Prozesse optimieren: BMW migriert Daten in die AWS-Cloud

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BMW will seine Datenbanken und IT-Systeme aus über 100 Ländern in die Cloud von Amazon Web Services (AWS) übertragen. Der Autobauer hofft auf eine möglichst intelligente Datenanalyse als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen und in Folge auf eine höhere Innovationsgeschwindigkeit.
Cloud

Quelle: BMW

Beide Unternehmen gaben ihre Zusammenarbeit am 8. Dezember 2020 bekannt. Ziel ist es, die Innovationsgeschwindigkeit der BMW Group weiter zu erhöhen, indem Daten und Datenanalysen in den Mittelpunkt von Unternehmensentscheidungen und -entwicklungen gestellt werden

BMW ist damit der zweite deutsche Automobilhersteller, der seine Daten mit AWS teilt. Bereits Anfang des Jahres 2019 hatte VW angekündigt, Daten aus über 120 Fabriken in der AWS-Cloud zusammenzuführen.

Als Teil der Zusammenarbeit wird die BMW Group Daten aus Geschäfts- und Betriebsbereichen in über 100 Ländern auf AWS migrieren. Der Umzug wird eine Reihe von zentralen IT-Systemen und Datenbanken, beispielsweise aus dem Vertrieb, der Produktion und der Wartung umfassen und dabei helfen, die Agilität der Software-Entwicklung zu erhöhen, neue Erkenntnisse über Datenanalyse zu gewinnen und schneller neue, überzeugende Kundenerlebnisse zu schaffen. Darüber hinaus werden die Unternehmen bis zu 5.000 Software-Entwickler für den Einsatz der neuesten AWS-Technologien qualifizieren, um die Belegschaft der BMW Group weltweit in die Lage zu versetzen, Daten besser zu nutzen.

„Wir stellen Daten in den Mittelpunkt unserer Arbeit und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit AWS, um unsere Talente zu bündeln, die Messlatte für Innovationen bei den Automobilherstellern weiter anzuheben und unseren Kunden auf der ganzen Welt aufregende neue Erlebnisse zu bieten.“

Alexander Buresch, CIO und Senior Vice President, BMW Group IT

Cloud-Technologie: Bis zu 5.000 Software-Entwickler werden von AWS geschult

Die BMW Group hat dafür ein großes Qualifizierungsprogramm für Cloud-Technologien gestartet. Mit der Unterstützung von ‚AWS Training and Certification‘ werden weltweit bis zu 5.000 Software-Entwickler und IT-Experten geschult. Davon werden rund 2.000 für AWS-Dienste mit Schwerpunkt auf maschinelles Lernen und Datenanalyse AWS-zertifiziert. Somit werden globale Teams des Unternehmens befähigt, vorhandene Daten strukturiert aufzubereiten, intelligent zu nutzen und einen Mehrwert für das Unternehmen und seine Kunden zu generieren. AWS Professional Services und die Daten-Experten der BMW Group werden mit Mitarbeitern der BMW Group zusammenarbeiten, um Herausforderungen zu identifizieren und neue Cloud-basierte Lösungen für die Automobilindustrie zu entwickeln. So planen die Unternehmen beispielsweise die Entwicklung einer Lösung für die Verarbeitung natürlicher Sprache (Natural Language Processing), die für die in der Automobilindustrie verwendete Terminologie optimiert ist und Daten aus verschiedenen Textquellen automatisch extrahieren, verarbeiten und übersetzen kann.

Das Potenzial von Daten besser ausschöpfen.

Ein wesentlicher Baustein der Zusammenarbeit ist die Weiterentwicklung des sogenannten Cloud Data Hubs der BMW Group. Er ist die zentrale Plattform für die Verwaltung von unternehmensweiten Daten und Datenlösungen in der Cloud. Der Cloud Data Hub bietet Mitarbeitern aus allen Unternehmensbereichen der BMW Group einen zentralen Ausgangspunkt für die Implementierung analytischer und datengetriebener Anwendungen. Über die Plattform nutzen Mitarbeiter bereits heute verschiedene AWS-Dienste, um Entwicklungs-, Produktions-, Verkaufs- und Fahrzeugleistungsdaten in einer Größenordnung von mehreren Petabytes abzufragen, zu verarbeiten, anzureichern und durch die Anwendung maschinellen Lernens Erkenntnisse daraus zu ziehen. Beispielsweise wird es der BMW Group so möglich sein, die Nachfrage nach ihrer Palette an Fahrzeugmodellen und Ausstattungsoptionen weltweit besser zu prognostizieren. So kann die Planung im Einkauf, in der Produktion und im Vertrieb optimiert und in der Konsequenz die Kundenzufriedenheit erhöht werden.

Mehr Transparenz in der Lieferkette eröffnet neue Chancen.

Die von der BMW Group entwickelte Lösung PartChain nutzt schon heute AWS-Dienste, um die Rückverfolgbarkeit von Teilen, Komponenten sowie kritischen Rohstoffen in der hochkomplexen globalen Lieferkette der Automobilindustrie zu verbessern. Ziel ist es, bestimmte Teile exakt einem Fahrzeug zuzuordnen, um Defekte schneller beheben zu können oder nachzuverfolgen, dass Materialien aus nachhaltigen und sozial verantwortlichen Quellen stammen. Die BMW Group wird auch durch den Einsatz von AWS-Diensten künftig in der Lage sein, Fahrzeugdaten zu analysieren, um die Betriebseigenschaften von Teilen vorherzusagen, proaktiv Wartungsempfehlungen auszusprechen und Teilelieferanten über potenzielle Probleme in ihren Fertigungsprozessen zu informieren und somit die Qualität zu verbessern.

Die BMW Group wird ihre Expertise aus diesen Anwendungsfällen in die kürzlich angekündigte Automotive Alliance einbringen, die auf Basis von GAIA-X Standards aufgebaut werden soll. Als Gründungsmitglied (BMW Group) und „Day 1 Member“ (AWS) von GAIA-X streben die Unternehmen an, den Cloud Data Hub in Richtung der GAIA-X Standards für souveräne, sichere und innovative Datenräume weiterzuentwickeln.

Lesen Sie auch: SAP-Betrieb in der Amazon Web Service Cloud: 5 Best-Practices für die erfolgreiche Migration

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