Nur jedes 20. Automobilunternehmen in Europa ist wirklich lean

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Nur rund 5 Prozent aller Unternehmen der Automobilindustrie haben aus LEAN-Sicht optimale Geschäftsprozesse. Das hat die LEAN Enterprise Studie 2008 von J&M Management Consulting festgestellt.

 

Zwar hat die Automobilindustrie mit TS 16949 und anderen ISO Zertifizierungen auf dem Papier durchdachte und detaillierte Prozesse, allerdings spiegelt sich das in der Unternehmensorganisation kaum wider.

Gut im Qualitätsmanagement und schlecht auf Prozesse ausgerichtet

"Die Unternehmen sind immer noch zu sehr funktional aufgestellt, d.h. nach Einkauf, Produktion, Marketing oder Vertrieb. In der interdisziplinären Zusammenarbeit hapert es in der Praxis allerdings erheblich", so Karsten Ötschmann, Partner für die Automotivebranche der J&M Management Consulting. "Auch die Integration von Lieferanten und anderen Partnern über Unternehmensgrenzen hinweg ist verbesserungsfähig. Zudem überwiegen in der Branche immer noch klassische Kostenrechnungssysteme und nicht Prozesskostenrechnung." Sehr weit sind die europäischen Automobilunternehmen allerdings bei der Umsetzung von Total Quality Management (TQM) und Umsetzung der Null-Fehler-Qualität.

"Die deutsche Automobilindustrie kann viel aus der LEAN Enterprise Studie lernen", sagte VDAGeschäftsführer Klaus Bräunig. Im Gegensatz zu bisher üblichen Studien hat J&M den LEAN Reifegrad der Unternehmen entlang der unternehmensweiten Geschäftsprozesse bestimmt. In der Vergangenheit waren andere Untersuchungen auf einzelne Abteilungen oder Funktionen fokussiert wie z.B. LEAN Production, LEAN Development, LEAN Sales etc.

Exakte Benchmarks für die LEAN Umsetzung

Die J&M Studie unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. h. c. Lothar Späth hat 32 teilnehmende Unternehmen der Automobilindustrie analysiert. Die Studie zeigt exakte Benchmarks auf. Die Analyse gibt wichtige Impulse, wie Unternehmen erfolgreich LEAN Prinzipien umsetzen können und welche Maßnahmen für weitere Verbesserungen sinnvoll sind. Insbesondere können sie den aktuellen Reifegrad der LEAN Prinzipien in ihrem Unternehmen erkennen, sich mit anderen Unternehmen ihrer Branche vergleichen und Best Practices der Automotive-Branche kennenlernen.

J&M analysierte eine Reihe an Best Practices im LEAN Enterprise. Beispiele für eine exzellente Prozessorientierung sind Kriterien wie unternehmensübergreifende Wertstromanalysen zu Kunden und zu Lieferanten; Cardboard Engineering oder 3P Methodik für Prozesse und Produkte.

Bosch Türkei gewinnt LEAN Enterprise Award

Im Rahmen der Studie wurde der LEAN Enterprise Award 2008 an Bosch Sanayi ve Ticaret A.S. vergeben. Bosch Türkei überzeugte durch die sehr konsequente und zielorientierte Umsetzung der LEAN Prinzipien. Claus Ritter, Projektleiter der J&M Studie: "LEAN Prinzipien genießen bei Bosch Türkei eine hohe Relevanz im gesamten Unternehmen – vom Management bis zu jedem Mitarbeiter. Der Gewinner überzeugte darüber hinaus durch überaus hohes Qualitätsbewusstsein und eine außergewöhnlich konsequente Prozessorientierung."

"Es reicht nicht, erfolgreiche Vorbilder wie Toyota einfach zu kopieren", so Ötschmann. "Um den Branchenprimus zu übertreffen und an die Spitze zu fahren, gilt es LEAN Prinzipien erfolgreich zu adaptieren und konsequent weiterzuentwickeln: Den eigenen Standort bestimmen, die LEAN Prinzipien ganzheitlich umsetzen und auf die spezifischen Anforderungen ausrichten. Damit wird es der europäischen Automobilindustrie gelingen, die Leistungsfähigkeit zu steigern, auf die Überholspur zu wechseln und an die Spitze zu fahren."

Weitere Informationen zur LEAN Enterprise Studie erhalten Sie unter http://www.lean-enterprise-studie.de

 

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