Landwirtschaft gestern und heute: Der Hohenheimer Feldtag und die Weltpflügermeisterschaft

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Am 1. und 2. September 2018 startet jeweils ab 14:30 der Uhr der 23. Hohenheimer Feldtag des Deutschen Landwirtschaftsmuseums. Er findet dieses Jahr aus Anlass der Weltpflügermeisterschaft auf dem Hofgut Einsiedel in Kirchentellinsfurt bei Tübingen statt. Es trifft sich Historie und Moderne.

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Am 1. und 2. September 2018 startet jeweils ab 14:30 der Uhr der 23. Hohenheimer Feldtag des Deutschen Landwirtschaftsmuseums. Er findet dieses Jahr aus Anlass der Weltpflügermeisterschaft auf dem Hofgut Einsiedel in Kirchentellinsfurt bei Tübingen statt. Es trifft sich Historie und Moderne.

Von Menschen, Ochsen & Pferden gezogene Pflüge, bis zu 90 Jahre alte Traktoren, riesige Dampfpflüge und die neuesten Hightech-Geräte: Beim diesjährigen Hohenheimer Feldtag führt das Deutsche Landwirtschaftsmuseum anschaulich mit Hilfe von historischen und modernsten Maschinen den Besucherinnen und Besucher die Geschichte der Bodenbearbeitung von ihren Anfängen bis heute vor. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene lädt den ganzen Tag über zum Verweilen ein: Auf dem regionalen Spezialitätenmarkt lernen die Gäste die kulinarischen Besonderheiten und das Kunsthandwerk der Region kennen. Der Feldtag findet dieses Jahr im Rahmen der 65. Weltpflügermeisterschaft am Hofgut Einsiedel bei Kirchentellinsfurt statt. Tagestickets kosten 10 Euro; weitere Infos zu Programm, Preisen und Besucherpaketen unter www.weltpfluegen2018.de.

Unter dem Motto „Wir machen Dampf! Bodenbearbeitung im Wandel der Zeit“ präsentiert das Deutsche Landwirtschaftsmuseum auf dem diesjährigen Feldtag14 Entwicklungsschritte von der Handarbeit über das Ochsen- und Pferdegespann bis zur heutigen hochmodernen Bodenbearbeitungstechnik.

Das Highlight sind die seltenen, riesigen Dampfpflüge: In Süddeutschland existieren nur noch drei funktionierende Sätze. Wer einmal live erleben möchte, wie die beeindruckenden Kolosse mit dicken Seilwinden den Pflug über den Acker ziehen, hat am ersten September-Wochenende die Gelegenheit dazu.

Eine Pflugschau mit Tradition

1958 fand zum ersten Mal eine Weltpflügermeisterschaft in Deutschland statt. Austragungsort war die Landwirtschaftliche Hochschule Stuttgart-Hohenheim, Schirmherr der damals amtierende Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Theodor Heuss.

Schon damals führte die Landwirtschaftliche Hochschule historische und moderne Geräte in einer Pflugschau vor. Diesen September, im Jubiläumsjahr der Universität Hohenheim, kehrt nun die Weltpflügermeisterschaft wieder einmal nach Baden-Württemberg zurück.

Bei der diesjährigen Meisterschaft präsentiert das Deutsche Landwirtschaftsmuseum unter anderem eine Lokomobile vom Fowler-Satz (1909) des Vereins „Historische Dampftechnik Kirchheim unter Teck e.V.“ und eine Lokomobile vom Heucke-Satz (1911) des Deutschen Landwirtschaftsmuseums.

65. Weltpflügermeisterschaft

Beim Stoppel- und Graspflügen stellen die Teilnehmer ihr handwerkliches Geschick unter Beweis. Nicht nur auf Geschwindigkeit, auch auf Präzision und die richtige Technik kommt es an.

Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm umfasst über den Hohenheimer Feldtag hinaus unter anderem auch eine Ausstellung historischer Traktoren, die baden-württembergische Meisterschaft im Gespannpflügen, einen regionalen Spezialitäten- und Kreativmarkt sowie ein abwechslungsreiches Kinderprogramm mit Maislabyrinth, Strohhüpfburg, Kamelreiten und vielem mehr.

Die Weltpflügermeisterschaft findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Letztes Jahr trafen sich die besten Pflüger aus aller Welt in Kenia, für 2019 planen die Veranstalter eine Weltmeisterschaft in den USA.

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum (DLM) an der Universität Hohenheim zeigt auf 5.700 qm überdachter Ausstellungsfläche liebevoll restaurierte Landmaschinen, die Agrargeschichte geschrieben haben. Die Besucher erleben den Wandel der landwirtschaftlichen Produktion und erfahren die Auswirkungen der technischen Innovationen auf die Arbeitsbedingungen der Bauern. Die Exponate zeigen die Entwicklung vom einfachen ackerbaulichen Gerät bis hin zur modernsten Agrartechnik.

200 Jahre Universität Hohenheim

Bildung und Forschung als Schlüssel zum Überleben: Auf diesem Gedanken gründeten König Wilhelm von Württemberg und Königin Katharina im Jahr 1818 die damalige „Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt Hohenheim“ – die Vorläuferin der heutigen Universität. Anlass waren eine Klimakatastrophe, Missernten und Hungersnöte nach dem „Jahr ohne Sommer“. Ausgelöst hatte sie der indonesische Vulkan Tambora, der 1815 Tonnen von Asche und Staub mit der Sprengkraft von 170.000 Hiroshima-Bomben in die Atmosphäre spie.

200 Jahre später folgt die Universität Hohenheim ihrem Gründungsauftrag, durch Forschung und Lehre Beiträge zur Lösung globaler Herausforderungen zu liefern. Im Jubiläumsjahr 2018 feiert sie diese Arbeit mit 180 Veranstaltungen. Themen wie Ernährung und Gesundheit, Klima, Wasser und Ökosysteme, soziale Ungleichheit oder auch Bioökonomie spielen dabei ebenso eine Rolle wie die kulturellen Aspekte des Campuslebens.

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