Die Energiewende führt zu dezentralen und volatilen Einspeisungen und bidirektionale Energieflüsse werden zur neuen Norm. Für Betreiber und Planer steigt damit der Bedarf an flexiblen, stabilen und sicheren Systemen. Der Schaltschrank wird zur zentralen Schnittstelle für Erzeugung, Steuerung und Nutzung von Energie.
Die neuartigen Messleisten realisieren auf kleinstem Bauraum verschiedene Ansätze, um die Messsignale gebündelt einzusammeln, zu verarbeiten und an eine zentrale Stelle weiterzuleiten.
(Bild: Wöhner)
Die Energiewende verändert die Stromlandschaft grundlegend: Statt weniger zentraler Großkraftwerke – etwa auf Kohlebasis – speisen heute tausende dezentrale Anlagen wie Photovoltaik, Windräder und Batteriespeicher ins Netz ein. Dadurch wird die Einspeisung volatiler und die Energie zunehmend bidirektional durch die Verteilnetze geleitet. Für Betreiber und Planer des Energieverteilungsmarkts bedeutet das nicht nur eine andere Lastkurve, sondern höhere Anforderungen an Flexibilität, Netzstabilität und intelligente Steuerung – vom Schutz- und Schaltkonzept bis zur Resilienz. Es gilt, schwankende Netzqualitäten zu handhaben, Normkonformität sicherzustellen und höhere Strombelastbarkeiten einzuplanen.
Schaltschrank als zentrale Schnittstelle
Die MIEZ Poweranalyser bieten umfangreiche Auswertemöglichkeiten und einen integrierten Speicher.
(Bild: Wöhner)
Eine bessere Steuerung der Energie hat dabei das Potenzial, Stromkosten mittelfristig zu senken und so zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland beizutragen, so das Ergebnis einer Studie der Beratungsfirma BCG, die vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Auftrag gegeben wurde. Ein schneller Ausbau würde dieses Einsparpotenzial zügig realisieren. Wöhner ist davon überzeugt, dass der Schaltschrank so zur zentralen Schnittstelle zwischen dezentraler Erzeugung, sicherem Management und effizienter Nutzung wird.
Neue Anforderungen an den Schaltschrankbau
Für den Schaltschrankbau heißt das: Komponenten müssen platzsparend, modular, digital anschlussfähig und servicefreundlich konzipiert sein, um dynamische Einspeisungen, bidirektionale Fließrichtung und erhöhte Überwachungsanforderungen zu unterstützen. Hier bedarf es Innovationsfähigkeit seitens der Produktentwicklung und in der Fertigung, um diese sich im Wandel befindlichen Technikanforderungen bedienen zu können. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sind eine robuste Bauweise sowie geringer Wartungsaufwand entscheidend, damit Produkte möglichst lange störungsfrei funktionieren.
Leistungsstarkes Rückgrat für dezentrale Verteilnetze
Im Umgang mit den gestiegenen Anforderungen an moderne Energieverteilsysteme ergeben sich einige richtungsweisende Leittechniken. Dabei baut Wöhner auf erprobte Technik und entwickelt zeitgemäße Funktionalitäten weiter, sodass Planern und Installateuren ein durchdachtes, skalierbares Fundament zur Verfügung steht.In der Systemwelt von Wöhner ist 185Power die erste Sammelschiene auf 185 Millimetern, die in einem modularen, aufeinander abgestimmten System arbeitet. Diese Lösung zeichnet sich insbesondere für den optimalen Einsatz für die Niederspannungshauptverteilung mit Stromstärken bis zu 2500 Ampere (in der Einspeisung bis 1600 Ampere) und einer Eignung für 800-Volt-Netze aus. Damit kann das System die Netzansprüche unter anderem für Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und den Trafostationsbau sicher und passgenau bedienen, was es zu einem Eckpfeiler des Stromnetzausbau macht. Es bietet hohe Versorgungssicherheit und lässt sich problemlos aufrüsten, sollten sich die Anforderung künftig wandeln.
Den Herausforderungen des Netzausbaus begegnen
Hinter Infrastruktur wie Photovoltaikanlagen muss jedoch grundlegende Technik installiert sein, um mit einer stärker schwankenden Netzqualität umzugehen und Stabilität herzustellen. Dies verlangt schlicht mehr Messpunkte, schnellere Daten und verlässliche Werte direkt aus dem Schaltschrank.Mithilfe von Informationen über Fließrichtung, Angebots- und Nachfrageschwankungen lassen sich rechtzeitig Anpassungen in der Stromverteilung vornehmen und zu einer effizienten Nutzung der Energieinfrastruktur beitragen. Mit digitalisierten Produkten aus der Mess- und Monitoringtechnik der MIEZ-Serie leistet Wöhner einen wichtigen Beitrag, um die Datenbasis zu verbessern und die Energieverteilung greifbar und damit steuerbar zu machen. Verschiedene Module für die Fronttafel oder die Tragschiene bedienen eine individuelle Informationstiefe und sorgen für mehr Transparenz im Schaltschrank. Die MIEZ Poweranalyser bieten dabei umfangreiche Auswertemöglichkeiten und einen integrierten Speicher. Über Feature-Upgrades lassen sich zusätzliche Funktionen ergänzen. Für die Phase des Netzausbaus und darüber hinaus wird die intelligente Überwachung des Schaltschrankes von entscheidender Bedeutung sein, um mit den Entwicklungen im Netz Schritt zu halten.
Leistung und Flexibilität für Unternehmen
Das CrossBoard 800A deckt als globaler Standard vielfältige Einsatzmöglichkeiten ab.
(Bild: Wöhner)
Für industrielle Anwender, die sich für die Elektrifizierung rüsten wollen, kann der Ausgangspunkt im Schaltschrankbau demnach ein geeignetes Basissystem, beispielsweise das CrossBoard 800A von Wöhner sein, das als globaler Standard vielfältige Einsatzmöglichkeiten abdeckt. Es bietet maximale Sicherheit unter anderem durch integrierten front- und rückseitigen Berührungsschutz sowie Kompaktheit bei einer Systemhöhe von 200 Millimetern für eine Energieverteilung bis 800 Ampere mit Zertifizierungen nach IEC und UL.Im Vergleich zum Erstmodell 250A erweitert das CrossBoard 800A die Systemwelt erheblich und fügt nochmals Funktionalität hinzu, wodurch nun Applikationen von der Steuerungs- und Automatisierungstechnik bis hin zu großen Energieverteilungen abgedeckt werden können. Die größere Einsatzbandbreite reagiert auf Anforderungen des Marktes und ermöglicht Betreibern, ihre Systeme zukunftsfähig und flexibel aufzubauen.Die CrossLink-Technologie von Wöhner sorgt dafür, dass Kontaktierungen und Komponenten systemübergreifend kompatibel bleiben. Dies ist ein wichtiges Merkmal, um Bestandsanlagen schrittweise zu modernisieren und neue Mess- oder Kommunikationsmodule nahtlos zu integrieren.
Stand: 16.12.2025
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Schaltschränke als aktive Bausteine des Energiemanagements
Effizientes Energiemanagement verlangt von Unternehmen, Schaltschränke nicht als rein passive Verteilpunkte wahrzunehmen, sondern als aktive Bausteine. Nur wer modular, mess‑ und kommunikationsfähig sowie serviceorientiert denkt, kann den Anforderungen dezentraler und bidirektionaler Energieflüsse gerecht werden. Wöhner ebnet diesen Weg mit Lösungen, die auch in Zeiten von Fachkräftemangel schnell und flexibel eingerichtet sowie jederzeit ergänzt werden können.Die Interoperabilität von Modulen schafft dabei die Voraussetzung, neue Komponenten in bestehende Netze einzubinden oder etwa die Messfunktionen auszuweiten. Entscheidend bleibt die Verzahnung von Hardware, Software und aktuellen Messdaten. So kann eine integrierte und intelligente Schaltschranklösung maßgeschneidert entwickelt werden, die mit den Bedürfnissen von Unternehmen mitwachsen kann.
Klaus Pflüger ist Director Key Account Management bei Wöhner.