Sie sind kostengünstig, sharing-geeignet und benötigen kaum Platz: Kleine E-Fahrzeuge. Am 11. und 12. September 2018 präsentiert die VDI-Tagung „Leichte E-Mobilität“ in München E-Fahrzeuge für die Stadt und den urbanen Raum als Lösung von Emissionsproblematik und Verkehrschaos.

Die leichte E-Mobilität, das sind drei oder vierrädrige leichte Fahrzeuge, Transportfahrzeuge, aber auch Scooter und E-Bikes. Diese Fahrzeugklasse, die weder Zweirad noch Automobil ist, wurde für die Bedürfnisse in der Stadt und im urbanen Umfeld entwickelt. Prominente Beispiele dieser Kategorien sind der Renault Twizzy, der e.GO oder die E-Scooter von Emco. Die Leichte E-Mobilität stellt eine neue aufstrebende Branche dar. Die VDI Tagung „Leichte E-Mobilität“ vernetzt die verschiedenen Akteure und bietet eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken.

Riesiges Marktpotenzial: Kunden finden die Leichte E-Mobilität cool

Als platzsparendes, kostengünstiges und zugleich ressourcenschonendes Sharing-Modell ist die leichte E-Mobilität bereits in den deutschen Städten angekommen: Vor ein paar Jahren schien es undenkbar, doch heute ist es cool mit dem E-Bike, -Scooter oder -Auto unterwegs zu sein.

Diesem Trend folgen auch immer mehr Automobilhersteller und Zulieferer. Sie erkennen das Potential der leichten E-Mobilität und entwickeln entsprechende Modelle. BMW hat mit dem X2 City schon ein Fahrzeug im Verkauf. Fast alle anderen Hersteller werden im Laufe des Jahres mit eigenen Fahrzeugen folgen. Auf der VDI-Tagung stellen wichtige Player aus der Automobilbranche ihre Strategien für die Leichte E-Mobilität vor. So wird beispielsweise der Leiter des Bereiches Zentrale Innovation von Schaeffler, Prof. Tim Hosenfeldt, über konkrete Projekt für die Leichte E-Mobilität berichten. Auch im Logistiksektor denken Unternehmen um. Auch der Deutschen Post kommt eine Vorreiterrolle zu. Sie betreibt europaweit die größte E-Bike-Flotte und nutzt ihre StreetScooter für die Zustelldienste. Auch die Schweizer Post setzt auf die Leichte E-Mobilität und hat dreirädrige Kyburz-Fahrzeuge im Einsatz.

Ladeinfrastruktur ist bereits ausreichend vorhanden

Die lückenhafte Ladeinfrastruktur ist eine der größten Herausforderungen der E-Mobilität der normalen Autos. Neben fehlender Ladesäulen stehen teilweise nur unzureichende Netzkapazitäten zur Verfügung. Aufgrund eines geringen Energiebedarfs – bei Reichweiten bis 100 Kilometer – können Leichte E-Fahrzeuge im Gegensatz zu E-Autos an normale Steckdosen aufgeladen werden. Die Netzbelastung ist daher gering. So können vorhandene Steckdosen zu Hause, in Betrieben und im öffentlichen Raum genutzt werden. Die Netzsicherheit bei Betrieb von Einzelfahrzeugen ist meist gegeben. Beim Betrieb von ganzen Fahrzeugflotten müssen die Ladepunkte ggf. zusätzlich abgesichert werden. Dies lässt sich aber mit überschaubarem Aufwand und Kosten bewerkstelligen.

Wie sehen die aktuell erfolgreichen technischen Lösungen aus?

Auf der VDI Tagung stellen Hersteller von E-Fahrzeuge ihre Konzepte und Geschäftsmodelle vor. Wie gelingt es die Fahrzeuge erfolgreich zu entwickeln und am Markt zu platzieren? Welche technischen Herausforderungen gibt es im Spannungsfeld von Zuverlässigkeit, Sicherheitsanforderungen und Kosten zu bewältigen. Es fehlt an passenden Fahrzeugen für viele Anwendungsbereiche. Daher kommen auf der VDI-Tagung auch potenzielle Anwender zu Wort – Car-Sharing-Anbieter und Flottenmanager aus dem Logikbereich – die berichten, welche zusätzlichen Fahrzeuge sie sich von den Herstellern wünschen.

Die Themen der VDI-Fachtagung:

Weitere Informationen zu Anmeldung und Programm finden sich unter www.vdi-wissensforum.de/leichte-e-mobilitaet.