Rückblick: Digital Factory

Leider kein Basar Von insgesamt 241.000 Besuchern der HANNOVER MESSE kamen über 45.000 wegen der Digital Factory, davon 12.600 aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Konstruktion. Dies berichtet die Deutsche Messe. Mit den Gastfirmen ASCAD, INTEC und SCHOTT Systeme waren auch der WIN-Verlag und das DIGITAL ENGINEERING Magazin auf der Digital Factory erfolgreich vertreten. Das Bochumer Systemhaus ASCAD zeigte zum Beispiel eine Multi-CAD/PDM/Logistik-Integration mit Teamcenter von UGS und der ASCAD-Lösung MAP: Die Integrationslösung kann ein Projekt mit allen Dokumenten abbilden und standortübergreifende Informationsprozesse steuern. Sie sorgt zudem für den gesicherten Datenaustausch zwischen Zulieferern und Kunden und kann darüber hinaus in Logistik, Vertrieb, Einkauf und Fertigung eingebunden werden. Die Firma INTEC International präsentierte in diesem Jahr Lösungsansätze im Bereich IT-gestützte Service-Management-Systeme, unter anderem Angebote im Bereich Rufbereitschaft/Fernwartung, eine Außendienstlösung für Service-Mitarbeiter, eine Außendienstanbindung mit UMTS und das Dokumentenmanagement-System ELO. Das Organisationswerkzeug „Business-Modul“ stellte SCHOTT Systeme den Standbesuchern vor. Hiermit können Ideen und Strukturen festgehalten, geordnet und verwaltet werden. Kombiniert mit dem CAD-/Grafiksystem Pictures by PC lassen sich prozessorientierte Darstellungen mit 2D- und 3D-Elementen generieren. Trotz interessanter Messekontakte und gehobener Konjunkturstimmung markiert Hans-Joachim Schott, Geschäftsführer von SCHOTT Systeme, aber auch einige kritische Punkte. Das PLM-Konzept der Digital Factory hält er für nicht tragfähig und würde sich auf der Messe eine viel breitere Palette von CAx-Ausstellern wünschen: „Die Messe muss das computergestützte Engineering vom Entwurf bis zum Fräsen in den Mittelpunkt stellen.“ Vom ERP-System über die Engineering-Software bis hin zur Fertigungs- und Maschinensteuerungssoftware müsste die Prozesskette der C-Techniken für den Messebesucher abgebildet werden. Denn in diesem Bereich gebe es noch genug ungelöste Probleme. Wenn es gelänge, die wichtigen Anbieter zu versammeln, könnten diese auch das Geschäft untereinander, die so wichtige Netzwerkarbeit viel intensiver suchen. Was Schott vermisst, ist ein offeneres, kommunikativeres Messeklima, in dem jeder mit jedem Geschäfte macht, feilscht, auch weiter vermittelt, wie auf einem lebendigen Basar. In diesem Jahr wurden übrigens erstmalig geführte Messebegehungen angeboten, an 25 Touren beteiligten sich über 140 Teilnehmer. Der Gemeinschaftsstand technische Dokumentation ist inzwischen ein fester Bestandteil der Digital Factory. Dieser soll im Zuge der weiteren Internationalisierung der Wirtschaft an Bedeutung gewinnen.

Mehr unter www.hannovermesse.de


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