Schneller backen mit schmierstofffreien Lagern

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In Hochtemperaturanwendungen wie etwa Industriebacköfen liefert der Hersteller SKF spezielle Lager mit Graphitkäfig, die eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber Standardlagern mit herkömmlicher Fettschmierung aufweisen.

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In Hochtemperaturanwendungen wie etwa Industriebacköfen liefert der Hersteller SKF spezielle Lager mit Graphitkäfig, die eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber Standardlagern mit herkömmlicher Fettschmierung aufweisen.

Wenn Lager großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind, steigt meist ihr Wartungsaufwand – inklusive entsprechender Kosten. Hinzu kommt, dass sich handelsübliche Schmierstoffe oft nur für einen begrenzten Temperaturbereich eignen. Das führt bspw. in Industriebacköfen dazu, dass sich höhere Durchsätze nicht einfach durch eine Erhöhung der Temperatur realisieren lassen. Hier können schmierstofffreie Lager von SKF Abhilfe schaffen: Mit ihrem Graphitkäfig eignen sie sich selbst für die heißesten Öfen und können dadurch zu Produktivitätssteigerungen beitragen.

Industriebacköfen laufen in aller Regel rund um die Uhr. Abgekühlt werden sie also meist nur zu Wartungszwecken. Dabei rücken natürlich auch die verbauten Lager in den Fokus, bei denen viele Erstausrüster auf vergleichsweise günstige Standardlager mit lebensmittelverträglichem Schmierfett setzen.

Solange diese Standardlager regelmäßig gewartet und entsprechende Vorgaben eingehalten werden, erfüllen sie ihre Aufgabe auch ordentlich. Allerdings streben viele Bäckereien – wie zahlreiche andere Branchen auch – danach, ihre Instandhaltungspläne zu straffen, um letztlich Effizienz und Marge des Unternehmens zu optimieren. Das ist für den Bäckereisektor angesichts des kräftigen Kostendrucks durch die großen Lebensmitteleinzelhändler besonders relevant.

Ein Ansatz zur Effizienzsteigerung besteht darin, die Öfen bei höheren Temperaturen zu betreiben und dadurch den Backvorgang zu beschleunigen. Dabei wird der Ofen jedoch zwangsläufig stärker beansprucht, was wiederum häufigere Wartungsarbeiten erfordert. Und die können dazu führen, dass sich der temporär erhöhte Durchsatz wegen der zusätzlichen Wartungsarbeiten und vermehrten Stillstandszeiten im Endeffekt gar nicht rentiert.

Vorteile für den Backvorgang

Um einer solchen „Zwickmühle“ zu entkommen, hat SKF spezielle Hochtemperaturlager entwickelt. Diese versetzen ihre Anwender in die Lage, die Produktivität zu steigern – indem sie dazu beitragen, den Durchsatz zu erhöhen und die Öfen länger unterbrechungsfrei laufen zu lassen, was zugleich die Stillstandszeiten und Wartungskosten minimiert.

Der entsprechende Lösungsansatz basiert auf einer Schmierung per Graphit: Im Betrieb werden von einem entsprechenden Käfig kleinste Mengen an Graphitpulver abgerieben. Daraus resultiert quasi eine spezielle Art der „Minimalmengenschmierung“, die den Kontakt zwischen Metall und Metall verhindert. Zwar nutzt sich ein solches „Opfer-Schmiersystem“ im Laufe der Zeit ab, damit während des Gebrauchs immer ausreichend Schmierstoff zur Verfügung steht. Aber andererseits können die Lager dank dieses Konzepts – ohne manuelle Nachschmierung – problemlos bei Dauergebrauchstemperaturen von bis zu 350 °C betrieben werden. Und das sorgt unter dem Strich für deutlich geringere Instandhaltungskosten, wie u. a. der Waffelhersteller Lance Canada Ltd. festgestellt hat (vgl. http://t1p.de/SKF-Hochtemperaturlager).

Zu diesem Zweck machen die SKF Hochtemperaturlager mit Graphitkäfig – wenn man so will – aus der Not eine Tugend: Während die große Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit im Ofen jeden „normalen“ Schmierstoff stark strapazieren, sind derartige Bedingungen für ein Lager mit Graphitschmierung geradezu ideal. Denn eine gewisse Luftfeuchtigkeit verbessert sogar noch die Schmierungseigenschaften des Graphits. Und da selbst Temperaturen von bis zu 1.000 °C den Graphit vollkommen „kalt“ lassen, können die Öfen heißer betrieben werden, als es mit herkömmlichen Schmierstoffen möglich wäre. Dadurch lässt sich der Durchsatz der Öfen steigern.

Vorteile für das Unternehmen

Diese speziellen Hochtemperaturlager mit Graphitkäfig weisen die gleichen Hauptabmessungen wie fettgeschmierte Standardlager auf, sodass für ihren Einsatz keinerlei konstruktive Änderungen erforderlich sind. Natürlich bietet SKF diese Technologie aber auch für maßgeschneiderte Sonderlösungen an.

So oder so minimieren die SKF Lager den Wartungsaufwand ihres Anwenders erheblich. Zur Orientierung: Ein typischer industrieller Backofen für Waffeln muss etwa alle vier Monate gewartet werden. Dabei gilt es, rund 1.000 „konventionelle“ Lagerstellen pro Ofen nachzuschmieren. Derartig zeitintensive Arbeiten kann man sich mit den Hochtemperaturlagern von SKF sparen. Das gilt umso mehr, als die Lager auch noch dazu beitragen, die bisher üblichen Wartungsintervalle zu verlängern. Beides zusammen entlastet die Instandhaltungsteams von mühseligen Routineaufgaben und schafft dadurch Freiräume für zukunftsträchtigere Tätigkeiten – etwa zur weiteren Steigerung der Maschinenleistung. Auch dies kommt im Endeffekt der Gesamtrentabilität des Unternehmens zugute.

Abgesehen davon senken die graphitgeschmierten SKF Hochtemperaturlager das Risiko von Kontaminationen durch Schmierfette und erhöhen damit die Lebensmittelsicherheit. Außerdem bergen selbst lebensmittelverträgliche Schmierstoffe den Nachteil, dass einige ihrer Reste bei einem bevorstehenden Nachschmier-Vorgang zunächst von den verbauten Lagern entfernt werden müssen. Bei einer großen Anlage können dadurch enorme Mengen an verschmutzten Putzlappen anfallen, die letztlich verbrannt werden müssen. Insofern profitiert auch die Umwelt von der lebensdauergeschmierten SKF-Lösung.

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