Rohstoff der Zukunft: Patentfähige Innovationen fördern

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Entwicklungen aus dem Hightech-Bereich etablieren sich immer mehr als Schlüssel für die Industrie von morgen. Im internationalen Vergleich rangiert Deutschland jedoch nur im Mittelfeld. Hierzulande betätigen sich vor allem junge Start-up-Unternehmen auf hochmodernen technologischen Handlungsfeldern. Mit insgesamt über 17.500 Beschäftigten [1] stellen sie einen beständig wachsenden Wirtschaftsfaktor dar. Was die Entwicklung noch ausbremst.

Entwicklungen aus dem Hightech-Bereich etablieren sich immer mehr als Schlüssel für die Industrie von morgen. Im internationalen Vergleich rangiert Deutschland jedoch nur im Mittelfeld. Hierzulande betätigen sich vor allem junge Start-up-Unternehmen auf hochmodernen technologischen Handlungsfeldern. Mit insgesamt über 17.500 Beschäftigten [1] stellen sie einen beständig wachsenden Wirtschaftsfaktor dar. Was die Entwicklung noch ausbremst.

Die jungen Unternehmen treiben gezielt Digitaltechnologien auf Basis von künstlicher Intelligenz voran. „Gründungen in der Spitzentechnologie drücken neben unternehmerischer Tatkraft immer auch den Mut aus, durch die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Generierung von Steuergeldern gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, betont Dr. Heiner Pollert, CEO der Patentpool Group. Der Förderung patentfähiger Entwicklungen sowie der Investition ins Erfinderwesen kommt daher eine wichtige Rolle als Triebfeder von Fortschritt und Innovation zu. Als rohstoffarmes Land ist Deutschland in besonderem Maße auf gute Ideen und Kreativität angewiesen.

Unternehmerische Leistung anerkennen

In Sachen Zukunftstechnologie zeichnet sich Deutschland seit jeher durch eine ausgeprägte Innovationsfähigkeit sowie großen Ideenreichtum aus. Fast drei Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes fließen in die Unterstützung von Forschung und Entwicklung. Zudem will die Bundesregierung in den kommenden Jahren drei Milliarden Euro zusätzlich in die Erforschung der künstlichen Intelligenz investieren. Allerdings konzentriert sich die nationale Wirtschaftspolitik hierbei bislang vor allem auf öffentliche Einrichtungen, etwa die großen Forschungsinstitute oder Universitäten. Obwohl deutsche Unternehmen jährlich 62 Milliarden Euro in interne Innovationen investieren und somit die Fortentwicklung der Spitzentechnologien maßgeblich vorantreiben, stehen sie bislang weniger im Fokus der Entwicklungsförderung.[2] „In der Hightech-Branche engagieren sich vor allem Start-ups. Diese erweisen sich häufig als äußerst dynamisch, skalierbar und Erfolg versprechend. Junge Geschäftsleute etablieren oftmals neue Kulturen der Arbeit, bieten ihren Mitarbeitern dabei attraktive Bedingungen, schaffen gut bezahlte Jobs. Ihr immenses wirtschaftliches und gesellschaftliches Potenzial sollte entsprechend gewürdigt werden“, fordert Pollert.

Viel Luft nach oben

Verglichen mit anderen Staaten befindet sich Deutschland in Sachen Start-up-Kultur im Mittelfeld: Bezogen auf die Zahl der KI-Start-ups pro 1.000 Unternehmen liegt die Bundesrepublik weltweit nur an neunter Stelle, – Israel, die USA und Finnland belegen hier die vorderen Positionen. Pro eine Million Einwohner kommt Deutschland gar nur auf Platz zehn.[3] Privatwirtschaftliche Gründer und Erfinder haben es im Ausland oft leichter, ihre Ideen auf den Markt zu bringen. Grundlage für die Ansiedelung jener technologiebasierter Unternehmen sowie ein Garant für die künftige Wettbewerbsfähigkeit ist der Ausbau der digitalen Infrastruktur. Dies schreitet in Deutschland teils noch recht schleppend voran. Auch die bürokratischen Hürden erweisen sich hierzulande als relativ hoch. „Wenn die öffentliche Förderung von Innovationen weiterhin auf diesem recht niedrigen Level verbleibt, läuft Deutschland Gefahr, den Anschluss zu verpassen und Know-how, Expertise sowie Arbeitsplätze an die internationale Konkurrenz zu verlieren“, mahnt Pollert zu mehr Engagement der öffentlichen Hand.

Politischer Blick nach vorn

Unternehmen fungieren neben ihrer wirtschaftlichen Funktion als Arbeitgeber oft auch als starker Identitätsfaktor. Damit Start-ups ihr gesellschaftliches Potenzial voll entfalten können, muss der Staat die entsprechenden Weichen stellen. „Wenn Gründer in Zukunftstechnologien investieren und auf diesem Feld Arbeitsplätze schaffen, sollte die Politik unterstützend zur Seite stehen. Innovationen zu fördern und die dahinterstehende Entwicklungsarbeit zu unterstützen, stellt dabei einen wichtigen Schritt dar. Kreative Menschen mit guten Ideen müssen in den Mittelpunkt der Wirtschafts- und Finanzpolitik rücken“, so Pollert abschließend. „Sonst gerät das Land der Denker im internationalen Vergleich schnell ins Hintertreffen.“

[1] https://deutscherstartupmonitor.de/fileadmin/dsm/dsm-18/files/Deutscher%20Startup%20Monitor%202018.pdf

[2] https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/innovationspolitik.html

[3] https://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/vera-demary-henry-goecke-israel-und-finnland-vor-china-414522.html.

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