Intelligente Fertigungsanbindung Produktdatenmanagement: Homogenes Gesamtsystem löst Insellösung ab

Ein Gastbeitrag von Katrin Ehrenleitner 4 min Lesedauer

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Wenn ein Unternehmen bereits ein halbes Jahrhundert tätig ist, braucht es eine klare Strategie, um auch in Zukunft kompetent und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dafür setzt die Rameckers Group in Nettetal (Nordrhein-Westfalen) in Sachen Digitalisierung und effizientes Produktdatenmanagement auf das Systemhaus Solid System Team als Partner.

Direkte Integration der Produktdatenmanagement-Lösung PDM Studio mit dem CAD-Programm Solid Edge.(Bild:  Solid System Team)
Direkte Integration der Produktdatenmanagement-Lösung PDM Studio mit dem CAD-Programm Solid Edge.
(Bild: Solid System Team)

Seit 1962 ist die Josef L. Rameckers Maschinenfabrik im Sondermaschinenbau aktiv. Die Aufträge kommen aus der Automobilbranche sowie der Nahrungsmittel- und Druckindustrie. Der Schlüssel zum Erfolg: Traditionelles Handwerk trifft auf moderne Fertigungstechnik. Von der Entwicklung bis zur Fertigung übernimmt das Familienunternehmen alle Arbeitsschritte: Drehen, Fräsen, Blechfertigung, Schaltschrankbau, Endmontage und Service. Das Portfolio der Firmengruppe umfasst zudem Maschinen für die Vulkanisa­tionstechnik, die in vielen gummiverarbeitenden Industriebereichen (z.B. Automobilbau, Hoch-/Tiefbau) eingesetzt werden, sowie Vulkanisationsanlagen für die Fertigung von Profilen und Dichtungen aus Gummi und Silikon.

Mit der stetig steigenden Vielfalt an Produkten und Fertigungsmöglichkeiten wurde es über die Jahre notwendig, bei der Konstruktion, Fertigung und Verwaltung in durchgängige Prozesse zu investieren. Hierzu entschied man sich 2019 zu einer Zusammenarbeit mit Solid System Team, kurz SST. Damals war bei den Nettetalern bereits die CAD-Software Solid Edge im Einsatz.

CFD-Analysen zur Optimierung des Konstruktionsprozesses

Die Prototypen mussten zu diesem Zeitpunkt allerdings noch aufwändig erstellt werden. Deshalb wurde zunächst das Solid Edge Add-on Floefd ergänzt. Damit konnten konstruktive Entscheidungen virtuell ohne physische Prototypen validiert werden. Dies bedeutete für den Kunden eine enorme Erleichterung, weil Ressourcen und Kosten eingespart werden konnten. 

Eine moderne CNC-Maschine aus der Fertigung von Rameckers.(Bild:  Rameckers Group)
Eine moderne CNC-Maschine aus der Fertigung von Rameckers.
(Bild: Rameckers Group)

Die Konstrukteure und Berechnungsingenieure bekamen mit dem Add-on eine anwenderfreundliche, einfach zu bedienende CFD-Software (Computational Fluid Dynamics) für die präzise Simulation von Strömungen und thermischen Vorgängen – direkt in Solid Edge. Statt mit aufwändiger Vernetzung arbeitet die Software mit kartesischen Netzen; ein deutlicher Performance-Vorteil. Die umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten geben leicht verständliche Ergebnisse aus. Dokumentationen werden im Excel- und Word-Format automatisiert erstellt. Nach diesem ersten Schritt wurde das Augenmerk zusammen mit dem Anbieter auf einheitliche, strukturierte Daten entlang der gesamten Produktentstehung gelegt. Der nächste logische Schritt war deshalb die Anbindung der Konstruktion an Fertigung und Produktdatenmanagement.

CAM: Die intelligente Fertigungsanbindung

Um die bestehende CAD-Software problemlos zu verknüpfen, empfahl der Anbieter deshalb Ende 2019 die CAM-Lösung CAMWorks. Sie bietet nicht nur eine nahtlose Integration in Solid Edge, sondern auch eine benutzerfreundliche und intuitiv bedienbare Oberfläche. Die CAM-Lösung erfasst und speichert Fertigungsmethoden und Erfahrungswerte der Benutzer und schafft damit die Grundlage für eine automatisierte und standardisierte NC-Programmierung sowie eine wissensbasierte Fertigung. Ein weiteres Plus: Mit der 4/5-Achsen-Simultanbearbeitung kann der Anwender an komplexen Formen Werkzeugwege anlegen, mit denen 3-Achsen-Maschinen überfordert wären.

Produktdatenmanagement: Der letzte Schritt zur durchgängigen Lösung

Zu guter Letzt stand nach einem Jahr Laufzeit noch das fehlende Puzzleteil auf dem Weg zur durchgängigen Lösung auf der Liste: das professionelle, softwaregestützte Produktdatenmanagement. Hier hatte das Unternehmen bereits eine Software im Einsatz, entschloss sich aber aufgrund der intensiven und vertrauenswürdigen Zusammenarbeit mit der SST, einen Systemwechsel vorzunehmen. So wurde die Lösung der SST-Unternehmensschwester CAD Partner eingeführt: PDM Studio.

Die Mitarbeiter von Rameckers können Strömungssimulationen mit FLOEFD direkt in Solid Edge durchführen.(Bild:  Solid System Team)
Die Mitarbeiter von Rameckers können Strömungssimulationen mit FLOEFD direkt in Solid Edge durchführen.
(Bild: Solid System Team)

Die Vorteile: Einen einzigen, zentralen Ansprechpartner für die gesamte Software entlang des Engineering-Prozesses im Unternehmen zu haben, erleichtert den Arbeitsalltag erheblich. Zudem brachte das Produkt selbst überzeugende Argumente mit: PDM Studio ist vollständig kompatibel mit Solid Edge, wodurch es leicht in den bestehenden Prozess integrierbar ist. Kern der Software ist die zentralisierte, strukturierte Datenverwaltung, die es den Benutzern ermöglicht, alle Konstruktions- und Fertigungsdaten, aber auch andere zugehörige Dateien inklusive Office-Anbindung, produkt- und projektbezogen zu speichern und entlang des Lebenszyklus zu verwalten. Dies reduziert die Fehlerrate und verhindert Doppelarbeit und redundante Daten. 

Durch die Automatisierungsfunktion über den sog. Automation Client übernimmt die Software manuelle Standardprozesse und entbindet Mitarbeitende von lästigen Routineaufgaben. Gleichzeitig steigen Qualität und Effizienz. Zu den Aufgaben gehören beispielweise das Erstellen von Stücklisten (BOMs), die Bereitstellung von Neutralformaten wie PDF, STEP oder DXF, komfortable Kopierassistenten oder die Steuerung von Druck- und Plot-Aufträgen. Das Abwickeln von Blechteilen und Fertigungslisten sind weitere Aktionsblöcke, die zu Workflows zusammengestellt und anschließend manuell oder aufgrund von Triggern wie etwa einem Status-Wechsel beim Bauteil ausgeführt werden können.

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Mit der Schnittstellenanbindung an das ERP-System Microsoft Dynamics NAV wurde ein homogenes Gesamtsystem geschaffen, das ohne manuelle Datentransfers systemintegriert arbeitet und damit Abläufe optimiert, Fehlerquellen ausschaltet und den ganzheitlichen Betreuungsansatz abrundet.

Digital in die Zukunft dank neuem Produktdatenmanagement

Mehr als 60 Jahre nach der Gründung des Unternehmens durch seinen Großvater Josef L. Rameckers ist sich der Geschäftsführer Jens Möckel sicher, in Sachen Software gut aufgestellt zu sein: „Dank der ganzheitlichen Beratungskompetenz der Solid System Team konnten wir unsere CAD-, CAM- und PDM-Lösungen ideal aufeinander abstimmen. Außerdem haben wir jetzt einen einzigen Ansprechpartner für die Betreuung aller Systeme.“

Auch von Seiten der SST ist man stolz auf die erfolgreiche und vor allem vertrauensvolle Zusammenarbeit, wie Tim Dornbusch, Leiter Key Account Management, bestätigt: „Wir haben ein weiteres Mal bewiesen, dass wir als Integrationsexperte eine deutliche Optimierung im Produktentstehungsprozess unserer Kunden herbeiführen können. Mit der Kombination aus Beratung, Software-Auswahl, Integration, Training und Support bleiben wir zudem auch im täglichen Betrieb verlässlicher Ansprechpartner und können fortlaufend Impulse für weitere Verbesserungen geben. So konnte der Dienstleister bei seinem Kunden mit dem Paket aus den Software-Lösungen Solid Edge, FLOEFD, CAMWorks und PDM Studio inklusive Schnittstelle zum ERP-System sicherstellen, dass die Prozesse im gesamten Unternehmen komplett durchgängig sind. Dornbusch: „Damit ist das Unternehmen ideal für die Zukunft aufgestellt – auf die nächsten 60 Jahre!“

Die Autorin Katrin Ehrenleitner ist PR-Referentin bei Solid System Team.