Nissan setzt auf haptisches Feedback im Automobildesign

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Der Autohersteller Nissan optimiert den Designprozess mit virtueller Realität und haptischem Feedback. Die Konstrukteure nutzen die VR-Handschuhe von HaptX, um 3D-Modelle anzufassen und zu bearbeiten.

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Der Autohersteller Nissan optimiert den Designprozess mit virtueller Realität und haptischem Feedback. Die Konstrukteure nutzen die VR-Handschuhe von HaptX, um 3D-Modelle anzufassen und zu bearbeiten.

Das ermöglicht Konstruktionsprüfungen, wie sie bisher nur mit kostspieligen physischen Prototypen in Lebensgröße möglich waren. Die Autoindustrie hat viel in VR-Technologien investiert, die den Bedarf an physischen Prototypen reduzieren. Aber die Konstrukteure gerieten an ihre Grenzen, wenn es um das lebensechte, haptische Handling der 3D-Modelle ging. Die VR-Controller ließen das entsprechende realistische Feedback vermissen, und die Konstrukteure konnten so nicht intuitiv mit ihren Modellen interagieren.  

Nissan und HaptX wollen dieses Defizit gemeinsam angehen. Die Handschuhe von HaptX vermitteln Konstrukteuren ein Gefühl vom Modell, während sie es entwickeln, und sie ermöglichen es, Entwicklungsschritte mit haptischem schneller als mit physischem Prototyping auszuführen. In der Lösung sehen die beiden Unternehmen das Potenzial, den Konstruktionsprozess von Grund auf zu verändern und damit viel Zeit und Kosten zu sparen.

Denn bisher braucht es Jahre von der ersten 3D-Skizze bis zum kompletten physischen Prototypen. Die Handschuhe von HaptX sollen diese Zeit auf Tage schrumpfen lassen. Man kann das Lenkrad anfassen, die Lautstärke regeln oder das korrekte Einrasten des Handschuhfachs in VR erspüren, bevor überhaupt das erste Bauteil geformt wurde. Diese Form einer nuancierten Interaktion vermittelt den Konstrukteuren eine Vorstellung davon, wie die Kunden einmal mit dem Auto zurechtkommen werden.

Jake Rubin, Gründer und CEO of HaptX, sieht die Autohersteller vor der Wahl zwischen mangelhaften Optionen im Konstruktionsprozess. VR-Controller seien unnatürlich und ungeeignet für ein realistisches Feedback, die lebensgroßen, physischen Modelle dagegen seien teuer und limitiert in ihrem Nutzwert. HaptX beseitige nun diese Einschränkungen und ermögliche es Autokonstrukteuren, ihre neuen Fahrzeugmodelle über den gesamten Designprozessm hinweg zu taktil zu erfahren und das Rapid Prototyping in die virtuelle Welt zu verlagern.

Nissan ist der erste japanische Autohersteller, der die HaptX-Handschuhe einsetzt und hat bereits mehrere Autodesigns via Handschuh anfassbar gemacht, darunter den Nissan Leaf, ein beliebtes Elektrofahrzeug, und den Nissan IMs, eine voll elektrifizierte Luxus-Konzeptlimousine, die an der NAIAS im Januar zu sehen war.

Gezeigt wurde die Lösung an der derzeit noch laufenden Konferenz South by Southwest (SXSW) in Austin, Texas. HaptX ist einer der Finalisten für den dort verliehenen Interactive Innovation Award in der VR/AR/MR-Kategorie.

Video: https://youtu.be/t2cAHIdBZ4I

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