04 2012

Digital Engineering Magazin 2012/04

Liebe Leser,

wissen Sie auf Anhieb, was unter „greentelligence“, dem Leitthema der diesjährigen HANNOVER MESSE, zu verstehen ist? Vielleicht nicht, aber die Inhalte, die mit diesem Begriff transportiert werden sollen, werden viele als wichtig erachten. Oliver Frese, Geschäftsbereichsleiter der HANNOVER MESSE bei der Deutschen Messe AG, erläuterte unserer Redaktion das Leitthema so: „greentelligence umfasst die intelligente Verbindung von effizienten Verfahren, umweltverträglichen Materialien und nachhaltigen Erzeugnissen in der industriellen Produktion.“ Die Aspekte, die sich hinter greentelligence verbergen – und davon bin ich überzeugt – werden für Unternehmen immer wichtiger und sind auf der weltweit größten Industriemesse richtig platziert. Schließlich gewinnen Entwicklung und Einsatz umweltgerechter Produkte und umweltbewusste Technologien immer mehr an Bedeutung. Unternehmerisch nachhaltig zu handeln, ist angesichts von zunehmender Ressourcenknappheit, steigender Rohstoffpreise und dem zunehmenden Konsum durch Länder wie China und Indien unausweichlich.
Deshalb wird es für Unternehmen immer wichtiger, dem Thema Nachhaltigkeit bereits in der Produktentwicklung einen bedeutenden Rahmen einzuräumen. Es braucht ein ganzheitliches Konzept, das das Produkt von der ersten Idee über die gesamte Entwicklungsphase und den ganzen Produktlebensweg bis zum Recycling oder der Wiederverwertung begleitet und auf Nachhaltigkeit durchleuchtet.
Für das DIGITAL ENGINEERING Magazin ist die Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung jedenfalls ein wichtiges Thema, über das wir regelmäßig berichten. In dieser Ausgabe haben wir für Sie mehrere Beiträge, die unterschiedliche Aspekte beleuchten, in dem Special „Umweltbewusstes Engineering“ zusammengetragen.
Beispielsweise finden Sie auf Seite 56 einen Fachartikel von Professor Dr.-Ing. Martin Eigner und Patrick Schäfer vom Lehrstuhl für Virtuelle Produktentwicklung an der Universität Kaiserslautern. Thematisiert wird die nachhaltige Produktentwicklung im Kontext eines Product-Lifecycle-Management-Ansatzes. Dabei wird auch deutlich, dass es bisher oft genug an einer konsequenten Umsetzung nach dem PLM-Kozept fehlt.
Wir betrachten aber auch Lösungen für eine effiziente Produktion. So geht es im Beitrag auf Seite 62 um Energieeinsparung bei Produktionsmaschinen. Beispielsweise lässt sich durch die optimale Abstimmung und Auslegung von Motoren und Antriebstechnik der Energieverbrauch von Maschinen spürbar senken.
Sie sehen, umweltbewusstes Konstruieren wird für Produktentwickler immer wichtiger, und Konstrukteure spielen dabei eine tragende Rolle. Das Wissen über energiesparende Antriebe, moderne Automatisierungstechnik und leichte Materialien wird in Zukunft für Konstrukteure eine noch zentralere Rolle spielen. Deshalb wird der Informationsbedarf an dieser Stelle auch weiter steigen. Wir vom DIGITAL ENGINEERING Magazin wollen Sie jedenfalls regelmäßig über Trends und Methoden in den Bereichen umweltbewusstes Engineering, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit informieren.

Rainer Trummer, Chefredakteur
rt@win-verlag.de

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