Sick trauert um Gisela Sick Gisela Sick: Ein herausragendes Leben ist zu Ende

Von Sick 2 min Lesedauer

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Gisela Sick ist vergangenen Freitag, den 1. November 2024, im Alter von 101 Jahren verstorben. Von der ersten Stunde an, im Jahre 1946 in Vaterstetten bei München, unterstützte sie das Unternehmen Sick bis zum heute globalen Konzern.

Gisela Sick verstirbt im Alter von 101 Jahren.(Bild: Sick AG)
Gisela Sick verstirbt im Alter von 101 Jahren.
(Bild: Sick AG)

„Gisela Sick war eine beeindruckende Persönlichkeit“, sagt Sick-Vorstandsvorsitzender Dr. Mats Gökstorp. „Wir haben ihr viel zu verdanken. Seit dem ersten Tag unseres Unternehmens war und bleibt sie untrennbar mit der Kultur, der langfristigen Ausrichtung und dem nachhaltigen Geschäftserfolg verbunden. Sie war eine Frau mit großem Mut, starker Schaffenskraft und unternehmerischer Weitsicht. Das hat unseren Weg zum globalen Konzern geebnet. Wir gedenken ihr mit größtem Respekt und werden ihr Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt den Töchtern, Enkelkindern und Urenkelkindern von Gisela Sick.“

 Als Dr. Erwin Sick 1946 in einer Baracke in Vaterstetten bei München von der amerikanischen Militärregierung die Lizenz für ein selbstständiges Ingenieurbüro erhielt, organisierte Gisela Sick auf 20 Quadratmetern in der Baracke Firma und Familienleben. Sie führte die Buchhaltung und schrieb auf ihrer Schreibmaschine die ersten Patentanmeldungen für optisch-elektronische Geräte. 1954 zog die Familie nach Oberkirch (Baden), um mehr Platz für die Produktion zu haben. Bereits zwei Jahre später siedelten sie nach Waldkirch in das Bürgerhaus „An der Allee“. In den unteren Stockwerken wurde für die Firma entwickelt und produziert, oben wohnte die Familie. Ab Mitte der 1960 Jahre bis in die 1990er Jahre wurde auch an einem Münchner Standort entwickelt. In dieser Zeit lebte die Familie in Waldkirch und in München. In den 1970er Jahren wurde der Grundstein für das heutige Firmengelände in Waldkirch und auch der Internationalisierung von Sick gelegt. Gisela Sick begleitete auch persönlich die Gründungen von Tochtergesellschaften, zum Beispiel in den USA und Japan.

 Als Dr. Erwin Sick 1988 verstarb, zögerte Gisela Sick keine Minute, das Unternehmen Sick selbstständig zu halten und gab der Geschäftsführung sowie den vielen langjährigen Mitarbeitenden entschieden Rückhalt für die wachsende Geschäftsentwicklung und verlegte ihren Lebensmittelpunkt nach Waldkirch. Als Mitglied des gegründeten Beirats, ab 1994 des Aufsichtsrats der Sick AG und ab 1999 als Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats unterstützte sie alle grundlegenden Entscheidungen auf dem Weg zum globalen Unternehmen. Der Vorstand konnte sich gewiss sein, dass sie zur Unabhängigkeit des Unternehmens steht und auch alle mutigen Entscheidungen mitträgt.

Weitreichendes Engagement und Auszeichnungen

Dr. Robert Bauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sick AG: „Mit Gisela Sick verlieren wir eine große Persönlichkeit. Durch ihre natürliche Autorität verbunden mit einem großen gesellschaftlichen Anspruch, hat Gisela Sick weit über das Unternehmen hinausgewirkt. Ihre bescheidene Selbstverständlichkeit, mit der sie ihre Werte lebte, ist ein Vermächtnis und unterstreicht ihr eindrucksvolles Lebenswerk. Mein aufrichtiges Beileid gilt der Familie Sick.“

Auszeichnungen für Gisela Sick
1993     Ehrennadel in Gold der Industrie- und Handelskammer
1995     Würdigung für jahrzehntelangen persönlichen Einsatz für die berufliche Ausbildung
2002     Medaille für besondere Verdienste um die Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg
2002     Gründung der Gisela und Erwin Sick Stiftung
2009     Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
2011     Ehrenbürgerin der Stadt Waldkirch
2012     Bundesverdienstkreuz
2017     Eröffnung des Gisela Sick Bildungshauses

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