Änderungen perfekt synchronisiert Product Change Notification: Eplan zeigt neue Lösung

Quelle: Eplan 3 min Lesedauer

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Auf der SPS präsentierte Eplan eine neue Lösung zum Thema Product Change Notification (PCN). Anwender werden damit automatisch über Änderungen bei Komponenten informiert.

Ändert ein Hersteller eine Komponente, wird der Anwender automatisch und projektbezogen informiert. Durch standardisierte Product Change Notifications kann die Verarbeitung der Änderungen weiter automatisiert werden.(Bild:  Eplan)
Ändert ein Hersteller eine Komponente, wird der Anwender automatisch und projektbezogen informiert. Durch standardisierte Product Change Notifications kann die Verarbeitung der Änderungen weiter automatisiert werden.
(Bild: Eplan)

Zur SPS in Nürnberg präsentierte Eplan eine neue Lösung für Product Change Notification (PCN). Gezeigt wurde ein Preview-Demonstrator auf Basis der Verwaltungsschale (Asset Administration Shell), der sowohl Anwender als auch Komponentenhersteller überzeugt. Änderungen an Komponenten fließen dabei automatisch ins Eplan Data Portal ein. Die Lösung hebt das Änderungsmanagement auf ein neues Niveau, da sie Nutzer frühzeitig über relevante Änderungen informiert – etwa Produktabkündigungen, korrigierte technische Unterlagen oder auslaufende Zertifikate. Gleichzeitig stärkt sie die Zusammenarbeit im gesamten Ökosystem, vom Hersteller bis zum Anwender. Das Ergebnis: schnellere Reaktionen auf Veränderungen, höhere Transparenz im Engineering und kürzere Durchlaufzeiten.

Relevante Änderungen frühzeitig berücksichtigen

In vielen Anwenderfirmen steckt das Wissen über die eingesetzten Produkte in den Artikeldatenbanken. In der täglichen Praxis werden dabei für ein neues Projekt passende vorhandene Projekte oder Projektvorlagen kopiert und für die aktuelle Aufgabenstellung angepasst. Jedoch: Bereits abgekündigte Komponenten oder existierende Fehler z.B. im Bohrbild einer Komponente etc. werden häufig mitkopiert. Diese Fehler werden klassisch erst viel später im Einkauf oder in der Produktion bemerkt. Sie erfordern Anpassungen und führen in Summe zu erhöhten Aufwänden und Durchlaufzeiten. Viel besser wäre es, wenn relevante Änderungen frühzeitig bekannt wären und direkt berücksichtigt werden könnten. 

Änderungen sofort im Blick 

Genau hier kommt das Thema Product Change Notification (PCN) ins Spiel: Experten von Eplan und Phoenix Contact haben auf Basis der Asset Administration Shell, kurz AAS, eine entsprechende Lösung entwickelt, die zur SPS vorgestellt wurde. Phoenix Contact stellt Informationen über eigene Komponenten sowie möglicher Änderungen über Verwaltungsschalen (AAS) bereit. Die Software Eplan empfängt diese Informationen über die Verwaltungsschale und aktualisiert damit das Data Portal. In Folge erscheint eine Nachricht im Portal – automatisch, konsistent und fehlerfrei. Der Konstrukteur erhält somit direkt einen Hinweis über die Änderungsinformation und sieht sofort, an welcher Stelle oder in welcher Bestandsanlage betroffene Teile verbaut sind. Damit kann er schnell und effizient reagieren. Voraussetzung ist, dass das Kundenprojekt in der Eplan Cloud abliegt.  

Kollaboration im Ökosystem

„Mit PCN und der Verwaltungsschale können Komponentenhersteller ihre Kunden über die Eplan Plattform gezielt über Nachfolgeprodukte oder z.B. wichtige Firmware-Updates informieren, die nach dem Entdecken einer Sicherheitslücke erforderlich sind.“, erklärt Dr. Marco Litto, SVP Strategy & Corporate Programm bei Eplan.(Bild:  Eplan)
„Mit PCN und der Verwaltungsschale können Komponentenhersteller ihre Kunden über die Eplan Plattform gezielt über Nachfolgeprodukte oder z.B. wichtige Firmware-Updates informieren, die nach dem Entdecken einer Sicherheitslücke erforderlich sind.“, erklärt Dr. Marco Litto, SVP Strategy & Corporate Programm bei Eplan.
(Bild: Eplan)

Dr. Marco Litto, SVP Strategy & Corporate Programm bei Eplan, erklärt: „Mit PCN und der Verwaltungsschale können Komponentenhersteller ihre Kunden über die Eplan Plattform gezielt über Nachfolgeprodukte oder z.B. wichtige Firmware-Updates informieren, die nach dem Entdecken einer Sicherheitslücke erforderlich sind. Maschinenbauer, Systemintegratoren und Schaltschrankbauer erhalten so wichtige, für sie relevante Update-Information. Quasi in Echtzeit können sie die entsprechenden Änderungen frühzeitig in ihrem Engineering Prozess berücksichtigen.“ 

Was ist AAS (Verwaltungsschale)

AAS ist ein herstellerunabhängiger Standard der IDTA, auf den sich alle Hersteller für die Zusammenarbeit geeinigt haben. Mittels AAS lassen sich komplexe Datenbestände schnell durchdringen, relevante Informationen sichtbar machen und Alternativen sind schnell gefunden. Warum ist das so wichtig? Es ermöglicht, die Kooperation von Firmen der Automatisierung nun auch digital abzubilden. Der Nutzen liegt auf der Hand: schnellere Reaktion auf Produktänderungen, automatisierte Beschaffung und höhere Anlagenverfügbarkeit. 

Die AAS bzw. Verwaltungsschale wurde von der IDTA entwickelt und hält immer mehr Einzug in die Prozesse der Automatisierung. Durch die vollkommene Interoperabilität ebnet sie den Weg zu einer höheren digitalen Wertschöpfung. Sie vereinfacht das Datenmanagement gleichermaßen bei nicht intelligenten und intelligenten Geräten. Und: Sie bildet den gesamten Lebenszyklus von Produkten, Geräten, Maschinen und Anlagen ab. Das geschieht auf Basis des digitalen Zwillings, in dem alle Informationen vorhanden sind, die die Merkmale und Verhaltensweisen eines Assets charakterisieren. Klassisch besteht eine AAS aus einer Reihe von Teilmodellen, die alle Daten und Funktionalitäten eines bestimmten Assets – wie Merkmale, Eigenschaften, Zustände, Parameter, Messdaten und Fähigkeiten – beschreiben.  

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