03 2012

Digital Engineering Magazin 2012/03

Liebe Leser,

die Zeit vergeht wie im Flug, das erste Quartal in diesem Jahr ist fast schon wieder zu Ende und die Fertigungsindustrie blickt bereits erwartungsvoll Richtung Hannover, wo Ende April mit der Hannover Messe die weltweit größte Industrieshow stattfindet. Auch unsere Redaktion arbeitet bereits an der Ausgabe zur Hannover Messe, die am 17. April – also rechtzeitig vor Messestart – erscheint. Aber schon Ende Februar/Anfang März hatte mit der METAV eine wichtige internationale Messe für Fertigungstechnik und Automatisierung ihre Tore geöffnet. Während ich diese Zeilen schreibe, war die METAV allerdings noch in vollem Gange, weshalb sich an dieser Stelle natürlich auch noch kein Messeresümee ziehen lässt. Aber die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Messe waren gegeben. „Die Anmeldungen zur METAV haben in den beiden vergangenen Wochen noch einmal richtig an Schwung gewonnen“, teilte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim METAV-Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) kurz vor Messebeginn mit. Und zwei Wochen vor Messestart konnte der VDW Rekordergebnisse für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie veröffentlichen. Die Produktion war 2011 um 33 Prozent gewachsen, das ist der höchste Wert, der jemals erreicht wurde. Und auch für 2012 erwartet die Branche einen Produktionsanstieg, und zwar um weitere fünf Prozent. Auch wenn es dieses Jahr wahrscheinlich keine neuen Umsatzrekorde geben dürfte, die Chancen für ein stabiles Geschäft auf einem gesunden Niveau stehen gut.
Jetzt gilt es aber, sich nicht auf den Lorbeeren des Vorjahres auszuruhen, vielmehr muss noch stärker und konsequenter in Zukunftstechnologien investiert werden. Viele wichtige Probleme sind nämlich noch nicht gelöst, etwa die Energie- und Ressourceneffizienz in der Produktion, neue Antriebskonzepte in der Automobilindustrie oder die Nutzung neuer Materialien in zahllosen
Anwendungsbereichen.
Unter dem Druck, innovative Produkte in hoher Qualität und zu geringeren Kosten zu entwickeln, haben viele
Unternehmen in den letzten Jahren eine digitale Produktentwicklungsumgebung geschaffen.
Durch den zunehmend hohen Wertschöpfungsanteil von Elektrik, Elektronik und Software kommt der interdisziplinären Produktentwicklung dabei eine immer höhere Bedeutung zu. Dabei stellt die Integration der unterschiedlichen Vorgehensweisen, Werkzeuge und auch Vorstellungen der beteiligten Akteure eine zentrale Herausforderung für die Produktentwicklung dar. Mechatronik und Systems Engineering heißen hier zwei wichtige Disziplinen, die in nächster Zeit sicherlich weiter an Bedeutung gewinnen werden. Was derzeit machbar ist und wohin die Reise künftig gehen wird, lesen Sie in unserem 12-seitigen Schwerpunkt „Mechatronik“ ab Seite 14. Eingeleitet wird die Strecke durch einen Fachbeitrag des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK)
in Berlin zum Thema „Modellbasiertes
Systems Engineering“.

Rainer Trummer, Chefredakteur
rt@win-verlag.de

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Wertschöpfungspotenzial noch viel zu wenig bekannt

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