Composites

Material-Simulation für Faserverbund-Werkstoffe

Das mechanische Verhalten von Verbundwerkstoffen wird entscheidend durch die Eigenschaften ihrer Bestandteile und deren gegenseitige Wechselwirkung bestimmt

07 2014

Digital Engineering Magazin 07/2014

Liebe Leser,

der Sommer ist vorbei und wir steuern mit großen Schritten auf einen hoffentlich schönen und milden Herbst zu. Nach einem eher durchwachsenen und mit nur wenig heißen Tagen gesegneten Sommer biegt das Jahr 2014 bereits auf seine Zielgerade ein. Herbstzeit ist für die Geschäftswelt traditionell auch immer Messezeit. In kaum einer anderen Jahreszeit gibt es mehr Events. Die ­Veranstaltungsliste ist lang: AMB, MOTEK, IT & Business, DMS EXPO, Fakuma, EuroBLECH, Materialica, ­VISION, electronica, SPS/IPC/DRIVES und EuroMold heißen einige der wichtigsten Branchentreffpunkte. Logischerweise spielen die vielen Herbstmessen auch in unserer redaktionellen Planung eine wichtige Rolle und wir versuchen, unsere Schwerpunkte dementsprechend zu platzieren.

Die deutsche Maschinenbauindustrie wird Mitte September vermutlich mit geschwellter Brust nach Stuttgart zur Fachmesse AMB fahren. Schließlich läuft es für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie nach wie vor gut. Für das erste Halbjahr 2014 notierte der Auftragseingang der Branche insgesamt sechs Prozent über Vorjahr. Die Inlandsbestellungen stiegen sogar um 18 Prozent, vermeldete der Branchenverband VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) Ende August.
Und jede zweite Werkzeugmaschine „Made in Germany“ wird in Baden-Württemberg produziert. 47,8 Prozent der Beschäftigten in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie, so der VDW, arbeiten in dieser Region. Eine hohe Dichte an Produktionsunternehmen, Zulieferern und Kunden sowie Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen hat Baden-Württemberg zu dieser Hightech-Schmiede Europas gemacht. Dabei sind es insbesondere die kleinen und mittelständischen Hersteller, die weltweit sehr erfolgreich agieren. 50 Prozent der Beschäftigten des baden-württembergischen Maschinenbaus arbeiten in Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern, 60 Prozent der Unternehmen beschäftigen weniger als 100 Mitarbeiter, so das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ­Baden-Württemberg. Die AMB hat also ein Heimspiel im „Ländle“.

Zum Erfolgsrezept unseres Mittelstandes gehören seine Innovationskraft und seine Flexibilität. Das A und O sind dabei effektive Produktentwicklungsprozesse. Eine wichtige Rolle spielen dabei moderne, leistungsfähige Werkzeuge für den Konstruktionsprozess. Durch virtuelle Techniken, zum Beispiel Virtual Reality, lassen sich Produkte schneller und kostengünstiger entwickeln. Welche Wettbewerbsvorteile sich – gerade für kleinere und mittlere Unternehmen – erzielen lassen, zeigt der Beitrag auf den Seiten 56 und 57. Um aber ­VR-Lösungen richtig einsetzen und bedienen zu können, bedarf es einer fundierten Ausbildung. Deshalb müssen künftig auch die Hochschulen ihren Studenten modernste 3D- und VR-Techniken zur Verfügung stellen. Wie eine praxisnahe Ausbildung heutzutage aussehen kann, zeigt der Beitrag über die Hochschule Bochum auf den Seiten 52 bis 55.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst und, sollten Sie die eine oder andere Messe besuchen wollen, – gute Kontakte und fundierte Informationen.

Rainer Trummer, Chefredakteur

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