Öko-Design-Verordnung Prostep entwickelt KI-Chatbot für den Digitalen Produktpass

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Prostep unterstützt Unternehmen nicht nur dabei, einen Digitalen Produktpass zu generieren, sondern hat im Rahmen des vom BMWK-Verbundprojekts Decide4ECO einen KI-basierten Chatbot entwickelt.

Technische Grundlage für Aufbau des DPP und den Austausch der relevanten Informationen ist die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell; AAS).(Bild:  Prostep)
Technische Grundlage für Aufbau des DPP und den Austausch der relevanten Informationen ist die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell; AAS).
(Bild: Prostep)

Die EU fordert für eine Vielzahl von Produkten künftig einen Digitalen Produktpass (DPP), der beschreibt, welche Komponenten, Materialien und Inhaltsstoffe enthalten sind und wie sie repariert, wiederverwendet und entsorgt werden. Viele Unternehmen stehen künftig vor der Herausforderung, aus ihren vielfältigen Datenquellen einen transparenten und stets aktuellen Digitalen Produktpass zu generieren. Die Öko-Design-Verordnung der EU verpflichtet sie, für bestimmte Produktgruppen ab 2027 neben Bedienungsanleitung, Produktidentifikation und Herkunftsnachweis auch Informationen über Materialien und Inhaltsstoffe, ihren CO2-Fußabdruck und die genutzten Ressourcen sowie ihre Recyclingfähigkeit zu erfassen, zu verwalten und gegebenenfalls mit Partnern zu teilen.

„Der DPP soll nicht nur ein Werkzeug für die regulatorischen Behörden sein, die damit den Markt überwachen. Er soll auch von Herstellern für das Nachhaltigkeits-Reporting, von Händlern für Marketingzwecke, von Werkstätten für Reparaturen oder für das Recycling und so für Konsumentinnen und Konsumenten bei Kaufentscheidungen nutzbar sein“, erläutert Rainer Zeifang, Leiter BU Software Development bei Prostep und verantwortlich für die KI. „Deshalb muss er möglichst einfach und flexibel zugänglich sein und unterschiedliche Sichten auf den digitalen Zwilling unterstützen.“

Digitaler Produktpass wird automatisch generiert

Die Informationen für den Digitalen Produktpass sind erfahrungsgemäß in unterschiedlichen IT-Systemen gespeichert. Sie von Hand zusammenzutragen und auf dem aktuellen Stand zu halten, wäre viel zu aufwendig. Deshalb nutzt das Unternehmen für die automatisierte Generierung des DPP seine Digital-Thread-Plattform mit den bewährten Lösungen OpenCLM für die domänenübergreifende Daten-Verlinkung und OpenPDM für die PLM-Integration; letztere stellt über Standard-Konnektoren den Zugriff auf die Informationen in gängigen PLM-, ALM- und ERP-Systemen oder anderen Unternehmensanwendungen sicher.

Technische Grundlage für Aufbau des DPP und den Austausch der relevanten Informationen ist die so genannte Verwaltungsschale (Asset Administration Shell; AAS). Sie beschreibt den digitalen Zwilling bzw. den DPP in einer standardisierten Form, die es allen Partnern in der Wertschöpfungskette ermöglicht, die Informationen zu nutzen und ihre Daten zu ergänzen. Über den neuen EDC Connector des Anbieters können sie in vertrauenswürdigen Datenökosystemen wie Catena-X oder Manufacturing-X Gaia-X-konform zur Verfügung gestellt werden.

Damit unterschiedliche Anwendergruppen möglichst einfach auf die Informationen im DPP zugreifen zu können, hat das Unternehmen einen KI-Chatbot in die Lösung eingebunden. Er erlaubt es, mit natürlicher Sprache nach Informationen zu suchen, sie zusammenzufassen und zum Beispiel den CO2-Fußabdruck von verschiedenen Produkten zu vergleichen. Der Chatbot nutzt Verfahren der generativen KI, wie wir sie von ChatGPT kennen.

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