Schunk: Zahmer Cobot-Greifer im Fokus

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Weltpremiere auf der Automatica in München: Mit dem Schunk Co-act Gripper JL1 präsentiert der Hersteller für Spanntechnik und Greifsysteme den Technologieträger einer neuen Greifergeneration speziell für die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter.
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Weltpremiere auf der Automatica in München: Mit dem Schunk Co-act Gripper JL1 präsentiert der Hersteller für Spanntechnik und Greifsysteme den Technologieträger einer neuen Greifergeneration speziell für die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter.

Der Schunk Co-Act Gripper JL1 ist der weltweit erste kollaborative Greifer, der unmittelbar mit dem Menschen interagiert und kommuniziert. Zentrale Merkmale sind eine nachgiebige Außenhaut mit abgerundeten Kanten, ein integrierter Schutz vor Werkstückverlust sowie ein LED-Panel als Kommunikationsinterface zum Menschen. Bereits in der Basisstufe erfüllt der SCHUNK Co-act Gripper JL1 die zentralen Forderungen einer sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration: Er verliert nie das gegriffene Objekt, er erkennt einen Kontakt mit dem Menschen und er verletzt unter keinen Umständen beim Greifen. Ein sicherer Antrieb ermöglicht ein breites Greifkraftspektrum und gewährleistet zugleich die funktionale Sicherheit.

Funktionale Sicherheit inklusive

Wird der Prozess beispielsweise bei einem Not-Aus unterbrochen, ist stets gewährleistet, dass das gegriffene Teil zuverlässig gehalten bleibt. Mithilfe einer Umfeld-Sensorik erfasst der Greifer kontinuierlich seine Umgebung und verarbeitet die Daten mithilfe einer integrierten Software. Kommt es zu einem unerwünschten Kontakt mit dem Menschen, wird die Greifkraft automatisch begrenzt. Mithilfe speziell entwickelter Greifstrategien und Kraftmessbacken in den Fingern stimmt der Co-act-Gripper sein Verhalten in Echtzeit darauf ab, ob das Werkstück oder womöglich eine menschliche Hand gegriffen wird. Grundlage ist die Sicherheitsrichtlinie für Industrieroboter DIN EN ISO 10218. Auch Aspekte der künftigen DIN EN ISO 20218 (Safety requirements for industrial robots) sind bereits berücksichtigt.

Vom Greifer zum Kommunikationsmittel

Darüber hinaus soll der neue Greifer ein Kommunikationsmittel zwischen der Anlagensteuerung und dem Bediener darstellen. Beispielsweise informieren LED-Leuchten und eine entsprechende Farbsystematik darüber, ob die Anlage betriebsbereit ist und ob das korrekte Werkstück gegriffen wurde. Die Pläne gehen sogar noch weiter: Künftig sollen Co-act Gripper ein komplexes Zusammenspiel unterschiedlicher Sensoren und Sicherheitsmechanismen ermöglichen. Kraftmessbacken und eine visuelle Überwachung zählen ebenso dazu wie Häute aus taktilen und kapazitiven Sensoren oder eine strombasierte Kraftregelung. Vergleichbar mit dem Menschen, der in der Regel mehrerer Sinne kombiniert, um eine Situation zu bewerten, werden Co-act Gripper künftig Informationen aus mehreren Sensorquellen bündeln und daraus ein möglichst exaktes Bild der Realität ablei-ten. Über OPC-UA-Schnittstellen werden die kollaborativen Schunk-Greifer darüber hinaus in der Lage sein, mit dem Roboter sowie mit der übergeordneten Anlagensteuerung zu kommunizieren.

 

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