Regionalisierung: kundenspezifische Elektronik aus heimischer Produktion

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 2 min Lesedauer

Einige Entwickler reagieren mit Regionalisierung auf die Engpässe bei Elektronik mittels heimischer Produktion, wie ein Beispiel aus Passau zeigt.

(Quelle:  Elec-Con)
(Quelle: Elec-Con)

Die Elec-Con technology GmbH aus Passau, Entwicklungshaus für kundenspezifische Leistungselektronik, setzt mit gutem Grund auf Regionalisierung: Selbst immer wieder mit langen Lieferzeiten für Muster konfrontiert, hat das Unternehmen eine professionelle Fertigung für Ingenieur- und Kleinserien aufgebaut, welche der UL-Überwachung unterliegt. Auf Wunsch können die Passauer zudem bei Entwicklungsaufgaben rund um Mikrocontroller und induktive Bauteile unterstützen, oder die Serialisierung von Baugruppen bzw. das Obsoleszenz-Management dafür übernehmen. Das Angebot ergänzt ein eigenes Pre-Compliance-EMV-Labor.

Moderne Fertigungsanlage als Herzstück der Regionalisierung

Für die Fertigung von Prototypen ist Geschwindigkeit allein kein ausschlaggebendes Kriterium – viel wichtiger sind Flexibilität und kurze Rüstzeiten. Das Rückgrat der Bestückung bei Elec-Con bildet daher ein zuverlässiger und bewährter Samsung SMD-Automat, seit kurzem ergänzt durch einen Expert-II mit Microplacer. Das derzeit kleinste Bauteil, das die Passauer damit verarbeiten, ist ein 0,8 x 0,8 mm großer Leistungs-MOSFET im ‚Micro-Foot‘ BGA-Gehäuse. Aus der Kombination des flotten Vollautomaten mit dem höchst flexibel einsetzbaren Handmanipulator ergeben sich handfeste Vorteile für die Kunden: Auch hochmoderne oder komplexe Bauteile können kurzfristig bestückt werden.

Regionalisierung: Wie eigene Produkte den Lagerbestand sichern

Im Gegensatz zu einem reinen Fertigungsdienstleister verfügt Elec-Con mit analog und digital geregelten DC/DC-Wandlern bis 250 W über ein eigenes Produkt-Portfolio. Entsprechend ist das  Lager an SMD- und THT-Bauteilen stets gut gefüllt, um Kunden auch in Zeiten der Allokation möglichst kurzfristig beliefern zu können. 

In der UL-überwachten Fertigung übernimmt ein Ekra-Halbautomat den Pastendruck. Gelötet wird, je nach Kundenanforderung, bleifrei als auch verbleit. Dafür stehen – neben einer ATF-Doppelwelle – mehrere IBR-Dampfphasen zur Verfügung. Die finale Prüfung erfolgt wahlweise visuell mit halbautomatischer optischer Unterstützung oder aber auch per EOL-Funktionstest, beispielsweise im hauseigenen Hochspannungs-Prüffeld.

Neben der heimischen Produktion ist ein voll ausgestattetes EMV-Testlabor vorhanden

Als Entwicklungshaus für kundenspezifische Leistungselektronik verfügt Elec-Con über ein eigenes, umfassend ausgestattete EMV-Testlabor. Meist steht dieses Pre-Compliance-Labor nicht nur kurzfristig zur Verfügung – auch die erfahrenen Spezialisten zur Diskussion und Interpretation der Messungen sind nicht weit. Abgerundet wird das Dienstleistungsangebot durch eine proaktive Beratung hinsichtlich Konformität und elektrischer Sicherheit.

Über Elec-Con

Elec-Con, Entwicklungshaus für kundenspezifische Leitungselektronik bis 1 kVA, wurde vor über 15 Jahren gegründet. Das Portfolio des Passauer Unternehmens umfasst Hard- und Firmware für AC/DC- und DC/DC-Wandler, DC/DC-USV-Systeme, Industrie-steuerungen sowie Embedded-Systeme. Das gemeinsam mit Prof. Robert Bösnecker betriebene „Labor für hardwarenahe Digitalisierung“ an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) sorgt für den direkten Zugriff des Unternehmens auf neuestes Forschungswissen. Elec-Con ist zertifizierter Partner von Osram OS, autorisierter Designpartner von Microchip, sowie zertifizierter Design-Services-Partner von Digi-Key. 

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