04/2011
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Digital Engineering Magazin 2011/04

Liebe Leser,

auf der diesjährigen Hannover Messe wurde schnell klar, wohin die Reise der Industrieunternehmen in den nächsten Jahren gehen wird. Der hohe Stellenwert von energieeffizienten Produkten oder Lösungen zur regenerativen Energie­erzeugung war auf vielen Ständen deutlich erkennbar. Das Schwerpunktthema „Smart Efficiency“ zog sich wie ein roter Faden durch die Ausstellerpräsentationen und Fachforen. Zahlreiche Indus­trieunternehmen und Forschungseinrichtungen zeigten eindrucksvoll, was heute bereits technisch machbar ist und mit welchen Innovationen wir in naher Zukunft rechnen können. Natürlich forcierte die aktuelle Lage nach der durch das schwere Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami ausgelösten Atomkatastrophe im japanischen Fukushima das Interesse an Technologien und Lösungen für die Erzeugung regenerativer Energien. Schließlich befürwortet inzwischen die Mehrheit der deutschen Bevölkerung
einen schnelleren Ausstieg aus der Kernenergie, als bisher geplant. Dies zeigten mehrere Umfragen nach der Atomkatastrophe in Japan. Die Anbieter von
Lösungen zur regenerativen Energieerzeugung bekommen dadurch zusätzlichen Rückenwind und können sich auf lukrative Aufträge freuen. Und deutsche Unternehmen spielen in diesem Bereich erfreulicherweise in der ersten Liga.

Dennoch sollte bei der ganzen Atomausstiegsdebatte nicht vergessen werden, dass die produzierenden Unternehmen auch in den nächsten Jahren eine verlässliche Energieversorgung benötigen und auf einen zuverlässigen Energie-Mix angewiesen sind. Gerade die deutschen Schlüsselindustrien Automobil sowie Maschinen- und Anlagenbau brauchen für ihre industriellen Produktionsprozesse, die nun einmal viel Strom verlangen, stets verfügbare und bezahlbare Energie. Wir sollten uns deshalb nicht nur auf einen mittelfristigen Umstieg hin zu regenerativen Energieformen versteifen, sondern vielmehr damit beginnen, die Fertigungsprozesse energieeffizienter als bisher zu gestalten. Unternehmen können bereits heute stromsparender produzieren, wenn sie Maschinen mit energieeffizienter Antriebstechnik nutzen und konsequent auf Energieeinsparung setzen. Vor dem Hintergrund weiter steigender Energiepreise dürften dies kluge Investments sein, die sich schnell auszahlen sollten. Energieeffiziente
Lösungen im Bereich der Antriebs- und Automatisierungstechnik waren jedenfalls zahlreich in Hannover zu sehen.

Und die Anbieter von CAx- und PLM-Lösungen unterstützen schon heute die Konstrukteure bei der Gestaltung energie­effizienter Produkte und stellen dafür geeignete Simulationswerkzeuge oder Tools für eine optimale Werkstoffauswahl zur Verfügung. Damit lassen sich leichtere und damit sparsamere sowie  umweltverträglichere Produkte entwickeln und fertigen.

Ihr

Rainer Trummer, Chefredakteur

rt@win-verlag.de

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