13.03.2012 – Kategorie: Fertigung & Prototyping, Hardware & IT, Management

Neue Software für den Einsatz bei Verbundstoffkonstruktionen

spine-based-simulation

Siemens PLM Software hat FibersimT 2012 eingeführt. Diese neue Software trägt zur Risikoreduzierung in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilbranche und in der Windkraftindustrie bei, indem die Konstruktion und Herstellung mithilfe innovativer, langlebiger und leichter Verbundwerkstoffstrukturen optimiert werden. Die Software wurde von Vistagy entwickelt, einem Unternehmen, das am 7. Dezember 2011 von Siemens aufgekauft wurde und nun eine Geschäftseinheit innerhalb von Siemens PLM Software ist.


Fibersim 2012 reduziert Ungewissheiten bei der Leistung von Verbundstoffteilen, indem die gewünschten Faserausrichtungen während des gesamten Entwicklungsprozesses definiert, übermittelt und validiert werden, damit sichergestellt wird, dass alle Spezifikationen erfüllt werden. Indem Fehler bei der Konstruktionsauswertung vermieden werden, lässt sich das Risiko der Herstellung überdimensionierter Teile verringern, deren Verhalten unvorhersehbar ist und die noch dazu unnötig schwer und teuer sind.


Fibersim, die weltweit führende Konstruktionssoftware für Verbundstoffe, ermöglicht Branchenführern in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilbranche, dem Windenergiesektor und anderen Industriezweigen, die Herausforderungen innerhalb des gesamten Entwicklungsprozesses zu meistern – von der Konzeption, über die Definition detaillierter Laminate, die Simulation von Schicht-Layups bis hin zur Generierung von Herstellungsdatenströmen zur Qualitätsprüfung. Fibersim ist vollständig in branchenführende, kommerzielle 3D-CAD-Systeme integriert.


Branchenführer wie BAE Systems Composite Structures Nordex und MBDA Missile Systems entschieden sich 2011 bereits bei der Verbundstoffkonstruktion für Fibersim.


Spezielle Vorteile von Fibersim 2012:



  • Zusätzliche Möglichkeiten zur Konstruktionsoptimierung – Fibersim 2012 bietet eine neue gerüstbasierte Rosette, die die Definition der gewünschten Faserausrichtungen entlang eines Pfades ermöglicht, der dann im gesamten Entwicklungszyklus übermittelt und validiert werden kann, und steigert somit das Vertrauen in die Leistungsstärke der gefertigten Verbundstoffteile. Die Beibehaltung der gewünschten Faserausrichtungen in gefertigten Teilen – ob für ein Tragwerk, einen C-Rahmen für Automobile oder ein 60 Meter langes Windturbinen-Rotorblatt – ist ein wichtiger Aspekt bei der Optimierung von Gewicht und Leistung.

  • Präzise Simulation der Anpassung von Verbundstoffmaterialien an komplexe Formen – Mit Fibersim 2010 wurden neue und fortschrittliche Material- und Prozesssimulationen für vielschichtige Materialien eingeführt, darunter NCF-Materialen und Schichtaufbausimulationen. Fibersim 2012 baut auf diesen Funktionen auf, um eine größere Anzahl an Materialien und Fertigungsprozessen zu simulieren, wobei die erste gerüstbasierte Simulation für Teile verwendet wird, die mit Methoden zur Fasersteuerung hergestellt werden. Das Steuern von Fasern entlang dem Pfad eines Tragwerks, einer komplexen B-Autosäule oder einer angerissenen Linie auf der Gussform eines Windturbinen-Rotorblatts verursacht an bestimmten Stellen Knicke und Verformungen. Indem diese Probleme bereits zu Beginn des Konstruktionszyklus erkannt werden, können wichtige Entscheidungen getroffen und somit sichergestellt werden, dass die erwartete Stabilität der Teile zeitgerecht und kostengünstig erzielt wird.

  • Effiziente Übermittlung einer kompletten Teiledefinition zwischen den Konstruktions- und Auswertungsabteilungen – Die neue Version stellt einen Durchbruch beim Austausch der Daten von Mehrachsigem Material und Kernmaterial (Core) dar und ermöglicht die effiziente Übermittlung von zwei wichtigen Konstruktionskomponenten zwischen Analyse und Engineering im gesamten iterativen Entwicklungszyklus. Eine präzise Auswertung der Steifigkeit und Stabilität von Teilen erfordert die Einbeziehung von mehrachsigen und Kernmaterialien, die in Konstruktionen der Luft- und Raumfahrt, der Automobilbranche und der Windkraftindustrie gang und gäbe sind. Vereinfachung der Entwicklung und Dokumentation von Verbundstoffteilen – Fibersim 2012 vereinfacht die Verbundstoffentwicklung mit neuen intuitiven Konstruktions- und Dokumentations-Tools für Ingenieure mit unterschiedlicher Erfahrung. Die schwierigste und zeitaufwendigste Konstruktionsaufgabe besteht in der Erfassung der Stufungsspezifikationen für Bereiche mit unterschiedlicher Dicke. Fibersim 2012 stellt hierzu den neuen Stagger Editor vor, eine visuelle Drag-and-Drop-Methode zur leichteren Erfassung dieser Spezifikationen. Große Flugzeugteile wie Flügel, Stabilisatoren und Tragwerke weisen eine große Anzahl verschiedener, gestufter Profile auf. Der Stagger Editor erleichtert die Entwicklung der Profile und reduziert Konstruktionsfehler.

Fibersim lässt sich als Einzelanwendung einsetzten oder als Kernstück des Software- und Dienstleistungsportfolios AerosuiteT nutzen und zugleich eine umfassende Lösung von der frühen Entwurfsphase bis hin zur Qualitätssicherung darstellt. Flugzeugentwicklern und -herstellern wird dadurch die Möglichkeit geboten, optimierte Teile und Baugruppen in kürzerer Zeit und zu geringeren Kosten zu entwickeln. Außerdem enthält Aerosuite die Software SyncrofitT, die der Entwicklung und Fertigung komplexer Baugruppen und großer Flugzeugstrukturen dient, Quality Planning EnvironmentT zur Entwicklung von Plänen für die Beurteilung der Flugzeugstrukturqualität und die professionellen Dienstleistungen von Vistagy für die Luft- und Raumfahrtindustrie.


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