07/2011
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Digital Engineering Magazin 2011/07

Liebe Leser,
Happy Birthday PC! Am 12. August feierte der Personalcomputer seinen 30. Geburtstag. Das Modell 5150 war 1981 die Antwort von IBM auf einen wachsenden Markt von preisgünstigen, kompakten Rechnern, die Newcomer-Firmen wie Apple oder Commodore auf den Markt gebracht hatten. IBM war damals überwiegend für seine Großrechner bekannt und wollte mit dem Modell 5150 seinen Kunden einen Computer für den Hausgebrauch anbieten. Der Rechner für jedermann eignete sich besonders für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und auch Telespiele. Übrigens: Das Betriebssystem lieferte damals eine noch recht unbekannte Firma namens
Microsoft. Für deren Gründer Bill Gates sollte dies der Beginn einer beispielslosen Erfolgsgeschichte werden und ihn zu einem der reichsten Männer auf dem Globus machen.
Drei Jahrzehnte nach seinem Marktstart blickt der klassische PC nun in eine ungewisse Zukunft. Mark Dean, einer der damaligen IBM-
Ingenieure, formulierte es dieser Tage in seinem Blog so: „Der PC geht den gleichen Weg wie die Schreibmaschine, die Schallplatte oder die Glühbirne.“ Als wichtiges digitales Arbeitsgerät nutzt Dean jetzt einen Tablet-Computer. Dass der PC jetzt schon Geschichte ist, sehe ich noch nicht. Besonders im Business-Bereich – zu dem der gesamte Engineering-Bereich nun einmal zählt – gehören Rechner auf Basis der PC-Technologie nach wie vor zu wichtigen Arbeitsmitteln. Aber auch in diesem Anwendungsbereich gibt es heute schon vielversprechende Ansatzpunkte für andere Technologien, zum Beispiel die Nutzung von Tablet-Computern oder internetbasierenden Diensten.
Es ist kein Geheimnis, dass die PC-Anbieter immer weniger an den Hardwareverkäufen verdienen und mit einer – im Vergleich zum Software- und Dienstleitungsgeschäft – niedrigeren Rendite leben müssen. Dies ist auch der Hauptgrund, warum der Branchen-Riese HP vor ein paar Tagen bekanntgegeben hat, er beabsichtige, sein Geschäftsmodell umzubauen und sich vielleicht sogar von seiner Sparte Personal Systems Group (PSG), zu denen Notebooks, Desktop-PCs, Monitore, Thin Clients und Workstations gehören, zu trennen. Damit will sich der derzeitige Weltmarktführer wegen zu kleiner Gewinnmargen aus der PC-Produktion verabschieden und das Unternehmen stärker in Richtung Software und Service umbauen und nur solche Hardware anbieten, an der sich mehr verdienen lässt, zum Beispiel Server und Drucker.
Dies war auch sicherlich der Grund, warum HP letztes Jahr in den Markt der 3D-Drucker eingestiegen und dafür eine Kooperation mit dem Unternehmen Stratasys eingegangen ist. Da viele Anwender die großen Vorteile von physischen 3D-Modellen im Produktentwicklungsprozess erkannt haben, steigt die Nachfrage an bezahlbaren 3D-Druckern stetig an. Wie sich 3D-Drucker im Alltag schlagen und welche Geräte es gibt, können Sie übrigens in unserem Schwerpunkt auf den Seiten 18 bis 24 nachlesen.

Rainer Trummer, Chefredakteur
rt@win-verlag.de

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