01 2011

Digital Engineering Magazin 2011/01

Liebe Leser,

das Jahr 2010 neigt sich allmählich dem Ende zu und so bietet es sich an, eine kurze Rückschau zu halten. Wir sollten zufrieden sein mit diesem Jahrgang. Wer hätte gedacht, dass sich die deutschen Industriebranchen nach den dramatischen Produktionseinbrüchen im Jahr 2009, ausgelöst durch die weltweite Finanzkrise, bereits dieses Jahr so gut erholen? Nach den starken Auftragsrückgängen im letzten Jahr konnten viele deutsche Industrieunternehmen erfreuliche Auftragseingänge verzeichnen und blicken – was beispielsweise der aktuelle ifo-Geschäftsklima-Indikator untermauert – ebenso optimistisch ins neue Jahr. Wenn es so weitergeht, könnte so manches Unternehmen bereits 2011 wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Bleiben die guten Randbedingungen bestehen, sollte dies 2012 auch flächendeckend der Fall sein. Eine weiterhin hohe Nachfrage in Asien sowie eine anziehende Konjunktur in den USA würden unsere Exporte weiter stärken und wären die besten Voraussetzungen dafür.

Die gute Stimmungslage sollte auch die letzte große Fach­messe in diesem Jahr, die EuroMold in Frankfurt am Main, beflügeln. Die EuroMold 2010 greift neueste Entwicklungen in der Branche auf und spiegelt diese mit innovativen Workshops und Sonderthemen wider. Mit der Sonderschau „e-Production für Jedermann“ in Halle 11 beispielsweise präsentiert die EuroMold, was bei den „Additiven Technologien“ (Rapid Manufacturing und Rapid Prototyping) möglich ist und zeigt darüber hinaus künftige Einsatzmöglichkeiten. Neu ist die Sonderschau „Energieeffizienz und Werkzeugbau“ in der Halle 8.0. Hier wird gezeigt, wie sich die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Werkzeug- und Formenbau innovativ umsetzen lassen.

Und was könnte im nächsten Jahr auf die Konstrukteure zukommen? Sicherlich mehr Freiheit beim Modellieren. Beispiele dafür sind die Synchronous-Technologie von Siemens PLM Software, die Inventor-Fusion-Technologie von Autodesk oder die jüngste Produktankündigung PTC Creo. Bei Creo beispielsweise können Anwender den Modellierungsansatz ihrer Wahl verwenden und schnittstellenlos zwischen den Modi hin- und herwechseln, ohne dass die Intelligenz in den Modellen verlorengeht. Mehr zu Creo finden Sie bereits in dieser Ausgabe auf Seite 19.

Rainer Trummer, Chefredakteur

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