Motek 2018: Neue Scara-Roboter in der Pipeline

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ts2_60_medical

Die neue Vierachs-Baureihe TS2 verschiebt nach Angaben des Herstellers Stäubli die Leistungsgrenzen für Scara-Roboter nach oben. Die komplette Neuentwicklung der Vierachser mit eigenentwickelter JCS-Antriebstechnik soll kürzere Zykluszeiten erreichen und dank Hygienedesign den Einsatz in sensitiven Umgebungen erweitern.

Stäubli Robotics zeigt in Stuttgart am Messestand 7306 in Halle 7 die komplett neu konstruierten Maschinen. Sie sind jetzt modular aufgebaut und verfügen erstmals über die hauseigene JCS-Antriebstechnik, die bereits bei den Sechsachsern Maßstäbe setzt. Diese Technologie ist der Schlüssel für den enormen Performancezugewinn der TS2-Vierachser. Sie ermöglicht dank Hohlwellenausführung ein einzigartiges Reinraumdesign, bei dem außenliegende Leitungen endgültig der Vergangenheit angehören.

Um für alle Fälle eine optimale Lösung bieten zu können, besteht die neue Roboterfamilie jetzt aus vier Mitgliedern. Im Einzelnen sind das der TS2-40 mit 460 mm Reichweite, der TS2-60 mit 620 mm Reichweite, der TS2-80 mit 800 mm Reichweite und der neue TS2-100 mit beeindruckendem Arbeitsradius von 1.000 Millimetern. Die Traglast aller vier Maschinen gibt der Hersteller mit 8,4 kg an.

Vergleicht man die neuen ScaraS mit den Vorgängern, wird deutlich, welch technologischer Quantensprung den Entwicklern gelungen ist. Die neuen Maschinen sind erheblich kompakter und leichter. Was das in Zahlen bedeutet, unterstreicht die Gegenüberstellung des bekannten

TS60 mit dem neuen TS2-60: Der neue Scara wiegt gerade einmal 38 kg im Vergleich zu den 55 kg des Vorgängers. Diese Gewichtsreduktion um satte 35 Prozent bedeutet einen ungemeinen Performancezugewinn für die Maschine. Weitere Leistungsdaten im Vergleich: 30 Prozent weniger Platzbedarf, 38 Prozent reduzierte Höhe sowie um 50 Prozent längere Serviceintervalle.

Diese signifikanten Verbesserungen sieht man den neuen Robotern auf den ersten Blick an. Was sofort auffällt, ist das kompakte, geschlossene Design mit innenliegenden Medien- und Versorgungsleitungen: keine Störkonturen, keine Fehlerquellen und keine unnötigen Partikelemissionen. Ein komplett abgedichtetes Gehäuse, die Pinole oben optional mit einem Deckel geschützt und mit Spezialschrauben von unten verschraubt, die Anschlüsse auf Wunsch unter dem Roboterfuß verborgen, Toträume konsequent vermieden – so geht Hygienedesign heute. 

Auch für sensitive Umgebungen

Was der Hersteller damit bezweckt, ist klar: Stäubli ist in den Life Science-Bereichen unangefochtener Marktführer und will diese Position mit den neuen Scara-Roboterarmen weiter ausbauen. Die Roboter werden in modifizierten Sonderausführungen für Pharma-, Medical- und Food-Einsätze sowie als UL- und ESD-Varianten bald verfügbar sein. Dazu lassen sich die Standardroboter mit einfachen Modifikationen für sensitive Produktionsumgebungen qualifizieren, wo sie neue Einsatzmöglichkeiten erschließen sollen. Im Fokus stehen Applikationen unter strengsten Hygiene- oder Reinraumanforderungen von Food über Pharma bis hin zu Photovoltaik. Dafür können alle TS2-Modelle ohne Leistungsverlust mit lebensmittelverträglichem H1-Öl betrieben werden.

Weiteres Novum: Erstmals sind die Vierachser optional mit einem integrierten Werkzeugwechselsystem bestellbar. Damit können die schnellen Scara-Roboter Greifer und Werkzeuge automatisch selbst wechseln, wodurch sich die Uptime bei bestimmten Anwendungen signifikant erhöhen lässt. Weiterer Vorteil dieses Systems: Werkzeug oder Greifer lassen sich über den Bajonettverschluss auch manuell in Sekundenschnelle wechseln. Alle Medien- und Signalanschlüsse erfolgen automatisch.

Modulares Design mit vielen Vorteilen

Betrachtet man die vier Vertreter im Detail, zeigen sich einige Gemeinsamkeiten. Das ist kein Zufall, sondern das Resultat des neuen modularen Designs. So verfügen alle Maschinen über den gleichen Roboterfuß, den sich die Baureihe mit der sechsachsigen TX2-Generation teilt. Auch Vorarme, Achsen und Antriebe sind bei bestimmten Modellen identisch. Beispiel Vorarm: Hier kommen die vier Modelle mit zwei unterschiedlichen Vorarm-Versionen aus. Die kleinere Variante bedient die Modelle TS2-40 und TS2-60, die größere den TS2-80 sowie den TS2-100.

Die Vorteile dieser Konstruktionsweise bringt Vogt auf den Punkt: „In erster Linie wollen wir durch die modulare Bauweise die Lieferzeiten für die neuen Scara-Roboter deutlich verkürzen. Zudem sparen wir unnötige Kosten und erleichtern die Ersatzteilevorhaltung. Nachdem wir jetzt auch unsere JCS-Antriebstechnik einsetzen und auch sonst eine sehr hohe Fertigungstiefe favorisieren, sind wir nicht von der Liefertreue bestimmter Komponentenlieferanten abhängig. Anwender werden sich deshalb nicht nur über die hohe Performance dieser Maschinen, die jetzt schneller, leiser und präziser sind, sondern auch über kürzere Lieferzeiten freuen.“

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