Konstruktionsprozesse: Claudius Peters mit Innovationspreis ausgezeichnet

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Ende November 2018 ist der norddeutsche Anlagenbauer Claudius Peters vom US-amerikanischen Software-Entwickler Autodesk in der Sparte Design & Manufacturing als erstes deutsches Unternehmen mit dem Preis „Innovator of the Year“ ausgezeichnet worden. Ausschlaggebend war ein neuartiges Herangehen an konstruktive Prozesse beim Produktdesign.

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Ende November 2018 ist der norddeutsche Anlagenbauer Claudius Peters vom US-amerikanischen Software-Entwickler Autodesk in der Sparte Design & Manufacturing als erstes deutsches Unternehmen mit dem Preis „Innovator of the Year“ ausgezeichnet worden. Ausschlaggebend war ein neuartiges Herangehen beim Produktdesign im Maschinenbau.

An der Verleihung des renommierten Preises in der Autodesk University (AU) in Las Vegas nahmen so namhafte Unternehmen wie General Motors und Jet Propolsion Laboratory (NASA) teil. Claudius Peters wurde die Auszeichnung für ein völlig neuartiges Herangehen an konstruktive Prozesse beim Design von Produkten im Maschinenbau ausgezeichnet. Es ist das erste deutsche Unternehmen, das diesen Preis erhält.

Mithilfe der Autodesk-Software Generative Design entwickelt Claudius Peters Komponenten für einige der größten Anlagen, die das Unternehmen herstellt, unter anderem auch den Klinkerkühler. Diese neue Technologie nutzt künstliche Intelligenz, um ein Produktionsteil in mehreren Schritten zu optimieren.

Schneller liefern

Ziel der neuen Strategie ist es, die Lieferzeiten zu verkürzen, die Kosten zu senken und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Dazu wurden abteilungsübergreifende Teams aus Entwicklung und Fertigung gebildet, die im agilen Projektmanagement Scrums genannt werden. Sie bestehen aus ca. fünf Leuten, deren Aufgabe es ist, in einzelnen Projekt-Etappen, sogenannten Sprints, Produkte zu optimieren. Den ausschlaggebenden Faktor, der letztlich zum Einsatz der neuen Herangehensweise geführt hat, erklärt Thomas Nagel, Chief Digital Officer von Claudius Peters in Deutschland: „Unser Projektteam bestand aus jungen Menschen, die offen für dieses Konzept waren und denen klar war, dass das elektrische Licht nicht aus einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Kerze entstanden ist. Etwas völlig Neues musste her. Deshalb haben wir uns entschieden, Generative Design von Autodesk zu nutzen.“

KI optimiert Konstruktionsprozess

Die Projektparameter für die Kühlerkomponente wurden in den Computer eingegeben, der dann die Berechnungen für verschiedene Varianten übernehmen konnte, so dass die Ingenieure den Freiraum für Innovationen bekamen. Entstanden ist eine Komponentenvariante, die qualitativ hochwertiger und deutlich leichter war als die bereits bestehende. Ein Problem stellte allerdings der vorgegebene 3D-Druck dar, der für schwere Maschinenbauteile zu teuer ist. Um das Produkt mit Gusstechnik oder als Schweißkonstruktion herstellen zu können, musste eine Anpassung im Engineering erfolgen.. Mit der Simulationsfunktion einer 3D-Software entwickelten die Ingenieure das Design zurück, validierten es und erstellten ein neuartiges Teil, das gegossen werden konnte.

„Das Ergebnis für Claudius Peters ist ein Konstruktionsprozess mit künstlicher Intelligenz, der über die Grenzen der menschlichen Kreativität und Vorstellungskraft hinausgeht und mit dem wir nun Komponenten entwickeln können, die leichter und zugleich robuster sind, als es bisher überhaupt denkbar war“ fasst Thomas Nagel zusammen.

Die Anwendung von „Generative Design“ reduziert auch das Material um 25 Prozent. Durch die verbesserten Designs kann Claudius Peters so zukünftig eine höhere Qualität liefern, die Kundenzufriedenheit steigern, Durchlaufzeiten verringern und Kosten senken.

Bild: Auszeichnung für Claudius Peters — Innovator of the Year in der Sparte Design & Manufacturing. Thomas Nagel, Chief Digital Officer der Claudius Peters, nimmt den Preis in Las Vegas entgegen.

Youtube Links zu dem Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=xY2hWjMgtYo&t=2s
https://www.youtube.com/watch?v=OhCpxN7bYK0&feature=youtu.be&t=40m

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