Nachhaltigkeit: Kinder spielen bald mit Autos aus erneuerbaren Polymeren

Quelle: Mattel

Mattel setzt zur Fertigung seiner Produkte künftig zertifizierte erneuerbare Polymere aus dem Trucircle-Programm von Sabic ein. Als erste Spielwaren mit Sabic PP (Polypropylen) führt der Spielwarenhersteller 2022 diverse Artikel der Produktwelten Mega und Matchbox im Handel ein. So beginnt Nachhaltigkeit schon im Kinderzimmer.

Den Anfang macht Mega Bloks Green Town, die erste als kohlenstoffneutral zertifizierte Spielzeugproduktlinie im Masseneinzelhandel. Diese neuen Bausteinesets – einschließlich Grow & Protect Farm und Green Town Bau- & Lernspaß Eco Haus – greifen die nachhaltige Materialwahl auf und tragen dazu bei, Kinder an ein umweltverträgliches Verhalten heranzuführen. Im Rahmen der Marke Matchbox werden Sabic-Materialien in allen Action Drivers Spielsets und den Recycling Trucks eingesetzt, die das Motto der Initiative ‚Driving Towards a Better Future‘ unterstützen. Im Einklang mit dem Unternehmensziel Nachhaltigkeit sind diese darauf ausgerichtet ist, bis 2030 sämtliche Matchbox Druckgussautos, Spielsets und Verpackungen mit 100 Prozent recycelten, recycelbaren oder biobasierten Materialien herzustellen.

„Die Zusammenarbeit mit Mattel ist ein Beispiel dafür, wie wir unsere Kunden in weiten Bereichen der Konsumgüterindustrie mit Materialien unterstützen, die zur Reduzierung ihres Kohlenstoff-Fußabdrucks beitragen können, und Mattel gilt hier als Pionier in der Spielwarenbranche“, sagt Lada Kurelec, General Manager, PP & E4P Business bei Sabic. „Unsere Kunststoffe aus erneuerbaren Quellen erleichtern die nachhaltige Umstellung bestehender fossilbasierter Anwendungen ohne Abstriche bei Reinheit und Qualität. Wir freuen uns sehr über die Umsetzung dieser Kooperation zur Wertschöpfung durch eine nachhaltigere Materialwahl auf der Basis unseres Trucircle-Portfolios.“

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft als Unternehmensziel

Mattel ist das erste Unternehmen im Spielzeugmarkt, das gemeinsam mit Sabic den Einsatz erneuerbarer Rohstoffe der zweiten Generation für hochwertige neue Kunststoffanwendungen im Rahmen einer Massebilanzierung realisiert. Die Partnerschaft unterstützt unmittelbar auch das Ziel von Mattel, bis 2030 zu 100 Prozent nur noch recycelte, recycelbare oder biobasierte Kunststoffe in seinen Produkten und Verpackungen zu verwenden und ist ein bedeutender Schritt des Unternehmens im Wandel hin zu einer effektiven Kreislaufwirtschaft.

„Wir sind bestrebt, innovative Produkte zu entwickeln, die nach den Prinzipien von Produktverantwortung und Kreislaufdesign zum Wohl unseres Planeten nachhaltige Materialien einbeziehen“, betont Pamela Gill-Alabaster, Head of Global Sustainability bei Mattel. „In Übereinstimmung mit unserer Strategie erschließt uns diese neue Partnerschaft mit Sabic eine Vorreiterrolle im Markt – mit Produkten aus ISCC-zertifizierten Rohstoffquellen, die einen kleineren Kohlenstoff-Fußabdruck haben, aber die gleiche Qualität und Sicherheit bieten wie solche aus traditionellen neuen Kunststoffen.“

Keine Konkurrenz zu Nahrungsmitteln

Das Spektrum der zertifizierten erneuerbaren Polymere umfasst diverse Polypropylen- und Polyethylen-Materialien aus erneuerbaren Rohstoffen, die nicht im direkten Wettbewerb mit der Produktion von Nahrungsmitteln und Tierfutter stehen. Eine Cradle-to-Gate-Lebenszyklusanalyse hat die überlegene Nachhaltigkeit dieser Kunststoffe bestätigt. Demnach reduziert jedes Kilogramm der biobasierten Polymere des Unternehmens gegenüber fossilbasierter Neuware die CO2-Emissionen um durchschnittlich 4 Kilogramm und verringert gleichzeitig die Verknappung fossiler Rohstoffe um bis zu 80 Prozent. Darüber hinaus erleichtern diese pflanzlichen Materialien die Umstellung fossilbasierter Anwendungen ohne Einbußen an Reinheit, Qualität, Sicherheit oder Komfort.

Die Nachhaltigkeit der zertifizierten erneuerbaren Polymere wird unter Umsetzung einer Massebilanzierung gemäß dem International Sustainability and Carbon Certification Plus (ISCC) Programm validiert. Die Massebilanzierung ermöglicht eine präzise Zuweisung des erneuerbaren Kunststoffanteils von der Produktion und Verarbeitung bis hin zur Anwendung. Die Zertifizierung erleichtert außerdem die Nachverfolgung der Materialströme entlang der gesamten Versorgungskette der beteiligten Partner vom Rohstoff bis zum Endprodukt.

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