KI revolutioniert den Ingenieurberuf Wie generative KI den Ingenieuralltag radikal verändert

Von VDI 2 min Lesedauer

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Routinearbeiten adé – generative KI krempelt den Berufsalltag von Ingenieurinnen und Ingenieuren um. Eine neue VDI-Studie liefert überraschende Fakten, konkrete Empfehlungen und zeigt, wo Effizienzgewinne tatsächlich Realität werden.

VDI-Studie: Ein zentrales Ergebnis: 24 Prozent der befragten Ingenieure und Ingenieurinnen erwarten eine signifikante Änderung durch KI in ihrem Joballtag. (Bild: VDI)
VDI-Studie: Ein zentrales Ergebnis: 24 Prozent der befragten Ingenieure und Ingenieurinnen erwarten eine signifikante Änderung durch KI in ihrem Joballtag.
(Bild: VDI)

Die rasante Verbreitung generativer Künstlicher Intelligenz hat vielfältige Diskussionen über die tiefgreifenden Veränderungen in zahlreichen Industriezweigen ausgelöst. Besonders der Ingenieurberuf steht vor einem Wandel: Ingenieurinnen und Ingenieure, deren Arbeit traditionell durch präzise manuelle Entwürfe, detaillierte Berechnungen und analytisches Denken geprägt ist, sehen sich nun mit Technologien konfrontiert, die wesentliche Teile ihrer Arbeit automatisieren können.
Um ein besseres Verständnis für die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf den Ingenieurberuf zu gewinnen, hat die VDI/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) eine umfassende Studie initiiert. Ein zentrales Ergebnis: 24 Prozent der befragten Ingenieure und Ingenieurinnen erwarten eine signifikante Änderung durch Künstliche Intelligenz in ihrem Joballtag. Die weiteren Ergebnisse präsentierte der VDI auf dem Kongress „Automation“ am 01.07.2025 in Baden-Baden.

Ingenieurarbeit neu denken – VDI sieht Handlungsbedarf

Professor Dr. Alexander Fay, Vorstandsmitglied der GMA und Professor an der Ruhr-Universität Bochum, erklärt: „Generative Künstliche Intelligenz zeigt ihr Potenzial im Ingenieurwesen in unterschiedlichen Aufgabenfeldern, von der automatisierten Textgenerierung über die Optimierung technischer Designs bis hin zur Unterstützung bei der Softwareentwicklung bietet sie Werkzeuge, die Effizienz und Präzision in den Arbeitsprozessen steigern können. Diese Entwicklungen markieren nur den Beginn einer tiefgreifenden Transformation“.

Der VDI empfiehlt eine gezielte und verantwortungsvolle Integration generativer KI in die tägliche Ingenieurpraxis. KI soll unterstützen – nicht ersetzen. Der Mensch bleibt entscheidende Instanz. Damit KI im Berufsfeld zu einem echten Gewinn wird, braucht es klare Regeln, Qualitätsstandards und eine bewusste Rollenverteilung.

KI-Kompetenz wird zur Schlüsselqualifikation

Der VDI fordert, dass der Umgang mit generativer KI fester Bestandteil der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung werden muss. Nur wenn angehende Ingenieurinnen und Ingenieure lernen, Künstliche Intelligenz sinnvoll und kritisch einzusetzen, bleibt der Berufsstand zukunftsfähig. Auch in der Weiterbildung sind neue Angebote gefragt – praxisnah, technisch fundiert und ethisch reflektiert.

Professor Dr. Alexander Fay: „Generative KI zeigt ihr Potenzial im Ingenieurwesen in unterschiedlichen Aufgabenfeldern(Bild: VDI)
Professor Dr. Alexander Fay: „Generative KI zeigt ihr Potenzial im Ingenieurwesen in unterschiedlichen Aufgabenfeldern
(Bild: VDI)

Sichere Datenräume statt Risiko-Plattformen

Die Studie betont Regulierung und Absicherung als Voraussetzung für den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Dr.-Ing. Christine Maul, GMA-Vorsitzende und Teamleiterin Advanced Process Control bei Covestro, betont: „Generative KI darf nicht zum Risiko für Innovationen und Geschäftsgeheimnisse werden. Der VDI rät dringend davon ab, sensible technische Daten über offene Plattformen zu verarbeiten. Stattdessen braucht es geschützte, unternehmensinterne KI-Lösungen mit klaren Vorgaben für Datenschutz. Das bietet Sicherheit im Umgang mit den Tools und eröffnet Gestaltungsspielraum, um schnell auf neue KI-Trends nach abgestimmten Unternehmensprozessen eingehen zu können“.
Der VDI wird seine Rolle als unabhängig Plattform für Wissensaustausch, ethische Orientierung und politische Positionierung ausbauen. Ziel ist es, Ingenieurinnen und Ingenieure bei sicherer, sinnvoller und souveräner Nutzung von Künstlicher Intelligenz zu unterstützen – mit Diskursformaten und Leitlinien.

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