beispiel stehende und hängende Schienenkonstruktionen und dazu passende fernsteuerbare Kamerawagen, sogenannte Dollys. Zu weiteren Vorteilen, die der Hersteller an jedem Filmset mit seinem technischen Gerät beisteuern kann, gehört auch das konstruktionstechnische Know-how. Dieses ist notwendig, weil Produktionsfirmen und Sender auf die Zunahme an bewegten Bildern im weltweiten Mediengebrauch sowie auf den technischen Fortschritt durch immer bessere Digitalbilder für den kommerziellen und den Privatnutzen mit mehr Professionalität von A bis Z antworten müssen.
Die Neukalibrierung eines Dollys kann Tage dauern
Rick Velthof, weltweit tätiger Vertriebsleiter von Egripment, illustriert die Anforderungen, die an die Konstruktionen gestellten werden, durch diesen Vergleich: „Während es vor nicht allzu langer Zeit noch möglich war, Kamerafahrten durch elektronisch gesteuerte Stopps zu beenden und den ferngesteuerten Kameradolly auf dem Schienensystem in den Endlagen mittels Gummipuffern zu sichern, sind die heutigen Geschwindigkeiten in den Studios oder bei Sportsendungen für diese Art von Sicherheitselementen zu hoch. Das gilt auch für die von Aufnahme- und Abspielgeräten erzielbare Auflösung, die bei 8K liegt. Unter diesen Bedingungen kann es sich kaum eine Produktion leisten, einen durch Fehlbedienung oder Stromausfall in die Gummipuffer gerauschten und davon wieder abprallenden Kamerawagen zeitaufwändig neu mit dem Rest der Ausstattung wie den Kontrollmonitoren und dem Lichtsystem zu kalibrieren, zumal dies in Einzelfällen bis zu drei Tage dauern kann.“
Zu solchen nicht hinzunehmenden Ausfallzeiten im visuellen Bereich gesellen sich auditive Aspekte, weil die Abbremsbewegungen von den meisten Servomotoren und besonders von Gummipuffern nicht geräuschlos sind und die Toningenieure bei ihrer Arbeit stören. Die größte Beachtung gilt der Verhinderung von noch kostspieligeren Schäden, falls Dolly und Kamera bei einer Karambolage am Ende des Schienenwegs ernsthaft beschädigt werden. Zur Vermeidung von dieser Art von Unfällen am Set hat sich das Team von Egripment den Markt der Sicherheitsprodukte in der Lineartechnik angesehen und wurde auf ACE Stoßdämpfer aus Langenfeld aufmerksam. Zum einen durch die Onlinepräsenz und das große Angebot der Lösungen im Bereich der Dämpfungstechnik, zum anderen durch die persönliche Präsenz des Vertriebsteams in den Niederlanden.
Sicherheitsstoßdämpfer für hydraulische Dämpfung nach Maß
„Zu dem guten Eindruck, den wir bereits auf der niederländischsprachigen Homepage von ACE hatten, kam die Reaktionsschnelligkeit und Bereitschaft von Ralf Küppers im technischen Außendienst des Unternehmens, uns kurzfristig zu besuchen, sich die Konstruktion genau anzuschauen und uns dafür eine perfekt passende hydraulische Dämpfungslösung anzubieten“, berichtet Rick Velthof.
Beim Einsatz von Sicherheitsstoßdämpfern wird die Masse beim Aufprall durch eine konstante Widerstandskraft über den gesamten Hub sanft gestoppt. Die Last wird in kürzester Zeit abgebremst, wodurch sich schädliche Kraftspitzen und Stoßschäden an Maschinen und Anlagen vermeiden lassen.
(Bild: ACE Stoßdämpfer)
Im nordholländischen Nederhorst den Berg, in unmittelbarer Nähe von Hilversum, das durch die TV- und Radiostation international bekannt ist, machte sich Ralf Küppers dank der Egripment-Techniker mit deren verschiedenen Schienensystemen und Dollys sowie mit den Eckdaten hinsichtlich Gewicht, Geschwindigkeit und zu fahrender Strecke vertraut.
„Als Sportfan, der die beispielsweise bei Wettbewerben mit den Schwimmerinnen und Schwimmern mitfahrenden, modernen ferngesteuerten Kameras bereits im Einsatz gesehen hatte, fuhr ich mit einer ungefähren Vorstellung von der Leistungsfähigkeit der Lineartechnik und der entsprechend dafür benötigten Verzögerungsleistung zu Egripment. Dort wurde mir klar, dass in diesem Fall alles bei einem Notstopp stoßfrei und geräuschlos verlaufen muss – und zwar schnell.“ Entsprechend nutzte er die Auslegungssoftware, gab die Eckdaten für Masse, Geschwindigkeit und Wegstrecke ein und schlug die probeweise Montage von je zwei Sicherheitsstoßdämpfern des Typs SCS33-25EU jeweils am Ende der zu Testzwecken errichteten Schienenkonstruktion vor.
Diese mit Standzeiten von bis zu 1000 Lastwechseln rein für Notstopp-Aufgaben ausgelegten hydraulischen Maschinenelemente leisten im industriellen Einsatz in Tausenden von Fällen zuverlässig ihre Dienste als letzter Mann. Einerseits zum Schutz von Linearkonstruktionen, andererseits dienen sie als Airbag für empfindliche Komponenten wie Schlitten und für die darauf angebrachten Objekte, die auf der Strecke beschleunigt werden und im Fall der Fälle beim Überfahren der Endlage unmittelbar und ohne Rückpralleffekt auf null Stundenkilometer abzubremsen sind. Es sprach also nichts dagegen, diesen auch in Portal- und Förderanlagen, Bearbeitungszentren oder Bestückungsautomaten bekannten Sicherheitskräften zu einer Premiere bei Film und Fernsehen zu verhelfen.
Stand: 16.12.2025
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Sicherheitsstoßdämpfer in edlem Design
Das Generic Track System ist so konzipiert, dass der G-Track als Basis für verschiedene Anwendungen verwendet werden kann. Es stellt die Basis für vollständig computergesteuerte Anwendungen mit wiederholter und präziser Steuerung der Dolly-Bewegungen dar.
(Bild: Egripment)
Dank ihrer kompakten Bauform mit einer Größe von M33x1,5 und des durchgängigen Gewindes ließen sich die jeweils 0,5 Kilogramm wiegenden Sicherheitselemente schnell in die Konstruktion integrieren und machen mit ihren dunklen, aus gehärtetem Stahl gefertigten Außenkörpern eine gute Figur in dem ebenfalls anthrazitfarbenen oder in Grau gehaltenen Geräteumfeld eines Filmsets.
Das Team um Rick Velthof erhält von Kundenseite gute Rückmeldungen auf die gesteigerte Sicherheit und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten durch die hydraulische Dämpfungstechnik. Diese zeigt nicht nur bei voller Kamerafahrt und maximalen Geschwindigkeiten von 0,5 Metern pro Sekunde ihre Stärken, sondern überzeugt auch am anderen Ende der Temposkala, indem die Sicherheitsstoßdämpfer mit minimal 0,02 Metern pro Sekunde im Schleichgang eingefahren werden können. Dabei baut sich im Korpus kein Staudruck auf, sodass sich das ferngesteuerte Anfahren gegen die Dämpfer linear fast wie in Zeitlupe und nahezu geräuschlos vom Team am Set vollziehen lässt. Das ist bei der heutigen, vielfach automatisierten Technik und der hohen Geräuschempfindlichkeit im Studio ein weiteres Plus gegenüber den alt aussehenden Festkörperdämpfern der Vorgängergeneration.
Der Autor Robert Timmerberg M. A. ist Fachjournalist bei plus2 in Düsseldorf.