Schmersal: Safety mit System

Schmersal stellt auf der SPS IPC Drives 2012 ein neues Safety-System vor; das Unternehmen sieht darin einen wichtigen Schritt auf dem Weg vom Komponenten- zum Systemanbieter für Maschinensicherheit.


Ein komplettes Geräteprogramm schaffe die Verbindung von der Feldebene – also den Sicherheits-Schaltgeräten – auf die übergeordnete Steuerungsebene. Dabei kann der Anwender zwischen den Steuerungskonzepten „Safety integrated“ und „Safety separated“ wählen. Basis ist das umfassende Programm an Sicherheits-Schaltgeräten mit integrierter AS-Interface-Safety-at-Work-Schnittstelle  (AS-i Safety). Diese kann über verschiedene Master-Monitor-Kombinationen und Safety Gateways die Schaltgeräte direkt an übergeordnete Steuerungssysteme anbinden. Auf diese Weise werde aus einer Verknüpfung der Feld- mit der Steuerungsebene ein Sicherheitssystem.


Mit einer von der Standard-Steuerung getrennten Sicherheitssteuerung („Safety separated“) lassen sich Master-Monitor-Kombinationen mit unterschiedlichen Feldbusschnittstellen wie Profibus, Profinet, Ethernet/IP und ModbusTCP umsetzen. Nicht sicherheitsgerichtete Signale werden ebenfalls über die Master-Monitor-Kombinationen übertragen und an die Standardsteuerung weitergegeben. Damit stehen beispielsweise im Falle einer Störung oder bei der Auswertung von Betriebszuständen umfassende Informationen zur Verfügung.


Ist die Maschine jedoch mit einer Sicherheitssteuerung ausgestattet, die sowohl betriebsmäßige als auch sichere Signale verarbeitet („Safety Integrated“), dafür bietet das neue System Safety-Gateways. Sie sind für zwei AS-i Kreise ausgelegt und übertragen bis zu 60 sichere Ein-/Ausgänge über einen sicheren Feldbus an die Safety-Steuerung. Die Signale für Betrieb und Diagnose werden ebenfalls an die übergeordnete Steuerung übertragen und können dort entsprechend ausgewertet werden. Auch eine Vorverarbeitung der sicheren Signale im Safety-Gateway ist möglich.


Beide Arten des Schmersal Systems bieten dem Maschinenbauer deutliche Vorteile. Die Anbindung der Sicherheits-Schaltgeräte an die Steuerungsebene ermöglicht beispielsweise eine schnelle Montage und Installation der Komponenten im Sicherheitskreis. Zudem ist es nahezu ausgeschlossen, dass bei der Installation Fehler auftreten. Auch die Konfiguration der gewünschten bzw. benötigten Parameter wird vereinfacht, weil sie über den AS-i Sicherheitsmonitor erfolgt.


Aus Sicht des Anwenders hat das Schmersal System den Vorteil, dass ein einmal installiertes System jederzeit verändert oder erweitert werden kann. Das gilt für die Erweiterung mit zusätzlichen Sicherheits-Schaltgeräten und für die Konfiguration der Schaltgeräte – Sicherheitsverknüpfungen, Stop-Kategorie, Filterzeiten …). Der Anwender bleibt flexibler und kann Sicherheitsfunktionen an veränderte Anforderungen anpassen.


Schmersal bietet das neue System als Komplettlösung. Neben unterschiedlichen Master-Monitor-Kombinationen und Safety-Gateways, die sich sowohl durch die Anbindung an verschiedene Feldbussysteme sowie die Anzahl der Sicherheitskreise und der Ein- und Ausgänge unterscheiden, gehören auch Bausteine für die sichere Drehzahlüberwachung und Netzteile zum Programm, ebenso das nötige Zubehör wie Busverteiler, Busleitungen und M12-Verbindungsleitungen.


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