Prozessindustrie: Siemens bringt Comos in neuer Version

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Mit der neuen Version 10.1 der Softwarelösung Comos erweitert die Siemens-Division Industry Automation die Comos Enterprise Platform für gewerkeübergreifende Zusammenarbeit um die neue Comos-Industriedatenbank (Comos iDB).

Die neue Datenbank ist auf branchenspezifische Anforderungen unterschiedlichster Industrien ausgelegt. Neue Projekte lassen sich einfach und schnell installieren, da weniger kundenspezifische Anpassungen erforderlich sind. Die Comos Enterprise Platform ermöglicht auch bei wachsender Menge an Projektdaten eine schnelle Datenbearbeitung und sichere Datenverwaltung.

Die Integration der Softwarelösung Comos mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7 ermöglicht dem Planer oder Betreiber das integrierte Engineering von Prozessanlagen mit zentraler Datenhaltung. Der konsistente und bidirektionale Informationsaustauch zwischen beiden Systemen wurde weiterentwickelt, um Zeit und Kosten in der Gesamtanlagenplanung zu reduzieren. Zum Beispiel können jetzt in Comos funktional geplante Ablaufsteuerungen, Typen und Instanzen, an eine anlagenspezifische Automatisierungsfunktion übergeben werden.

Eine weitere Neuerung für das Anlagenmanagement ist die Weiterentwicklung von Comos Walkinside. In Comos 10.1 stellt die leistungsstarke 3D-Visualisierungssoftware Anlagen beliebiger Komplexität schon vor ihrer Inbetriebnahme wirklichkeitsgetreu dar. Comos Walkinside greift direkt auf den Datenbestand in Comos zu. Durch die logische Verknüpfung der geometrischen Objekte mit den Engineering-Daten wird das 3D-Abbild der Anlage über den gesamten Anlagenlebenszyklus hinweg stets aktuell gehalten. Head-Mounted-Devices (Virtual-Reality-Brillen) und Gamepads zur Steuerung der virtuellen Charaktere vermitteln dem Anwender den Eindruck, er bewege sich selbst in der Anlage. Comos Walkinside lässt sich beispielsweise zum Design Review, zur Simulation oder einer Betriebsplanung einsetzen. Und bevor eine Anlage in Betrieb genommen wird, können Schulungen realitätsnah und unter sicheren Umgebungsbedingungen durchgeführt werden.

Darüber hinaus tragen weitere Neuentwicklungen und Funktionserweiterungen zu mehr Effizienz im Datenmanagement über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage bei und führen zu einer verbesserten Entscheidungssicherheit für den Anwender und das Management.

Bei der Rohrleitungs- und Instrumentierungsplanung (P&ID) können Anwender nun mit Comos 10.1 erstmalig Dokumente im PDF-Format, beispielsweise Rohrleitungs- und Instrumentierungsfließbilder, mit einem Verfahrensbild in Comos P&ID verknüpfen und auch komplett übertragen. Die neue Importfunktion vereinfacht das manuelle Mapping von P&IDs oder macht es sogar überflüssig. Damit spart der Anwender Zeit und reduziert mögliche Dateninkonsistenzen.

Konsequent treibt Siemens die Integration seines Industriesoftware-Angebots für den Produkt- und Anlagenlebenszyklus voran – mit Schnittstellen zu den eigenen wie auch Produkten anderer Hersteller. So lassen sich beispielsweise über das neue Process Data Interface von Comos 10.1 Komponenten und Kataloge noch effizienter mit der PLM(Product Lifecycle Management)-Software Teamcenter von Siemens synchronisieren. Zudem können jetzt im neuen Release Anlagenstrukturen aus dem Comos-2D-Engineering mit dem 3D-Design in NX, der Siemens-Software für digitales Produktdesign, ausgetauscht und abgeglichen werden. Weiter ausgebaut wurde auch die Kompatibilität von Comos zu Probad, der IBM-Berechnungssoftware zur Auslegung von Druckteilen.

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