Medizintechnik: So gelang der Reboot der Produktion in der Corona-Krise

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Elmet in Oberösterreich produziert ab 30. März 2020 unter massiven Sicherheitsauflagen wieder in vollem Umfang. Wie das geht.
Medizintechnik Produktion Corona-Krise

Quelle: Sergey Ryzhov/Shutterstock

Zwei Wochen lief die Produktion beim Automobil- und Medizintechnik-Zulieferer Elmet im österreichischen Oftering nur im Teilbetrieb. Ab 30. März 2020 ist das Unternehmen wieder zu 100 Prozent produktionsfähig und einsatzbereit. Sichere Arbeitspraktiken und maximale Sicherheitsauflagen sowie Social Distancing und erhöhte Hygienemaßnahmen machen dies möglich. Oberste Priorität haben dringend benötigte Produkte, unter anderem medizintechnische Bestandteile für intensivmedizinische Beatmungsmaschinen.

Flüssigsilikon-Teile für Autos und Medizintechnik

Das oberösterreichische Unternehmen Elmet aus Oftering ist ein wichtiger Partner für die Automobilindustrie und für medizintechnische Unternehmen. Als Full System & Service Supplier zur Verarbeitung und Dosierung von Flüssigsilikon sowie zur Fertigung von hochwertigen Teilen aus Flüssigsilikon liefert Elmet essenzielle Bauteile medizinischer Geräte. „Speziell Dichtungsringe und Zwei-Komponenten-Teile für Beatmungsmaschinen sind aktuell weltweit von großer Bedeutung. Aus diesem Grund fahren wir unsere Produktion wieder auf einhundert Prozent an“, erklärt Mark Ostermann, Sales Director bei Elmet. In den vergangenen zwei Wochen war aufgrund von Corona nur ein eingeschränkter Betrieb möglich.

Maximale Sicherheitsvorkehrungen für Mitarbeiter

Ab 30. März 2020 läuft die Produktion im oberösterreichischen Oftering wieder im Vollbetrieb. „Unser Team kann sich auf maximal sichere Arbeitspraktiken verlassen. Ein mehrstufiger Plan macht dies möglich. Strengste Sicherheitsvorkehrungen, wie das Tragen von Schutzausrüstung oder das ausschließliche Verweilen im eigenen Tätigkeitsbereich, sind dabei oberstes Gebot“ sagt Ostermann. Die Arbeitsbereiche werden aufgeteilt und detaillierte Vorgaben zum Social Distancing – der Einhaltung von sicheren Abständen zueinander – sind die Basis dafür. Gleichzeitig startet das Unternehmen erhöhte Hygieneprozesse und nachhaltige Reinigungen der Arbeitsbereiche. „Gemeinsam mit unserem bereits bewährten Homeoffice-Team und flexiblen Arbeitszeitmodellen werden wir diese Herausforderung meistern“, ist sich Ostermann sicher.

Teileproduktion im Fokus

Dank dieses Reboots der Produktion unter veränderten Rahmenbedingungen kann Elmet kurzfristigen, aber aktuell enorm bedeutenden Projekten den Vorrang geben. Die verbleibenden Ressourcen fließen in die LSR-Teileproduktion, in den Anlagen- und Werkzeugbau sowie in die Dosiersystemfertigung. Alle Mitarbeiter im Homeoffice sind weiterhin wie gewöhnlich von 7.30 bis 16.30 Uhr erreichbar. „Auf diese Weise rücken wir die Sicherheit unseres Teams und die Wünsche der Kunden gemeinsam in den Fokus“, erklärt Ostermann.

Weiterlesen: Coronavirus: So kommen Krankenhäuser an kritische Komponenten

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