03/2021

Industrial Edge IT in der Fertigung

Dezentrale Datenverarbeitung und -analyse

Für produzierende Unternehmen ergeben sich durch die Digitalisierung nicht nur Vorteile, sondern auch Heraus­forderungen. Die optimale Nutzung von Daten hat in der ­Industrie längst einen hohen Stellenwert. Die dezentrale Datenverarbeitung innerhalb der Produktion am Rande des Netzwerks wird dadurch mehr und mehr zum Erfolgsfaktor.

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Digital Engineering Magazin 03/2021

Happy Birthday Industrie 4.0

Liebe Leserinnen und Leser,

die Hannover Messe musste dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie als rein digitale Veranstaltung stattfinden. An den fünf Live-Messetagen generierten rund 90.000 registrierte Teilnehmer mehr als 3,5 Millionen Seitenaufrufe und 700.000 Suchanfragen in der Aussteller- und Produkt­suche. Auch das abwechslungsreiche Konferenz- und Ausstellerprogramm wurde gut angenommen: Die virtuellen Besucher haben die Streams rund 140.000 Mal aufgerufen und sich über Themen wie Digitalisierung, Industrie 4.0, IT-Sicherheit, künstliche Intelligenz, IoT und Intralogistik informiert. Mit den Ergebnissen war der Veranstalter, die Deutsche Messe AG, ­jedenfalls zufrieden und hat schon signalisiert, dass digitale Inhalte auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen sollen. Man möchte den ­Besuchern ein ganzheitliches ­hybrides Messeerlebnis bieten. ­Lesen Sie mehr darüber auf Seite 8.
Rückblick: Vor zehn Jahren wurde auf der Hannover Messe die Vision der voll vernetzten Industrieproduktion geboren. Deutsche Forscher und Informatiker stellten 2011 in Hannover das Konzept „Industrie 4.0“ vor. Sie entwickelten ein Leitbild für die vierte industrielle Revolu­tion im Kontext der Digitalisierung, das auch heute noch hochaktuell ist. In den letzten Jahren hat sich in puncto Digitalisierung viel getan, und gerade große Industrieunternehme und Konzerne – vor allem im Auto­mobilbereich – haben Industrie-4.0-Anwendungen in ihre Fabriken integriert. In den nächsten Jahren geht es nun um die Umsetzung digitaler, datengetriebener Geschäftsmodelle. Dienstleistungen auf Basis industrieller Produkte spielen nämlich bei vielen Unternehmen immer noch eine untergeordnete Rolle.
Dies gilt umso mehr für die Durchdringung von Industrie 4.0 in kleinen und mittleren Unternehmen. Philip Bellm, CEO des mittelständischen Sensorherstellers Captron, sieht den Mittelstand zum Großteil noch in der Industrie 3.0. Seine Begründung: Für viele Unternehmen sind IIoT und der Schritt in die Cloud noch undenkbar – teils aus Kostengründen oder aufgrund des Fehlens spezialisierter Fachkräfte in den Betrieben. Mehr dazu lesen Sie im Interview auf Seite 52.
Eine wichtige Voraussetzung für Industrie 4.0 sind intelligente Sensoren. Smarte Sensoren unterscheiden sich von herkömmlichen Ausführungen vor allem durch ihre Fähigkeit, Daten eigenständig zu verarbeiten. Sie erfassen also nicht nur Daten, sondern führen auch die komplette Signalverarbeitung und Zustandsbewertung für die jeweilige Applikation, zum Beispiel Machine Learning, aus. Mehr zu diesem Thema lesen Sie im Fachbericht auf den Seiten 32 und 33.

Viel Spaß beim Lesen!

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