Coronavirus: Wie 3D-Druck die Ansteckungsgefahr vermindern hilft

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Coronavirus: Wie 3D-Druck die Ansteckungsgefahr vermindern hilft

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Mit einem 3D-gedruckten Bauteil könnte sich die Ansteckungsgefahr durch Viren verringern. Materialise, Anbieter im 3D-Druck, hat einen Aufsatz für Türgriffe konstruiert, der sich mit 3D-Druck fertigen lässt und der es ermöglicht, Türen mit dem Unterarm zu öffnen und zu schließen.
Ansteckungsgefahr mit 3D-Druck vermindern

Quelle: Materialise

  • Viruspartikel, auch Virionen genannt, können auf Oberflächen längere Zeit ansteckend sein.
  • Besonders mit der Hand zu öffnende Türgriffe bergen eine hohe Ansteckungsgefahr.
  • Ein 3D-gedrucktes, kostenlos verfügbares Design schafft Abhilfe.
  • Die erste Lösung eignet sich für zylindrische Griffe, weitere Formen sind nach Bedarf in Planung

Der 3D-Druck kann helfen, die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus zu verringern. Materialise, Anbieter im 3D-Druck, hat einen Aufsatz für Türgriffe konstruiert, der sich mit 3D-Druck fertigen lässt und der es ermöglicht, Türen mit dem Unterarm zu öffnen und zu schließen. Auf diese Weise ist kein direkter Kontakt mit dem Türgriff erforderlich. Das Unternehmen bietet das druckbare Design kostenlos an und fordert die globale 3D-Druck-Community auf, den Türöffner in 3D zu drucken und weltweit verfügbar zu machen.

Türgriffe bergen hohe Ansteckungsgefahr

Experten glauben, dass SARS-CoV-2 längere Zeit auf Oberflächen überleben kann. Daher stellen gerade Türgriffe ein hohes Kontaminationsrisiko dar. Der 3D-gedruckte Türöffner kann an vorhandenen Türgriffen befestigt werden. Er verfügt über eine paddelförmige Verlängerung, mit der sich die Tür mit dem Arm statt mit der Hand öffnen und schließen lässt. Müssen Türen aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben, entfällt der Handkontakt bei Nutzung des 3D-gedruckten Türöffners. Dies kann dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Die Montage erfolgt, ohne Löcher zu bohren oder den vorhandenen Türgriff zu ersetzen. Das erste Modell ist für zylindrische Griffe ausgelegt. Materialise plant weitere Designs nach Bedarf, die mit unterschiedlichen 3D-Druckverfahren gefertigt werden können.

Druckbares Design kann kostenlos heruntergeladen werden

Die Idee für den Griffaufsatz entstand bei einer internen Besprechung über Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Besuchern. Schnell war klar, dass mehr Menschen von diesem Design profitieren könnten, daher wurde beschlossen, die druckbare Datei kostenlos zur Verfügung zu stellen. Nun kann jeder mit Zugriff auf einen 3D-Drucker das Design herunterladen und es innerhalb weniger Stunden lokal herstellen. Dank 3D-Druck könnte dieser Türöffner in kürzester Zeit weltweit verfügbar sein. 2018 wurden weltweit mehr als eine halbe Million 3D-Drucker verkauft. Die Datei mit dem druckbaren Design kann unter https://www.materialise.com/en/hands-free-door-opener heruntergeladen werden.

Der 3D-Druck ist eine digitale Fertigungstechnologie, mit der Produkte schnell, in kleinen Chargen und vor allem lokal hergestellt werden können. Vor dem Hintergrund, dass Reisen und Transport immer schwieriger werden, ist eine Vor-Ort-Fertigung umso wichtiger.

„Die Kombination aus den Möglichkeiten des 3D-Drucks mit 30 Jahren 3D-Druck-Erfahrung von Materialise macht es möglich, eine Idee in weniger als 24 Stunden in ein innovatives Produkt zu verwandeln“, sagt Fried Vancraen, CEO von Materialise. „Indem das Design dann digital verfügbar gemacht wird, kann es überall auf 3D-Druckern produziert werden und ist in wenigen Stunden weltweit erhältlich. In diesem Fall haben wir das Produkt in Belgien entwickelt, und Menschen in China, Europa oder den USA können den Türöffner jetzt in 3D lokal drucken.“

Personen, die keinen Zugang zu einem 3D-Drucker oder einer lokalen 3D-Druckfabrik haben, können den Türöffner auch über das Portal von i.materialise bestellen. Zwei Griffaufsätze zum handfreien Öffnen von Türen mit zugehörigen Schrauben sind hier für 40 Euro erhältlich.

Weitere Informationen: www.materialise.com/de

Video zum Türgriffaufsatz: https://youtu.be/w_j0En_Ef20

Erfahren Sie hier mehr darüber, was den 3D-Druck sicherer macht.

Lesen Sie auch: „Tastsensor: Damit Roboter fühlen können“.

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