IoT-Plattform integriert und vereinheitlicht Fahrzeugdaten

BMW-i3-Prototyp mit IoT-Server von Hewlett Packard Enterprise

Beim Aufbau der vernetzten Mobilität sollten die Autobauer von den Erfahrungen der Telekommunikationsindustrie lernen. Sie hat seit vielen Jahren ausgefeilte Konzepte für das Management von Millionen von Geräten und ihrer Dienste im Einsatz. Eine Machbarkeitsstudie mit einem BMW i3 hat nun die Übertragbarkeit dieser Konzepte aufs Auto belegt.

05 2016

Digital Engineering Magazin 05/2016

High-Tech auf den Weltmeeren

Liebe Leser,
die Schifffahrtsindustrie boomt, sei es im Handelsbereich oder im Tourismus. Von Jahr zu Jahr nimmt die Summe der transportierten Ladung beziehungsweise die der beförderten Passagiere zu. Klar, dass sich das auch auf die Schiffe auswirkt. Sowohl Handelsschiffe – meist Containerschiffe – als auch Kreuzfahrtschiffe werden immer größer.
Inzwischen haben die Container-Riesen eine Länge von 400 Metern erreicht und können über 19.000 Standard-Container über die Weltmeere transportieren.
Aber auch die neuen Kreuzfahrtschiffe müssen sich nicht verstecken. Sie werden immer mehr zu schwimmenden Kleinstädten. So hat die Mitte Mai im französischen Saint-Nazaire vom Stapel gelaufene „Harmony of the Seas“ eine Länge von 362 Metern und eine Breite von 66 Metern. Das gigantische Schiff bietet Platz für 6.300 Passagiere und über 2.000 Besatzungsmitglieder. 20 Speisesäle, 23 Pools und ein Park mit mehr 12.000 Pflanzen sind weitere eindrucks­volle Zahlen des Mega-Cruisers.
Bei der Entwicklung dieser schwimmenden Riesen geht es ohne leistungsfähige CAD- und PLM-Software schon lange nicht mehr. Die aktuellsten Werkzeuge für Konstruktion, Berechnung, Simulation, Datenmanagement, Colla­boration und Visualisierung gehören zum Softwareportfolio im Bereich des maritimen ­Engineerings. Aber auch für den Bereich ­Antriebstechnik und Automation ist die Schifffahrtsindustrie eine hochattraktive Branche. Schließlich benötigen moderne Schiffe leistungsfähige und sparsame Antriebe sowie intelligente Steuerungs- und ­Anlagentechnik.
Interessante Aspekte rund um das Engineering im Bereich des Schiffbaus finden Sie in dieser Ausgabe in unserem Branchenschwerpunkt auf den Seiten 19 bis 31.
Beispielsweise befasst sich der Beitrag „Big Data auf dem Wasser“ von Dr. Dirk Max Johns, der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Reeder ist und als Professor an der Hamburg School of Business Administration lehrt, mit dem digitalen Umbruch in der Schifffahrt (Seite 19 bis 21). Unter anderem geht es in dem Artikel um die Tatsache, dass Industrie 4.0 auch für die Schifffahrtsindustrie ein wichtiges Thema ist und die Wertschöpfungsketten der Reedereien erweitern kann. Automatisierung und Vernetzung können zu autonomen Schiffen führen und die Schifffahrt zugleich ökologischer und effizienter machen.
Welche Rolle die Ethernet-gestützte Kommunikation im maritimen Bereich spielt, zeigt dann ein Fachartikel ab Seite 24.
Aber auch die Modernisierung eines bestehenden Schiffes spielt in unserem Branchenschwerpunkt eine wichtige Rolle. Der Beitrag „Innovation mit Tradition“ beschreibt auf den Seiten 30 und 31 den Retrofit eines Dampfschiffes.
Ich hoffe, unser Themenmix rund um das En­gineering in der Schifffahrtsindustrie gefällt Ihnen.

Ihr Rainer Trummer, Chefredakteur

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