Fraunhofer LBF für die Zukunft gerüstet Systemkompetenz für kreislauffähige Produkte

Von Fraunhofer LBF 3 min Lesedauer

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Das Fraunhofer LBF in Darmstadt startet 2026 mit einer Neuausrichtung, um integrierte FuE-Leistungen anzubieten – von der Materialauswahl bis zur Systemintegration. Forschungspartner profitieren von digitaler Kompetenz und Kreislauffähigkeit, um langlebige Produkte effizienter und schneller zur Anwendung zu bringen.

Systemkompetenz für zuverlässige, kreislauffähige Produkte: Die Forschenden am Fraunhofer LBF bieten ganzheitliche Lösungen für vielfältige Anforderungen. (Bild:  Fraunhofer LBF, Raapke)
Systemkompetenz für zuverlässige, kreislauffähige Produkte: Die Forschenden am Fraunhofer LBF bieten ganzheitliche Lösungen für vielfältige Anforderungen.
(Bild: Fraunhofer LBF, Raapke)

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt geht mit einer umfassenden Neuausrichtung in das Jahr 2026. Ziel ist es, durchgängige FuE-Leistungen aus einer Hand anzubieten – von der Materialauswahl über die Komponentenbewertung bis zur Systemintegration, Validierung und Betriebsüberwachung. Dafür verbindet das Institut Material-, Struktur- und Systemkompetenz gezielt mit digitalen Methoden, KI und digitalen Zwillingen sowie mit Strategien für Kreislauffähigkeit entlang des Produktlebenszyklus.
So unterstützen die Darmstädter Forschenden Industriepartner dabei, sichere, effiziente und langlebige Produkte schneller in die Anwendung zu bringen und zugleich Ressourcen effizienter zu nutzen. Die strategische Neuausrichtung des Fraunhofer LBF ist eine Antwort auf die wachsenden Bedarfe der Industrie an kreislauffähige, zuverlässige Hightech-Produkte, die trotz hoher Anforderungen an Funktion und Sicherheit wirtschaftlich entwickelt und abgesichert werden müssen. 

Zukunftsfähig für Industrie und Forschung

Ab 2026 bündelt das Fraunhofer LBF seine Kompetenzen aus den Bereichen Betriebsfestigkeit, Adaptronik und Kunststoffe in einer einheitlichen, interdisziplinären Struktur. Ziel ist es, Kundinnen und Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Materialentwicklung über die Komponentenbewertung bis zur Systemintegration – noch effizienter und flexibler zu unterstützen.
Im Zentrum steht der Bereich "Research and Development (RD)" mit sechs Forschungsabteilungen, der die wissenschaftlichen Schlüsselkompetenzen des Instituts systematisch weiterentwickelt und in transferorientierte, anwendungsnahe Angebote überführt. Die Schnittstelle zu Markt und Gesellschaft stärkt das Fraunhofer LBF mit dem Bereich "Innovation, Transfer and Cooperation (ITC)": Das ITC beobachtet Bedarfe und Trends, identifiziert Chancen, initiiert und koordiniert kompetenzübergreifende Vorhaben und unterstützt den schnellen Transfer in industrielle Anwendungen.
Die Abteilung "Test Bench Design, Implementation and Operation (TIO)" bündelt die Versuchsinfrastruktur des Instituts und sorgt für eine effiziente, professionelle Durchführung experimenteller Versuche und Validierungen.

Produkte für eine nachhaltige Zukunft

Mit der organisatorischen Weiterentwicklung geht eine klare inhaltliche Fokussierung einher: Das Fraunhofer LBF richtet sein Leistungs- und Forschungsangebot entlang von sechs Feldern aus – Digital Twins & Simulation, Dynamics & Vibration Engineering, Reliability Assessment & Lifetime Prediction, Validation & Prototyping, Sustainability & Circularity sowie Consulting & Training. Ziel ist es, wissenschaftliche Methoden, Forschungskapazitäten und Transferpfade so zu verzahnen, dass Unternehmen frühzeitig im Rahmen der Entwicklung ihrer Produkte belastbar entscheiden können und zuverlässige, kreislauffähige Lösungen schneller in die Anwendung bringen.
Durch die konsequente Verbindung von Material-, Struktur- und Systemkompetenz mit digitalen Methoden, KI und Kreislaufstrategien unterstützen die Fraunhofer-Experten die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Produkten entlang des gesamten Lebenszyklus – von der Materialauswahl über die Produktentwicklung und -validierung bis zur Betriebsüberwachung und zur Verwertung der Produkte. Ergänzend fördert das Institut den Wissenstransfer durch Beratungs- und Weiterbildungsangebote.

Insgesamt schafft die neue Ausrichtung ein dynamisches und zukunftsfähiges System, das Innovationen fördert und die Wettbewerbsfähigkeit der Partner nachhaltig stärkt. Großunternehmen und KMU profitieren gleichermaßen von einem ganzheitlichen Leistungsangebot, das klassische Ingenieurdisziplinen mit modernsten digitalen Methoden verbindet – unabhängig von der Branche.
„Dank jahrzehntelanger Erfahrung und praxisnaher Zusammenarbeit liefern wir Lösungen, mit denen unsere Kundinnen und Kunden Effizienz und Qualität in der Produktentstehung steigern, intelligente Produktfunktionen realisieren und Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit in der Gestaltung und Nutzung ihrer Produkte vorantreiben können“, erklärt Institutsleiter Prof. Dr. Tobias Melz.

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