Mehr Kundennutzen durch Digitalisierung der Antriebstechnik

Siemens Cloud for Industry, Smart Factories und Smart Factory Network

Daten in Echtzeit erfassen und aggregieren: Siemens will künftig Zusatzdienstleistungen für die Antriebstechnik bereitstellen. Themen wie Fernwartung, wobei sich die Betriebszustände der neuen Geräte detailliert über­wachen lassen, sind hier ein erster Schritt.

09 2015

Digital Engineering Magazin 09/2015

Große und kleine Innovationen

Liebe Leser,
die Leistungen deutscher Ingenieure können sich sehen lassen. Nicht umsonst sind deutsche Produkte weltweit so geschätzt und gelten oft als Maßstab für Innovation und Produktqualität. Zwar kratzt die VW-Abgasaffäre derzeit zumindest am Image der Fahrzeugentwickler, dennoch können die vielen Produktentwickler in den technischen Branchen, die tagtäglich kleine und große Innovationen schaffen, auf ihre Leistungen stolz sein. Nur selten sind aber die großartigen Entwicklungen den Menschen außerhalb der Technik-Community bekannt. Um das zu ändern, hat der VDI Verein Deutscher Ingenieure die Kampagne „Ingenieurgeschichten“ ins Leben gerufen und stellt anhand beispielhafter Geschichten einige Projekte ausgewählter Ingenieurinnen und Ingenieure in Form eines Videos oder einer Fotoreportage vor. Derzeit steht das Projekt des Ingenieurs Ralph Hohenwarter im Mittelpunkt. Er entwickelt ein neuartiges Exoskelett, das Querschnittsgelähmten ermöglichen soll, durch eigene Muskelkraft zu laufen.  
Als hüfthohe, elektromechanische Stützen sollen Exoskelette querschnittsgelähmten ­Patienten helfen, den Körper aufrechtzuhalten. Elektromotoren erlauben dabei das Laufen. Das Konzept von Hohenwarter geht jedoch noch einen entscheidenden Schritt weiter. Nach rund einem Jahr bauen nämlich die Muskeln von Querschnittsgelähmten komplett ab, danach können sie sich nicht mehr regenerieren. Beim Exo­skelett von Ralph Hohenwarter werden deshalb die Muskeln als Aktuator verwendet. Nicht der Motor erzeugt die Energie, die zum Laufen notwendig ist, sondern die Muskeln des Patienten selbst. Das Laufen soll so dynamischer, natürlicher und weniger roboterhaft sein. Was besonders bemerkenswert ist: Ralph Hohenwarter betreibt das Projekt in Eigeninitiative, ohne Budget, nur mit Unterstützung der Uni-Kliniken in München und Leipzig.
Interessante Fachbeiträge aus dem Bereich der Medizintechnik finden Sie auch in dieser Ausgabe. In unserem Branchenspecial lesen Sie ab Seite 56 beispielsweise über magnetische Messtechnik in der Laborautomation, über Fluid-Komponenten für ein Analysesystem oder über Sensorik und Steuerelemente in komplexen Trainings- und Therapie-Geräten.

Beste Gesundheit und eine informative Lektüre wünscht Ihnen

Rainer Trummer, Chefredakteur

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