Möbelbau: Mit Industriegasfeder zum Meisterstück

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Möbelbau: Tischlermeister Dominik Huber hat ein Möbelstück geschaffen, das mit Liebe zum Detail überzeugt – hier mehr dazu.
Möbelbau: Mit Industriegasfeder zum Meisterstück

Quelle: Huber/Meisterschule Hallstatt

Meisterlicher Möbelbau: Hochwertig, multifunktional, innovativ und attraktiv, durch diese Eigenschaften zeichnet sich das Meisterstück von Dominik Huber aus. Der Tischlermeister aus Sankt Roman in Österreich hat mit seinem Möbelstück ein einzigartiges Sideboard geschaffen, das sowohl der stilvollen Weinpräsentation als auch dem Verweilen beim Genießen eines edlen Tropfens dient.

Dafür ermöglicht eine unsichtbare Führung, die von einer Gasdruckfeder unterstützt wird, das Verschieben des oberen Bauteils. Da diese Bewegung aufgrund der perfekten Integration auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, entsteht ein überraschender Effekt. Ist das Schiebeteil in seiner Endposition, ergibt sich eine angenehme Höhe für eine Bar und zum Bleiben bei einem Glas Wein.

So passt die Industrie-Technik zum traditionellen Möbelbau

Es ist diese Funktion, die für den Namen „Slide Bar“ Pate stand. Sobald das größte Element des Meisterstücks zur Seite geschoben ist, können Barmann oder Sommelier in den Glaskorpus mit den darin platzierten Weinflaschen greifen. Dort befindet sich eine gebogene Präsentationsfläche, in die drei von unten mit LED beleuchtete senkrechte Glasschwerter eingesetzt sind. Dadurch entsteht der Eindruck schwebender Weinflaschen, was der Gesamtkonstruktion zusätzlichen Reiz verleiht.

Wie Dominik Huber berichtet, wurde dieses Bild beim ersten Zusammenbau getrübt: „Leider kannte ich zu Beginn meiner Arbeit die ACE Stoßdämpfer GmbH noch nicht. Aus diesem Grund habe ich zunächst ein Modell eines anderen europäischen Herstellers verbaut. Doch mit deren Leistung war ich unzufrieden.“

Erste Konstruktion überzeugte noch nicht

Die zuerst beschaffte Gasfeder sollte die Muskelkraft unterstützen, um das große obere Element der insgesamt in Ast Eiche furnierter Plattenbauweise ausgeführten Slide Bar auf der ebenfalls unsichtbar verbauten Schwerlastschiene mühelos dahin gleiten zu lassen. Dieser Effekt stellte sich jedoch nicht nach Wunsch ein. Eine Lösung für das Problem konnte Dominik Huber auf den Internetseiten des von ihm gewählten Gasfederherstellers nicht finden.

Stattdessen stieß er auf Hans-Jürgen Greindl, den Leiter der Österreichvertretung von ACE. Dieser erinnert sich: „Herrn Huber war es zunächst unangenehm, keine Feder unseres Unternehmens verbaut zu haben, zumal ich ihm einige technische Knackpunkte aufzeigen musste. Aber als ein so guter Tischler muss man nicht auch ein Gasfederexperte sein.“ Nach der Konsultation war klar, dass es einer Gasfeder mit geringster Haft- und Gleitreibung bedurfte, da die Ausschubkraft nicht mehr als 20 bis maximal 30 Newton betragen durfte.

Obwohl sich die Industriegasfedern von ACE unter anderem dadurch auszeichnen, dass man sie auch in bestehende Konstruktionen schnell integrieren kann, entschieden sich die beiden aus Zeitgründen, bei der Optimierung des Meisterstücks mit der vorliegenden Gasfeder zu arbeiten. Im Zuge dessen passten sie diese bestmöglich an die Slide Bar an, indem sie das Dämpfungsöl zum großen Teil abließen, um Reibung und Endlagendämpfung zu minimieren. Zudem verbesserte Dominik Huber durch mehr Masse und eine andere Führung die Gleitbewegungen.

So gelingt Möbelbau auf meisterlichen Niveau

Um das Feintuning kümmerte sich Hans-Jürgen Greindl vor Ort in der Meisterschule in Hallstatt. Über das Ergebnis berichtet ein glücklicher Dominik Huber: „Ich darf auf der Möbelgala in Hallstatt im Januar 2021 ausstellen und bin auch auf der diesjährigen Lignorama Meisterstückausstellung in Riedau vertreten. Dort wird mein Meisterstück als eines der besten 12 Werkstücke des Jahrgangs ausgezeichnet. Dies habe ich auch dem genialen Service durch Hans-Jürgen Greindl zu verdanken.“

Um die Slide Bar zu optimieren und bei Gegenliebe in der Möbelszene zur Serienreife zu bringen, ist geplant, die ursprüngliche Gasfeder durch eine optimierte von ACE zu ersetzen. Dies wird eine Komponente des Typs GS28 mit einem Hub von 650 mm. Die einbaufertigen, wartungsfreien, in sich geschlossenen Systeme von ACE sind langlebig und mit einem unter Druck stehenden Stickstoffgas gefüllt. Sie werden individuell nach Kundenwunsch mit Fülldruck geliefert, wobei sich die Ausschubkraft über das Ventil auch noch nachträglich anpassen lässt.

Eine Vielzahl von Anbauteilen erleichtert dabei die Montage und macht die Gasfedern in sehr vielen unterschiedlichen industriellen Feldern einsetzbar. Auf seine und die Zukunft seiner Kreation angesprochen, hat Meisterschüler Huber folgenden Wunsch: „Es wäre für mich eine große Ehre, mein Möbel bei Weinpräsentationen oder Weinmessen vorzufinden. Selbstverständlich eignet es sich auch hervorragend für den privaten Weingenuss zu Hause.“

Lesen Sie auch: Große und schwere Werkstücke aufspannen

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