Digital Engineering Magazin 06/2022

Probleme frühzeitig in der Entwicklung identifizieren

Simulationsgestützter Designprozess in der Elektromobilität

Probleme frühzeitig in der Entwicklung identifizieren. Die weltweite Umstellung auf Elektroautos wird von Zulieferern
wie Robert Bosch vorangetrieben. Ein Bosch-Team optimiert dreiphasige Wechselrichter und ihre Zwischenkreis­kondensatoren mit einem simulationsgestützten
Designprozess, der es ermöglicht, potenziell schädliche „Hot Spots“ frühzeitig im Entwicklungs­zyklus zu identifizieren.

DEN NUTZEN VON KI hERAUSSTELLEN

Liebe Leserinnen und Leser,
künstliche Intelligenz (KI) ist ein Buzzword, das überall kursiert, aber noch nicht wirklich in der Praxis angekommen ist. Das untermauert auch eine Umfrage des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) vom März 2022. Mit der aktuellen Befragung wollte der VDI wissen, inwieweit Methoden der künstlichen Intelligenz inzwischen im alltäglichen Arbeitsumfeld von Ingenieurinnen und Ingenieuren zum Einsatz kommen.
Die größte Nutzung von KI-Methoden ergibt sich nach Angaben der VDI-Mitglieder bei der Daten­analyse. Es folgen der Einsatz bei der vorausschauenden Wartung, im Qualitätsmanagement sowie im Rahmen von Assistenzsystemen. Außerhalb der Produktion wird das größte KI-Potenzial beim automatisierten Fahren gesehen.
Der überwiegende Teil der Befragten gibt auch an, dass das eigene Unternehmen noch keine KI-basierten Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Außerdem hinken kleine und mittlere Betriebe den Großunternehmen hinterher. Die VDI-Umfrage bestätigt, dass der Einsatz von KI-Methoden in der Praxis noch auf ausgeprägte Hemmnisse stößt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass vielen Produktentwicklern die künstliche Intelligenz einfach zu abstrakt ist. Wer will sich schon mit KI-Algorithmen beschäftigen. Deshalb sind Praxisbeispiele von erfolgreichen KI-Anwendungen gefragt, die Orientierung geben können, zum Beispiel die ­KI-Anwenderberichte in dieser Ausgabe.
Auf den Seiten 30 bis 32 lesen Sie, wie BMW die Effizienz in der geometrischen Fahrwerksauslegung erheblich steigern konnte. Datenbank­basierte, hochgradig automatisierte und KI-basierte Berechnung und Analysen heben den Prozess der virtuellen Fahrwerksgestaltung und -absicherung auf ein neues Niveau.
Der Beitrag auf den Seiten 34 und 35 zeigt wiederum, wie bei Volvo KI-gestütztes, generatives Design Ingenieuren hilft, in immer kürzerer Zeit bessere Ergebnisse zu erzielen. Das Ergebnis ist eine leichtere Motoraufhängung.

Viel Spaß beim Lesen!
Rainer Trummer, Chefredakteur

Digital Engineering Magazin 06/2022
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