Lineartechnische Komponenten und Konstruktionen sind die Basis für automatisierte Fertigungsprozesse. RK Rose+Krieger bietet anwendungsspezifische Automatisierungslösungen und Schutzsysteme aus einer Hand.
Kollaborative Roboter können den Werker am Montagearbeitsplatz entlasten.
(Bild: RK Rose+Krieger)
Pick-und-Place-Vorrichtungen, Be- und Entladeeinrichtungen oder Handling- und Bearbeitungssysteme benötigen lineare Bewegungsachsen zum präzisen Platzieren und Positionieren oder als Momentenstütze. Lineartechnik erweitert ebenfalls auf einfache Weise den Aktionsradius von kollaborierenden Robotern (Cobots). Um dabei Schutz und Sicherheit von Mensch Maschine und Prozess zu gewährleisten, ist in der Regel der Einsatz von Schutzgittern und Maschineneinhausungen erforderlich. Mit ihrem umfassenden und stetig wachsenden Lineartechnik-Portfolio sowie dem normkonformen, modularen Schutz- und Abtrennsystem bietet RK Rose+Krieger Automatisierungskomponenten für diese sehr hohen Ansprüche.
Portfolio RK Rose+krieger
Das Portfolio des Mindener Spezialisten für kundenspezifische lineartechnische Konstruktionen bietet für jede Anwendung die passende Linearachse, ob als mitlaufende Momentenstütze zur gelegentlichen Verstellung bei niedriger Einschaltdauer und Geschwindigkeit, für hohe Taktraten und Wiederholgenauigkeiten oder für hohe Positioniergenauigkeiten und gleichförmige Bewegungsabläufe.
Dabei erfüllen insbesondere die Aluminiumprofil-Lineareinheiten der Baureihen RK DuoLine und RK MonoLine präzise die Anforderungen der Industrie: Sie sind leicht, dennoch äußerst stabil und energieeffizient sowie – dank variablem Anbaukonzept für fast alle Motoren – flexibel einsetzbar und auf Wunsch in der Schutzart IP40 erhältlich. Zudem bietet RK Rose+Krieger mit der Achsfamilie RK DuoLine Clean zertifizierte Lineareinheiten für den Einsatz in Reinräumen der ISO-Klasse 1 an.
Linearachsen mit Omega-Antrieb und mit Lastensicherung
Für den Einsatz als Vertikalachse in einem Mehrachsensystem mit verfahrendem Grundprofil und stillstehendem Schlitten, als Gantry-Antrieb mit zwei Vertikalachsen oder als Horizontalachse eines Handlingportals mit einer hohen Nutzlast auf dem verfahrenden Schlitten entwickelte RK Rose+Krieger die Baureihe RK MonoLine MT mit Omega-Antrieb. Speziell für den vertikalen Einsatz, die häufigste Nutzungsform der RK MonoLine MT, kombiniert RK Rose+Krieger die Achse mit dem bewährten RK Safelock-Sicherungselement. Die geprüfte Absturzsicherung steht seit längerem ebenfalls für die Achsen der RK DuoLine Baureihe zur Verfügung. Sie erfüllt die Forderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, nach der schwerkraftbelastete Achsen vor einem ungewollten Absinken bewahrt werden müssen, und passt perfekt zu den Achsen.
Das patentierte Haltesystem RK Safelock (links) verhindert ungebremstes Absinken von Führungsschlitten an schwerkraftbelasteten Lineareinheiten – rechts der eingebaute Zustand.
(Bild: RK Rose+Krieger)
Mehr Spielraum für Roboter
Kollaborierende Roboter sind für die Automatisierung von Fertigungsprozessen unverzichtbar. Sie übernehmen körperlich belastende oder monotone Tätigkeiten, wie das Handling schwerer Lasten oder das wiederholgenaue Anreichen von Teilen. Auch, wenn dauerhafte Präzision und Schnelligkeit oder die ununterbrochene Durchführung bestimmter Arbeitsschritte nötig sind, wie bei bahngesteuerten Arbeitsschritten, bietet sich der Einsatz von Robotern an. Dabei lässt sich ihr Aktionsradius durch eine intelligente Verknüpfung mit Linearachsen und elektrischen Hubsäulen deutlich vergrößern. Typische Anwendungen für die Kombination aus Lineartechnik und Cobots sind Schweißarbeiten und Montagearbeitsplätze. Für ein robotergestütztes Handling- und Bearbeitungssystem zum Schweißen zylindrischer Stahltanks entwickelte RK Rose+Krieger ein Raumportal zur kugelförmigen Vergrößerung des Bewegungsradius des Cobots.
Das Grundgerüst des Portals besteht aus Blocan-Aluminiumprofilen unterschiedlicher Baugrößen. Es kann auf zwei parallel angeordneten, zahnriemengetriebenen Linearachsen vom Typ RK DuoLine Z 80 Protect über eine Strecke von 1500 mm horizontal verfahren werden. Zwei weitere, ebenfalls parallel verlaufende Achsen des gleichen Typs bilden die Z-Achse des Raumportals. Sie bewegen eine rollengeführte Linearachse (RK MonoLine Z120) vertikal über eine Distanz von 1500 mm. An dieser Lineareinheit ist der Cobot mit der Bearbeitungseinheit montiert.
Linearachsen optimieren Aktionsradius und Materialfluss
Linearmodule aus dem Portfolio von RK Rose+Krieger können die sechs Antriebsachsen des Cobots ergänzen und seinen Bewegungsradius erweitern: Hubsäulen wie beispielsweise der Powerlift Z dienen der elektrischen Höhenverstellung. Beliebig lange Linearachsen aus der RK MonoLine- oder RK DuoLine-Baureihe verfahren den Cobot (zusätzlich) in X- und Z-Achse. Auf diese Weise lassen sich bei Bedarf mehrere Montagearbeitsplätze über Linearachsen miteinander verknüpfen und beispielsweise Werkstücke von einer Bearbeitungsstation zur nächsten transportieren.
Die Profil-Lineareinheiten RK DuoLine und RK MonoLine eignen sich für das obere und mittlere Belastungssegment.
(Bild: RK Rose+Krieger)
Schutz und Sicherheit garantiert
Voll- oder teilautomatisierte Produktionsprozesse und der Einsatz von Robotern bzw. Cobots erfordern gemäß Maschinenrichtlinie DIN EN ISO 14120 wirksame Maßnahmen zum Schutz von Mensch, Maschine und Prozess. Mit seinem modularen Schutz- und Abtrennsystem RK Click & Safe – kombiniert mit Notaus- und Endschaltern, Lichtschranken, Berührungs- und Manipulationsschutz – bietet RK Rose+Krieger anwendungsspezifische Schutzgitter und Maschineneinhausungen, die den Anforderungen der Norm entsprechen. Für maximale Flexibilität bei minimalem Planungs-, Konstruktions- und Montageaufwand sorgen der zugrundeliegende Modulbaukasten und die Rasterbauweise des Systems.
Stand: 16.12.2025
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Autor Bernd Klöpper ist Marketingleiter RK Rose+Krieger.