Systemtechnik ist seit Jahren ein zunehmend wichtiger Geschäftsbereich der Zimmer Group. Angesichts der steigenden Nachfrage nach individuellen Lösungen war die Ausgründung der Zimmer Systems GmbH Anfang des Jahres der nächste logische Schritt. Die Kombination aus jahrzehntelanger Erfahrung und dem klaren Fokus auf individuelle Kundenbedürfnisse ermöglicht es dem Unternehmen, den stetig wachsenden Anforderungen der Industrie gerecht zu werden und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.
Ein zentraler Technologiebereich von Zimmer Systems sind mobile Robotik- und Transportsysteme. Im vergangenen Jahr wurde Miles als flexible Intralogistik-Lösung vorgestellt.
(Bild: Zimmer Systems)
Die industrielle Produktion steht vor großen Herausforderungen: Kunden verlangen zunehmend individuelle Produkte, die zum Teil in kleinen Losgrößen effizient hergestellt werden müssen. Zudem führt der rasche technologische Wandel dazu, dass Unternehmen Produktionsprozesse flexibler und anpassungsfähiger gestalten müssen. Zimmer Systems aus dem badischen Rheinau hat diese Bedürfnisse erkannt und bietet Lösungen, die eine schnelle Anpassung an wechselnde Anforderungen ermöglichen.
Das Portfolio umfasst unter anderem individuell angepasste Systemkomponenten für die Handhabungs-, Dämpfungs-, Maschinen- sowie Spann- und Bremstechnik – aber auch End-of-Arm-Tools (EOAT) und Greifsysteme für vielfältige Anwendungen wie Schweißen, Greifen, Prüfen und Montieren. Diese Werkzeuge sind so konzipiert, dass sie sich problemlos in die unterschiedlichsten Produktionsprozesse integrieren lassen und dabei höchste Effizienz bieten.
Ein Paradebeispiel für ein vielseitig einsetzbares EOAT ist das Handhabungssystem für Säcke. Dieses Greifsystem ist für die Handhabung von Säcken aus unterschiedlichen Materialien ausgelegt und bietet eine Vielzahl von Funktionen wie Flachlegen, Zwischenlagen- und Paletten-Handling. Durch optionale Konfigurationen wie spezielle Gabeln für Lebensmittel oder für gefährliche und chemische Materialien ist das Greifsystem aber auch für anspruchsvolle Aufgaben geeignet.
Mobile Automatisierung
Ein weiterer zentraler Technologiebereich von Zimmer Systems sind mobile Robotik- und Transportsysteme, die Produktionsprozesse dynamisch unterstützen. Im vergangenen Jahr wurde Miles als flexible Intralogistik-Lösung vorgestellt. Die autonomen mobilen Roboter (AMR) von Zimmer Systems sind in der Lage, sich in komplexen Umgebungen selbstständig zu bewegen und Aufgaben präzise und effizient zu erledigen. Durch ihren modularen Aufbau lassen sie sich leicht an veränderte Anforderungen anpassen und in bestehende Produktionsprozesse integrieren. Das Besondere bei Miles ist, dass Kunden hier ein Komplettsystem aus Hardware, Software, Integration und Service aus einer Hand bekommen.
Das neue Werk von Zimmer Systems bietet ausreichend Platz, um komplexe Automatisierungslösungen zu realisieren.
(Bild: Zimmer Systems)
Zu den mobilen Robotik-Lösungen gehört auch ZiMo, die bei der Zimmer Group selbst vielfach im Einsatz ist. ZiMo ist eine mobile Roboterzelle, die sich aufgrund ihrer kompakten Maße und ihres modularen Aufbaus nahezu überall einsetzen lässt. Weitere Vorteile sind die einfache Inbetriebnahme und Bedienung sowie die problemlose Anpassung an veränderte Produktionsanforderungen. Das Zubehör kann frei nach Kundenwunsch gestaltet werden und macht ZiMo zu einer vielseitigen Lösung, die sich in den unterschiedlichsten Anwendungen einsetzen lässt.
Maßgeschneiderte Lösungen auf spezifische Bedürfnisse
Darüber hinaus entwickelt Zimmer Systems branchenübergreifend autarke Zellen und einbaufertige Module zur Integration in bestehende Produktionsanlagen sowie komplexe Turnkey-Anlagen und Entkopplungs- und Montagezellen, unter anderem für die Möbelindustrie, sowie hochflexible Anlagen für Losgröße 1 und robotergestützte Bearbeitungslösungen.
Aber auch andere Industriezweige bedient das Unternehmen mit spezialisierten Branchenlösungen. Insbesondere in der Reifenindustrie hat sich Zimmer Systems einen Namen gemacht und bietet für das Handling von Reifen, Rädern und Felgen maßgeschneiderte Greifersysteme, die den hohen Anforderungen gerecht werden und sich nahtlos in bestehende Produktionslinien integrieren lassen. Aber auch im Bereich der Elektromobilität setzen die Badener neue Maßstäbe. Die maßgeschneiderten Lösungen für das Batterie-Handling sind speziell auf die Bedürfnisse von Automobilherstellern und OEMs zugeschnitten.
Zukunftsweisende Lösungen für die Industrie
Wie die Zimmer Group steht auch die Zimmer Systems GmbH für kontinuierliche Innovation und eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden, um Lösungen zu entwickeln, die den spezifischen Anforderungen der Industrie gerecht werden. Die Gründung des Unternehmens Anfang 2024 markiert deshalb den Beginn einer neuen Ära, in der Flexibilität und Effizienz im Mittelpunkt stehen.
Die Autorin Margot Johanna Pompe ist Online Content Editor bei der Zimmer Group.
Im Gespräch: Thomas Seeger, Geschäftsführer Zimmer Systems
Auf dem Open House am 5. Juli 2024 in Rheinau traf Chefredakteur Rainer Trummer den Geschäftsführer der Zimmer Systems GmbH, Thomas Seeger, zum Gespräch.
Stand: 16.12.2025
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Welche Rolle spielen flexible Automatisierungslösungen in der Fertigungsindustrie, zum Beispiel in der Automobilindustrie, der Konsumgüterindustrie oder im Maschinenbau?
Thomas Seeger: Hier geht es maßgeblich um Automatisierungslösungen, welche die Arbeitskräfte bei schweren oder monotonen Tätigkeiten unterstützen. Es gibt Aufgaben, die sich nicht oder nur schwer durch Menschen lösen lassen, beispielsweise die Handhabung von schweren Batteriemodulen. Auch Prozesse lassen sich mit Systemtechnologien deutlich schlanker gestalten, was Kapazitäten für andere Aufgaben schafft. Zimmer Systems sieht sich die Bedarfe in der Industrie an. Teilweise kennen wir diese aus eigener Erfahrung und setzen dort an, wo wir mit unseren Komponenten, gepaart mit Automatisierungskompetenz, echten Mehrwert oder Erleichterung schaffen.
Thomas Seeger Geschäftsführer von Zimmer Systems
Bildquelle: Zimmer Systems
Welche Lösungen bietet Zimmer Systems seinen Kunden im Bereich Digital Services?
Seeger: Wir arbeiten beispielsweise schon seit einigen Jahren mit digitalen Zwillingen unserer Maschinen und Anlagen. Das verkürzt nicht nur die Durchlaufzeit unserer Produkte und vereinfacht die Inbetriebnahme, sondern lässt uns auch frühzeitig Optimierungspotenzial erkennen. Des Weiteren können wir komplexe Abläufe in Produktionen oder ganzen Werken simulieren und so unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Wir haben so bereits bei der Umsetzung die Gewissheit, dass zum Beispiel die Automation in der Intralogistik den gewünschten Effekt und Mehrwert bietet.
Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz (KI) in der Automatisierung sowie im Lösungsportfolio von Zimmer Systems?
Seeger: Künstliche Intelligenz wird für uns immer wichtiger, und wir werden diese Technologie an vielen Stellen im Unternehmen einsetzen. Wir nutzen bereits in verschiedenen Bereichen KI-gestützte Software, zum Beispiel um komplexe Pick & Place-Aufgaben, gepaart mit unserer Handhabungskompetenz und kameragestützter Technik, zu automatisieren.
Anfang Juli hat die Zimmer Group eine neue Produktionsstätte am Hauptsitz in Rheinau eröffnet. Was ist das Besondere an diesem Werk?
Seeger: Das neue Werk bietet jetzt ausreichend Platz, um komplexe Automatisierungslösungen in unseren fünf Technologiebereichen zu realisieren. Wir haben nun die Möglichkeit, mit der Systemtechnik deutlich zu wachsen.
Des Weiteren haben wir viel Wert auf Abläufe, Prozesse und Wertströme gelegt, um flexibel auf die Bedarfe unserer Kunde eingehen zu können.
Beim Werk an sich haben wir uns für eine Hybridbauweise entschieden. Vor allem die Dachkonstruktion aus Holz trägt zu einer sehr angenehmen Atmosphäre und Akustik bei, was von unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sehr geschätzt wird.