Erste Live-Konzerte finden wieder statt – zur Freude des Publikums und der Adam Hall Group. Die Pandemie war für den Eventtechnik-Spezialisten eine schwierige Zeit. Das Unternehmen hat sie aber gut genutzt und bringt nun neue Produkte mit einer PLM-Lösung schneller auf die Bühne.
(Quelle: Adam Hall Group)
Multiprojektmanagement im Eventbereich: Die Produkte der Adam Hall Group begeistern unter anderem Bands, DJs und Musikfans überall auf der Welt. Das Unternehmen ist einer der größten Eventtechnik-Anbieter und versorgt die Branche mit hochwertigen Eigen- und über 30 Vertriebsmarken für Live-Shows und Festinstallationen. Das Portfolio umfasst Audio- und Beschallungstechnik, Flightcase-Komponenten, Kabel, Stative und weiteres Bühnenequipment sowie LED-Beleuchtungslösungen. Fachhändler, Veranstalter, Dienstleister und Industriekunden bekommen so alles aus einer Hand, inklusive Rundum-Service.
Seit 1975 im Geschäft
1975, als die Bay City Rollers die Charts stürmten, gründete Adam Hall nahe London sein Geschäft mit der Produktion hochwertiger Flightcase-Beschläge. Der britische Musiker David Kirby baute das deutsche Tochterunternehmen auf und übernahm 1993 die Muttergesellschaft Adam Hall Ltd. Seither hat die Adam Hall Group ihren Hauptsitz im hessischen Neu-Anspach, wo auch die Produktentwicklung und ein 2018 neu gebautes Experience Center angesiedelt sind, in dem modernste Eventtechnik live zu erleben ist.
Multiprojektmanagement für den Ausbau der Eigenmarken
Die Adam Hall Group ist in den letzten Jahren dynamisch gewachsen, beschäftigt heute rund 250 Mitarbeiter*innen und hat ihr Eigenmarken-Portfolio massiv erweitert. Diese werden größtenteils in-house entwickelt und dann von Fertigungspartnern in Fernost in Serie produziert. „Die Arbeitsaufteilung kann aber von Projekt zu Projekt variieren“, erklärt Teamleiter Mechanical Engineering Mario Eckert.
Das Unternehmen hat in Design, Konstruktion und vor allem in der Elektronik- und Softwareentwicklung viele neue Fachkräfte eingestellt, weil die Produkte immer digitaler werden. „Wir stehen vor der Herausforderung, eine wachsende Zahl von Entwicklungsprojekten zu organisieren, mit einem Mix an Kompetenzen, den es früher so nicht gab“, sagt Chief Technology Officer (CTO) Andreas Modschiedler. „Zudem müssen wir die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Fertigungspartnern weiter ausgestalten, um unseren Anspruch an die Produkt- und Servicequalität aufrecht zu erhalten.“
Dieses zentrale Ziel verfolgt die Adam Hall Group mit dem Einsatz eines effizienten Produktdaten- und Multiprojektmanagements. Als Basis dafür wählte das Unternehmen CIM Database PLM von Contact Software. Das IT-Projekt des Eventtechnik-Anbieters wird insbesondere von den Mitarbeitern Henrik Lucas-Melcher, Mario Eckert und Andreas Modschiedler vorangetrieben.
(Henrik Lucas-Melcher (links), Mario Eckert (Mitte) und Andreas Modschiedler treiben das PLM-Projekt der Adam Hall Group voran. Bild: Adam Hall Group)
Viele Projekte gleichzeitig dank Multiprojektmanagement
In der Forschung und Entwicklung führt die Adam Hall Group jedes Jahr eine hohe zweistellige Zahl an Projekten unterschiedlicher Intensität durch. Bei einigen ist der Eigenanteil gering - bei anderen machen die Entwickler fast alles selbst und bearbeiten teilweise mehrere Projekte gleichzeitig.
„Wir machen die Auslastung der Teams besser sichtbar, indem wir das Excel-basierte Taskmanagement und die Zeiterfassung nach Contact Project Office verlagern“, erklärt Henrik Lucas-Melcher, der das interne Project Management Office (PMO) leitet. „So können wir Engpässe frühzeitig erkennen und entsprechend gegenlenken“.
Project Office verbindet die Planungs- mit der Ausführungsebene durch klassische und agile Verfahren. Die Lösung unterstützt einerseits die Projektmanager bei der Roadmap-Planung, dem Ressourcenmanagement und der Projektsteuerung. Andererseits ermöglicht sie den Teams, Detailaufgaben innerhalb der Planvorgaben selbstorganisiert zu bearbeiten.
Die PLM-Einführung hat die Adam Hall Group zudem für organisatorische Verbesserungen genutzt. „Wir haben den Produktentstehungsprozess durch ein einheitliches Vorgehensmodell mit verbindlichen Meilensteinen stärker standardisiert“, erläutert CTO Modschiedler. Dies erleichtert das Reporting und gibt dem Management einen besseren Überblick über das Projektgeschehen. Lucas-Melcher ergänzt: „Wir können dann verlässlichere Aussagen über den aktuellen Status unsere Projekte machen.“
So arbeitet die Entwicklung heute
Die Industriedesigner gestalten die Produkte der Adam Hall Group mit Rhino3D und übergeben ihre Daten an die mechanische Konstruktion, die sie mit SolidWorks parametrisch aufbereiten. Schaltungen planen die Elektro-Konstrukteure mit der ECAD-Software Altium Designer, die mit dem MCAD-System integriert ist. Über SolidWorks werden Leiterplatten und andere Elektro-Baugruppen dann als Einzelteile im PLM-System CIM Database angelegt.
Stand: 16.12.2025
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Früher verwalteten die Konstrukteure ihre Daten auf einem Fileserver. Das führte bei wachsender Anwenderzahl nicht nur zu Fehlern, sondern erschwerte auch die Teilesuche. Heute unterstützt das PLM-System die Wiederverwendung von Teilen, was den Aufbau von Baukastensystemen und Produktplattformen enorm vereinfacht.
„Wir haben bereits unterschiedliche Module definiert, die wir miteinander kombinieren können, um zum Beispiel Lautsprechersysteme zu variieren und zu skalieren“, erläutert Eckert.
Skalierbare Low-Code-Plattform
Das mittlerweile produktive PLM-System hat die Entscheider im Unternehmen vor allem durch das nahtlos integrierte Multiprojektmanagement in Kombination mit der CAD-Daten- und Dokumentenverwaltung überzeugt. Ausschlaggebend war auch, dass die Contact Elements Plattform weitere für die Adam Hall Group relevante und leicht anpassbare Bausteine wie Universal Classification, Engineering Change Management und vieles mehr im Standard mitbringt. Sie ist der Technologie-Baukasten für alle Contact-Produkte, den auch Kunden und Partner für die Entwicklung eigener Lösungen nutzen.
(Mario Eckert, Teamleiter Mechanical Engineering, geht davon aus, dass sich die Plattformstrategie und das bessere Handling von Wiederholteilen positiv auf die Projektlaufzeiten und Kosten auswirken werden. Bild: Adam Hall Group)
Da die Adam Hall Group keine eigenen PLM-Spezialisten hat, übernimmt Contact Software die Implementierung und Konfiguration neuer Funktionen, was in agilen Sprints erfolgt. So können Prozessverantwortliche und Anwender direkt Feedback geben. Unter anderem haben die Experten des Software-Herstellers eine neue Objektklasse für Muster und Prototypen angelegt, mit Relationen zu den Projekten und dem im Standard vorhandenen Dokumenten- und Teilemanagement.
Das hilft dem Unternehmen sehr. CTO Modschiedler erklärt: „Wir testen extern gefertigte Prototypen früh gegen unsere Anforderungen. Das müssen wir dokumentieren, um jederzeit nachvollziehen zu können, welche Stände wir mit welchen Ergebnissen getestet und welche Entscheidungen wir getroffen haben.“
Weiterer Ausbau geplant
Aktuell steht das Update auf die neue CIM Database Version an. Auch ist geplant, die Funktionen für das Multiprojektmanagement und die Roadmap-Planung auszubauen, und das PLM-System für andere Geschäftsbereiche der Adam Hall Group nutzbar zu machen.
Auf diese Weise sollen die Servicetechniker und Qualitätsingenieure über ein neues Portal auf die für sie relevanten PLM-Dokumente zugreifen können, wenn der Releasewechsel abgeschlossen ist. Dazu sind noch einige wenige Erweiterungen in der Weboberfläche nötig, aber das beunruhigt den CTO nicht: „Wir stehen in engem Kontakt mit Contacts Produktmanagern und Entwicklern und sind froh über die partnerschaftliche Zusammenarbeit.“
Der Autor Michael Wendenburg ist freier Fachjournalist in Sevilla, Spanien.